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Die sieben Perlen der Nordsee

Ostfriesische Inseln Die sieben Perlen der Nordsee

Die sieben Ostfriesischen Inseln liegen aufgereiht wie Perlen vor der niedersächsischen Küste in der Nordsee – und jede hat ihre Besonderheiten.

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Keine Kompromisse: Friesisch-herbe Natur lockt Touristen nicht nur nach Borkum, sondern auch auf dessen Schwesterinseln.

Quelle: Tourismus Marketing Niedersachsen

Strand und Sonne oder Wäldchen mit Radwegen? Einsame Strandkörbe oder Party unterm Schirm? Von Borkum im Westen bis Wangerooge im Osten erstrecken sich die Ostfriesischen Inseln. Ein kleiner Kompass.

Borkum – schön luftig

Von den sieben Ostfriesischen Inseln liegt diese am weitesten im Meer – 30 Kilometer vor der Küste, fast schon in den Niederlanden. Die Fähre von Emden benötigt rund zwei Stunden. Dann endlich kann der Urlauber aufatmen – er ist im Hochseeklima. Borkum hat günstige Preise – unbezahlbar sind die grandiosen Sonnenuntergänge. Sie werden untermalt von den Klängen aus dem kleinen Musikpavillon. Auf den langen Stränden stehen nur selten Strandkörbe.

Borkum ist bekannt für das einzigartige Strandzelt. Zudem hat Borkum viel Natur – 92 Prozent der Inselfläche gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Tipp: Auf dem „Flow Rider“ im Schwimmbad Gezeitenland in den Wellen tanzen – das ist Indoor-Surfen.

Fazit: Die weite Fährfahrt lohnt sich, die Preise sind moderat. Autos sind erlaubt.

Anreise: Vom Hafen in Emden – er ist mit der Bahn zu erreichen – mit der Autofähre (zwei Stunden) oder im Katamaran (eine Stunde) bis Borkum (www.ag-ems).de. Autofahrer aus dem Süden und Westen nehmen die Fähre ab Eemshaven in den Niederlanden.

Tourist-Information,
Am Georg-Schütte-Platz 5, 26757 Borkum,
Tel. (0 49 22) 93 30

Juist – natürlich süß

Es ist ein Kreuz mit ihr – so viele Male muss der Kapitän Haken schlagen im Wattenmeer, sonst setzt seine Fähre auf. Die Reise vom Hafen in Norddeich dauert entsprechend lang, obwohl dem Passagier auf dem Schiff die Insel dauernd zum Greifen nah scheint. So erklären sich wohl die rund 33 000 Starts und Landungen pro Jahr auf dem kleinen Flughafen – das ist Platz zwei in Niedersachsen, gleich hinter Hannover-Langenhagen. Die Luftreise ist in fünf Minuten erledigt. Dann aber geht es weiter zu Fuß, auf dem Rad oder in der Pferdedroschke, denn Autos sind auf Juist verboten.

Der 17 Hektar große Hammersee und der riesige Kalfamer im Osten sind beliebte Ziele für Naturfreunde. Die Strände sind erste Güte. Und auch die Naschkatzen kommen auf ihre Kosten: Ein kleiner Laden in der Strandstraße 10 stellt selbst Nugat her. Das macht die Insel zur süßesten unter den Sieben.

Tipp: Rosinenstuten mit Butter essen in der Domäne Bill.

Fazit: Beste Strände, Natur, keine Autos.

Anreise: Ab Norddeich mit direktem Bahnanschluss – tideabhängig, daher nur ein- oder zweimal täglich, Flugzeug ab Norddeich.

Kurverwaltung Juist,
Strandstr. 5 (Rathaus), 26571 Juist,
Tel. (0 49 35) 80 91 05

Norderney – recht turbulent

Sie hat Temperament. Sie kann Surfer, Beachvolleyballer und Cineasten in ihren Bann ziehen. Das alte Kurtheater mit den roten Samtsesseln bietet eine ehrwürdige Atmosphäre für Auftritte aller Art. Das Warschauer Symphonieorchester spielt jeden Sommer auf. Manche lassen auch die Kugel im Kasino rollen. Die runde Milchbar und die Strandsauna gehören zum Kult. Das neue „bade:haus“ ist ein Wellnesstempel ersten Ranges. Sogar auf dem Dach lässt sich in einem „Schwitzkasten“ sitzen.

Von Singles über Familien bis zu Senioren finden auf Norderney alle, was sie suchen – von Kultur und Trubel bis zur Einsamkeit.

Tipp: In der Strandsauna sitzen und der Brandung zuschauen.

Fazit: Mit Bahn und Fähre schnell zu erreichen! Autos sind erlaubt.

Anreise: Ab Norddeich, Bahnhof – tideunabhängig bis zu 15-mal täglich.

Staatsbad Norderney GmbH,
Am Kurplatz 3, 26548 Norderney,
Tel. (0 49 32) 89 10

Baltrum – ganz langsam

Straßennamen gibt es auf Baltrum nicht, lediglich Hausnummern. Die werden der Reihe nach vergeben und sind jetzt bei etwa 330 angelangt. Die Insel mit ihren 500 Einwohnern wirkt wie eine Miniatur. Sogar die Inselkirche von 1862 hat innen nur Garagengröße. Partytrubel? Fehlanzeige. Hier wohnt die größte deutsche Lachmöwenkolonie. Hier hopsen Pferde fröhlich in den Marschwiesen am Watt. Hier hat der Gast endlich Ruhe, wahrscheinlich funktioniert nicht einmal das Handy.

Es ist die Insel, wo Gestresste wieder Ruhe finden, wenn sie können. Ein Programm mit Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten – das entfällt hier.

Tipp: Einkehren bei Tee, Wein und Kuchen im Café Kluntje, Sitzen wie in Großmutters Wohnstube unterm Reetdach.

Fazit: Wer wirklich abschalten möchte, ist hier goldrichtig.

Anreise: Mit dem Auto über die A 31, Aurich, Dorum bis Neßmersiel, Fähre tideabhängig, 30 Minuten Fahrzeit.

Tourist-Information, Kurverwaltung,
Postfach 1320,
26574 Baltrum,
Tel. (0 49 39) 80 28

Langeoog – sportlich aktiv

Ob Strandkegeln, Tischtennis oder Halbmarathon – Langeoog hat sich Sport auf die bunten Fahnen geschrieben. Manche entwickeln hier den Ehrgeiz, die Bedingungen für das Sportabzeichen zu erfüllen. Autos sind verboten. Doch elf Kilometer Länge wollen erst einmal überwunden sein. Die Fahrradverleiher haben vom Cruiser bis zum Tandem alles im Angebot. Ständig kommen Gäste, weil die Fähre ab Bensersiel tideunabhängig fährt. Sie braucht also nicht auf Flut zu warten, um eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben.

Höhepunkte sind die Aussichtsdüne Melkhörn, die Meierei im Osten oder auch die Teestube am Hafen mit Sanddorn-Pannacotta. Regionale Biokost ist im Seekrug in den Dünen zu finden. Dort wird das Fleisch der schottischen Hochlandrinder angeboten, die auf den Weiden grasen.

Tipp: Eine Nacht im Retro-Hotel im Stil der siebziger Jahre mit Blümchentapete.

Fazit: Sport und Spiel – nichts wird zu viel auf der autofreien Insel.

Anreise: Über die A 29, Wittmund, Esens bis Bensersiel, Fähre tideunabhängig bis zu neunmal täglich.

Kurverwaltung Langeoog, Hauptstr. 28, 26465 Langeoog, Tel. (0 49 72) 69 30

Spiekeroog – nicht nur schön

Wie viele Millionen Fotos haben die Gäste wohl von der schmucken Inselkirche und den grün-weißen Vorbauten der Klinkerhäuschen im Ort geknipst? Das alte Dorf ist so hübsch, da muss man zu Fuß gehen. Zumal hier tagsüber das Radeln ohnehin verboten ist. Die meisten sind mit ihrem Bollerwagen unterwegs. Da passt alles hinein – Sandförmchen, Thermoskanne, Kekse und Kinder. Auch Polizei und Kirche haben ihre Karren.

Der Strand liegt jedoch einen Kilometer vom Dorf entfernt. Es gibt kein Restaurant mit Seeblick. Ganz im Westen treffen sich die Kite- und andere Surfer im Old Laramie. Das ist Kult. Das verleiht der Insel noch einen weiteren Akzent. Dorthin zuckelt vom Dorf aus eine der letzten Museumspferdebahnen

Tipp: Abtanzen im Old Laramie am Westend.

Fazit: Idyll mit Bollerwagen und autofrei.

Anreise: Mit dem Auto über die A 29, Wittmund bis Neuharlingersiel, Fähre bis zu dreimal täglich.

Kurverwaltung, Noorderpad 25,
26474 Spiekeroog,
Tel. (0 49 76) 9 19 31 01

Wangerooge – guckst du

Wer im legendären Café Pudding sitzt, kann gar nicht anders: Schiffe gucken. Die größten der Welt setzen hier vor der Küste zum Schauschwimmen an. Sie wollen zum großen Hafen von Wilhelmshaven oder gleich nach Hamburg. Containerriesen, Öltanker und Frachter – alles ist dabei. Vorn im Internetzimmer der Kurverwaltung hängt sogar ein Bildschirm, der die Position, den Namen und die Schiffsgattung anzeigt.

Dasselbe findet sich im Restaurant Kruse, wo es ab und zu Steinbutt gibt – angeblich gerade gefangen. In diesem Lokal, dem der Seeblick fehlt, ist Schiffegucken auf dem Bildschirm ein beliebtes Hobby.

Eine Besonderheit: Heiraten im alten Leuchtturm ist gefragt. Die davor geparkte, alte, schwarze Insellok liefert die passende Kulisse für die weißen Kleider. Einen schönen Blick liefern auch die Fenster oben in der Suite der Jugendherberge im legendären Westturm.

Tipp: Unter der Weltkarte im Bistro Digger’s an der Oberen Strandpromenade sitzen und aufs Meer schauen.

Fazit: Gutes Essen, gut für Familien, gut ohne Autos.

Anreise: A 29, dann Wittmund bis Harlesiel, Fähre tideabhängig bis fünfmal täglich

Kurverwaltung Wangerooge,
Servicecenter, Strandpromenade 3,
26486 Wangerooge,
Tel. (0 44 69) 9 90

Knut Diers

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