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Messe

Infa ist gestartet


Jetzt kann die Kundschaft kommen. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Imkermeister Christoph Jung (37) an seinem Infa-Stand in Halle 22 soeben die letzte Pyramide aus seinen unzähligen Honiggläsern aufgetürmt, die seine rund sechs Millionen Bienen den Sommer über emsig gesammelt hatten.
Aufgetürmte Süßigkeiten: Imkermeister Christoph Jung stapelt in der Messehalle 22 seinen Honig hoch.

Aufgetürmte Süßigkeiten: Imkermeister Christoph Jung stapelt in der Messehalle 22 seinen Honig hoch.

© Surrey

Nach zwei Tagen Aufbau sei er jetzt froh, dass die Verbrauchermesse endlich losgehe, meint der Imker aus dem mecklenburgischen Schloss Warnitz, der bereits im zwölften Jahr auf Deutschlands größter Verbrauchermesse dabei ist.

Mindestens genauso fleißig wie Jung und seine Bienen trafen am Freitag auch die meisten anderen der rund 1200 Aussteller in den sieben Infa-Hallen ihre letzten Vorbereitungen. Am frühen Abend war dann das meiste geschafft. Und wenn am Sonnabend um 10 Uhr die Tore zur 56. Infa auf dem Messegelände geöffnet werden, dann wird auch der letzte Verkaufsartikel an seinem vorgesehenen Platz in der Standdekorationen stehen.

Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise hoffen die Händler und Aussteller auch in diesem Jahr auf einen guten Start. 2008 kamen alleine am ersten Wochenende 65.000 der am Ende rund 200.000 Besucher. Die Organisatoren hoffen, dass es zum Ende der Messe am Sonntag, 25. Oktober, wieder genau so viele sein werden. Petrus zumindest spielt schon mal mit. Bei Schauerwetter und kaltem Wind lädt die Infa förmlich dazu ein, den Wochenendbummel in die warmen Hallen auf das Messegelände zu verlegen.

Zu entdecken gibt es auf Deutschlands größter Verbrauchermesse jedenfalls wieder eine Menge. Von einfallsreichen Dekorationsideen über kulinarische Leckerbissen aus aller Welt bis hin zu einem ganzen Holzhaus in Halle 21. „Das ist aber bereits verkauft“, berichtet Hans-Peter Mahrholdt (60) vom Informationsdienst Holz, der interessierte Infa-Besucher in dem 170 Quadratmeter großen Haus in Passivbauweise über das natürliche Baumaterial aufklärt.

Neben der Vielfalt der verschiedenen Angebote lockt die Infa, die im Jahr 1954 einst als „Niedersächsische Hauswirtschaftliche Landesausstellung“ in der Stadthalle ihren Anfang nahm, auch mit prominenten Besuchern. So wird am Montag etwa Schauspielerin Iris Berben zu Gast sein. Schlagersänger Andy Borg setzt am Donnerstag schließlich einen der musikalischen Höhepunkte. Bis dahin hat Imker Christoph Jung dann auch mit Sicherheit seine Pyramiden aus Honiggläsern bereits mehrfach aufstocken müssen.

Die Infa geht vom 17. bis 25. Oktober, geöffnet ist sie täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 9, für Schüler 5 Euro). Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Mehr unter www.meine-infa.de.

von Stephan Fuhrer

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