Spatenstich mit Sonne: Bauherr Uwe Klingenberg (links), Architektin Sasha Foster und Bauunternehmer Matthias Ronge.
Bis zum Frühjahr soll auf dem Grundstück neben Ikea im Expo-Park seine 4000 Quadratmeter große Halle mit Verkaufsfläche, Galerie und Lager heranwachsen. Das Lager soll 50.000 Design-Klassiker umfassen, die der Unternehmer für Veranstaltungen verleihen und anschließend zu reduzierten Preisen verkaufen will. 3,3 Millionen Euro investiert Klingenberg für den Neubau, der vollständig mit weißen Aluminiumverbundplatten verkleidet wird .
Noch gleicht die Fläche zwar einem platt gewalzten Acker, aber Klingenberg führt seine Gäste bereits gut gelaunt durch das Haus, das noch nicht steht: „Kommen Sie mit in mein Büro, da erzähle ich Ihnen mehr.“ Das Büro liegt an der Straße mit direktem Blick auf den Nachbarn Ikea. Darüber freut sich der 49-Jährige und hofft: „Da fahren die Leute dann raus und bei uns rein.“ Er hat ausgerechnet, dass von den 20.000 Kunden, die das schwedische Möbelhaus am Wochenende aufsuchen, etwa zwei Prozent den Weg über die Straße nehmen. „Ikea und Klingenberg ist kein Kontrast, wir überlappen uns wunderbar.“
Musikproduzent Mousse T. kam in doppelter Funktion, um beim symbolischen Spatenstich zuzusehen. Klingenberg entsteht in der Nachbarschaft zu seinem Peppermint-Pavillon, und seine Lebensgefährtin Sasha Foster gestaltet den Innenausbau des neuen Designhauses. Auch rundherum tut sich wieder was. Den ehemaligen britischen Pavillon hat die Elektronikfirma BMS gekauft. Und Lumani Krüger, einziger Vertragspartner der italienischen Nobelmarke Ferrari in Niedersachsen, baut im Expo-Park ein 1300 Quadratmeter großes Verkaufshaus. Auch Möbelhändler Helmut Staude ist trotz aller Widrigkeiten nicht von seinen Plänen abgerückt, schräg gegenüber von Ikea zu bauen. Klingenberg hofft derweil auf einen Einzug pünktlich zu seinem 50. Geburtstag am 10. März. Bis dahin kann er sich auch in Abwesenheit von den Fortschritten überzeugen – er hat auf der Baustelle eine Webcam installiert.