Sprecher Johannes Neukirch teile mit: „Die Landeskirche hält die Aufklärung, ob ein rechtswidriges Verhalten bei der Weitergabe personenbezogener Daten vorlag, im öffentlichen Interesse für notwendig.“ Da es sich dabei um ein sogenanntes Offizialdelikt handele, müsse die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen von Amts wegen aufnehmen. Die Landeskirche habe deswegen von einer Anzeige wegen Geheimnisverrats abgesehen.
Im Raum steht weiterhin die Frage, ob möglicherweise Polizeibeamte die eigentlich vertraulich zu behandelnden Informationen über die Alkoholfahrt der Bischöfin nach außen trugen. Das muss nicht zwangsläufig der Fall sein. Fest steht, dass auch polizeiexterne Personen innerhalb kurzer Zeit von Käßmanns Fehltritt erfuhren oder zumindest Hinweise darauf erhielten. So verließ die Landesbischöfin gegen 24 Uhr das Polizeirevier in der Herschelstraße per Taxi. Nicht auszuschließen ist außerdem, dass Passanten beobachteten, wie Käßmann von der Polizei kontrolliert wurde und anschließend mit in den Streifenwagen steigen musste.
Im Innenministerium hat man keine Erklärung dafür, wie die Informationen an die Öffentlichkeit gelangten. Ein Sprecher sagte, Innenminister Uwe Schünemann hoffe, dass „die Staatsanwaltschaft hoffentlich Aufklärung schaffen“ werde. Berichten vom Montag zufolge wurde Schünemann bereits innerhalb weniger Stunden über die Trunkenheitsfahrt der Bischöfin informiert.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover sind seit Käßmanns Rücktritt vor zwei Wochen mindestens vier Anzeigen wegen eines möglichen Geheimnisverrats eingegangen. Der Fall wird von der Staatsanwaltschaft Lüneburg bearbeitet, um den Verdacht mangelnder Objektivität zu vermeiden. Die Akten sollen in den kommenden Tagen in Lüneburg eintreffen. Erst dann könne entschieden werden, ob überhaupt und in welche Richtung ermittelt werden soll, sagte die Lüneburger Staatsanwältin Angelika Klee.
Nach Angaben der Landeskirche hat Käßmann in den vergangenen Tagen rund 12 000 E-Mails erhalten. In ihren Schreiben drückten die Menschen Bedauern, andere ihre Kritik an Käßmann aus.
Kommentare
@Blindfischbekämpfer sapmi – 10.03.10
;-) .... und Grüße aus Sápmi!@ sapmi Blindfischbekämpfer – 10.03.10
Danke, und zurück :DIch will mich bessern, versprochen.
@Blindfischbekämpfer sapmi – 10.03.10
Gratulation!@ sapmi Blindfischbekämpfer – 10.03.10
Dann muss es auch wohl "wegen vermutlicher" heißen...Danke für den Hinweis; gut zu wissen, dass ich hier nicht der Einzige bin mit einer ausgeprägten Rechtsschreibschwäche. Schade, da es die HAZ-Redakteure gerne so vormachen :D
@Blindfischbekämpfer sapmi – 10.03.10
Reingefallen: ..."wegen rechtswidriger, strafbarer Handlungen"!Ich schule Sie gerne nach!
@ sapmi Blindfischbekämpfer – 10.03.10
Es ist genau ein m anstatt eines n und es ist ein Orthografiefehler, kein Grammatikfehler. Das nicht zu wissen liegt vielleicht bei Ihnen an der Fähigkeit, nur Schwäbisch, aber kein Hochdeutsch zu können :DTippfehler mache ich auch, aber so etwas ... sapmi – 10.03.10
..."vermutlichem rechtswidrigen strafbaren Handlungen"...So ist es eben, hier ein Defizit in Grammatik, dort eines in Gemeinschaftskunde;-)
Hannoveraner Blindfischbekämpfer – 10.03.10
Aha, der nächste Ahnungslose.Nochmal. Es laufen zwei Ermittlungsverfahren wegen vermutlichem rechtswidrigen strafbaren Handlungen sowohl von Frau Käßmann und "Unbekannt" wegen Geheimnisverrats.
Letzteres soll Frau Käßmann nicht entlasten und die EKD wird sich hüten, zu versuchen, auf die Staatsanwaltschaft Enfluß zu nehmen. Dies ist keine Bananenrepublik und daher muss auch geprüft werden, ob hier Polizisten gegen Bakschisch geplaudert haben und so u.a. die Persönlichkeitsrechte von Frau Käßmann verletzt wurden.
@Blindfischbekämpfer sapmi – 10.03.10
Nachtrag:"ob da etwas bei herauskommt" ...
Erinnert mich an "da nicht für"!
Eine solche Grammatik tut selbst einem Schwaben weh.
Herr schmeiß Hirn ra ... sapmi – 10.03.10
@ Hallo Anneliese und sonstige Besorgte: Wie ist es eigentlich bei dem Welfenprinzen, liegt da auch Geheimnisverrat vor? Dem muß ich mal nen Tipp geben ...... Ich krieg mich nimmer vor so viel Einfalt, welche auch nicht durch schwulstiges Geschwafel (Hallo Amblyopsidae-Gegner) kaschiert wird.Mir gefällt es auf diesem Spielplatz der Pseudogelehrten;-)
Übrigens: Im letzten Jahr gab es in H 48 Verkehrstote. Somit ist der Nachweis erbracht, dass Autos, insbesondere solche betrunkener Führer/innen, geeignet sind, Menschen umzubringen ... nicht nur Waffen, welche Soldaten bei sich führen.
Fr. Käßmann D. Jembke – 09.03.10
Sehr schade das sie so tief ins Glas geschaut hatte.Ich persönlich fand ihren Einsatz für Weltfrieden, für Arbeitslose, arme Menschen aber auch im allgemeinen sehr gut.
Hoffentlich bleibt etwas von ihrem
Mut und ihren frischen Ideen in der ev. Kirche erhalten.
Jörg Käßmann Gerd Randolf – 09.03.10
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Thema am Kochen halten Karl Wilhelm – 09.03.10
Wenn die Kirche das Thema gern am Kochen halten möchte: Nur zu! Ich brauche immer etwas Motivation, um unbeliebte Arbeiten (in diesem Fall meinen Kirchenaustritt) zu erledigen.Fall M. Käßmann Anneliese G. – 09.03.10
Frau M. Käßmann hat gegen das Gesetz verstoßen. Das bedeutet aber nicht, daß sie nun keine Rechte mehr besitzt, wie hier viele wohl annehmen.Es muß schon geklärt werden, ob ein Geheimnsiverrat vorliegt und wer ihn begangen hat!!!! Das ist doch wohl Sonnenklar.
Wer hat hier gesündigt? Hannoveraner – 09.03.10
Jetzt bitte nicht vom Fehler von Frau Käßmann ablenken. Sie fährt betrunken mit dem Phaeton und in der Fastenzeit (hat die Kirche das auch schon verziehen?) durch die Stadt und jetzt soll gegen Polizisten ermittelt werden? Wenn die Kirche Frau Käßmann verzeiht, dann kann es Frau Käßmann bestimmt auch (und wenn sie auf die Staatsanwaltsschaft positiv Einfluß nimmt). Michael Lerchenberg sagte: "Der Evangele am besten gar nichts trinkt, weil sonst man ihm den Lappen nimmt". In diesem Sinne: Prost! Nüchtern kann man das Vorgehen gegen die Polizei nicht ertragen!t.derg Judge Law – 09.03.10
"Ich hoffe, daß das zuständige Gericht sich bei der Strafbemessung für Frau K. mal an der Courage der Polizeibeamten orientiert, die mit Ihrer Diensteinstellung vorbildlich sind."Seit wann spielen derartig abwegige Aspekte bei der Strafzumessung eines Gerichtes eine Rolle?
Courage? Die Polizisten haben ihre Arbeit gemacht und fertig.
Jubelperser?
@ T.Derg Blindfischbekämpfer – 09.03.10
Und der nächste Fall...Warum sollten sich Polizisten demnächst vorsichtiger verhalten? Die sollen ihren Job machen gemäß der für sie geltenden Vorschriften.
D.h. für eine Blutprobe eine richterliche Genehmigung einholen - die können glücklich sein, dass Frau Käßmann sich nicht geweigert hat, sonst hätten sie nämlich ein Problem gehabt. Die Polizisten, die Frau Käßmann angehalten haben, werden als Zeugen vernommen werden, warum sollte das Gericht sie anders behandeln als Andere?
Stimmt was mit Ihnen nicht?
Umfrage JP2 – 09.03.10
Angenommen, es wäre bei der Polizei oder sonstwo nichts an die Presse durchgesickert:() Käßmann wäre trotzdem zurückgetreten
() Schwamm drüber, aussitzen
Bitte abstimmen.
Besoffen durch die Innenstadt bettern T. Derg – 09.03.10
Mensch Frank, wie soll man das denn sonst nennen? Angeheitert Auto fahren? Ein bischen zu tief ins Glas geschaut?Und was haben Steuererklärungen mit besoffen Autofahren zu tun?
Frau Bischöfin hatte volle 1,58 Umdrehungen, DAS IST WEDER SPASS NOCH EIN KAVALIERSDELIKT!
Aber es gibt auch nichts mehr wiedergutzumachen. Ich hoffe, daß das zuständige Gericht sich bei der Strafbemessung für Frau K. mal an der Courage der Polizeibeamten orientiert, die mit Ihrer Diensteinstellung vorbildlich sind. Diese Beamten bekommen - wenn sie jetzt rausgeschmissen werden - kein von uns Steuerzahler gesponsortes Gehalt wie die ehemalige Bischöfin!
Aber nach diesem ganzen Verratsgetöse werden sich Polizisten bei zukünftigen Kontrollen vorsichtiger verhalten, denn: Weder auf Erden noch sonstwo sind alle Menschen gleich, wie uns der Fall K. lehrt!
@Jörg Allner Frank – 09.03.10
Herr Allner, bitte veröffentlichen sie hier mal ihre Steuererklärung. Es kann ja nicht sein, das moralisch bessergestellte aus purer Unwissenheit über andere Menschen herziehen, unwahre Porvokationen verbreiten (wie "durch die Stadt brettern") ohne den Beweis anzutreten, dass sie selber ohne jeden Fehl und Tadel sind und auch wirklich so moralisch hochstehend. Ich werde dann gerne anhand ihrer persönlichen Unterlagen prüfen, ob bei Ihnen alles okay ist und sie ein korrekter Steuerbürger sind. Sollten sie sich hier auf ihr Persönlichkeitsrecht berufen, dann haben sie auch KEINEN Anlass über andere zu urteilen - SHUT UP!Was ist wichtiger Was ist wichtiger – 09.03.10
Was ist wichtiger?Ob der oder die Fehler überhaupt gemacht hat oder wie man weiss, wie der oder die Fehler macht?
Was ist wichtiger?
"Mach den Jörg nieder" geht am Thema vorbei Urban Ibarras – 09.03.10
Kommentar von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen www.haz.de/nutzungsbedingungen.@Besserwisser Benno – 09.03.10
Nach der Gaußschen Verteilkurve: einmal reicht!auch in den eigenen Reihen schauen pro Käßmann – 09.03.10
die Landeskirche wäre meiner Ansicht nach gut beraten, auch in den eigenen Reihen nach illoyalen Menschen zu schauen, die Informationen weiter gegeben haben. Zu fragen ist ja auch wie bereits am Vormittag vor der Pressekonferenz von Frau Käßmanns Rücktritt die Rede sein konnte. Es spricht doch einiges dafür, dass Frau Käßmann in den eigenen Reihen Widersacher hatte, die nur auf einen Anlass gewartet haben@ Jörg Allner Blindfischbekämpfer – 09.03.10
Aha, der nächste Unwissende."In welchen Land leben wir eigentlich, in dem die Kirchenfürsten für sich reklamieren, dass Straftaten, die eine Gefährdung der Öffentlichkeit beinhalten, ihre Privatsache sei?"
Das behauptet niemand. Privatsache schon gar nicht, deshalb gibt es ein öffentliches Ermittlungsverfahren und weitere strafrechtliche Verfahren.
Privatsache ist nur, dass ein Tatverdächtiger durch möglicherweise Undichtigkeiten in der öffentlichen Verwaltung seiner Persönlichkeitsrechte "beraubt" wird. Das muss niemand hinnehmen. Daher wird nun auch gegen Unbekannt wegen Geheimnisverrates ermittelt - ob da etwas bei herauskommt, ist fraglich.
Was Sie hier regelmäßig von sich geben, geht immer haarscharf am Thema vorbei. Hatten Sie das Problem in der Schule auch schon?
@BRUCE Justitia – 09.03.10
Seit wann haben wir in Niedersachsen ZWEI Landeskirchen? Es gibt FÜNF davon!Die kleinen Sünden bestraft der Chef .. Jörg Allner – 09.03.10
.. von Frau Käßmann sofort, für die größeren nimmt er sich mehr Zeit. Von Geheimnisverrat kann allerdings in diesem Zusammenhang nie und nimmer die Rede sein, denn es kann und darf nicht sein, dass die Mächtigen in diesem Land nächtens sturztrunken in ihren Luxuskarossen durch die Stadt brettern, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.In welchen Land leben wir eigentlich, in dem die Kirchenfürsten für sich reklamieren, dass Straftaten, die eine Gefährdung der Öffentlichkeit beinhalten, ihre Privatsache sei?
Margot Käßmann sollte ihr B8/8.000 Euro/Monat nehmen, schweigen und Buße tun und nicht durch ihre Lakaien auf andere zeigen.
Laberköppe Arbeitender – 09.03.10
Boah ihr seid wohl alle arbeitslos. So ein Gefasel ...@whoknows sapmi – 09.03.10
Grundsätzlich widerspreche ich ihnen nicht. Ich kenne Luthers "Thesen" zur Buße usw. sehr wohl. Nur liessen Sie ausser Acht, dass es eben Frau K. war, welche dazu aufrief, die Fastenzeit zu (be)achten. Und genau daran, Wasser predigen und Wein trinken, stoßen sich sehr viele Menschen, und gerade daran, muß sie sich messen lassen. Doch nicht nur daran!Und wenn Sie Luther schon erwähnen, so darf ich Sie auf einen Artikel aufmerksam machen, welcher in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung nachzulesen ist.
@ sapmi Bruce – 09.03.10
Kommentar von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen www.haz.de/nutzungsbedingungen.@ sapmi whoknows – 09.03.10
Ich möchte gar keinen schlagen, sondern informieren. Die Sichtweise von Luther auf das Fasten finde ich bedenkenswert, letztlich steckt dahinter, dass es nicht reicht sich ab und an maßvoll zu verhalten, sondern man sollte immer maßvoll Leben, dann kann man dies auch das ganze Jahr durch machen.Mit der Frage ob auch für Frau Käßmann der Datenschutz gilt hat das allerdings nichts zu tun und das war ja die relevante Frage im Artikel.
Käßmann Ich II – 09.03.10
Als wüßte die HAZ das nicht selbst, wie man an solche Informationen gelangt. Tse.........Nicht so vorlaut sein sapmi – 09.03.10
@Boris Risob"Nichtsdestoweniger" läßt auch nicht unbedingt auf eine akademische Ausbildung schliessen!
@whoknows
Frau K. ist wohl keine gute Lutheranerin, wie sonst konnte sie an Aschermittwoch empfehlen, die Fastenzeit "zu leben" und wie sonst konnte sie ein "Fastenbüchlein" verfassen.
Ihr seid immer wieder mit Euren eigenen Waffen zu schlagen!
H.S. Prof. – 09.03.10
Die dümmsten Allgemeinwissenden kommen aus studierten Kreisen. Es sagen schon Philosophen, hohe Intelligenz schließt hohe Einfalt nicht aus.Käßmann Besserwisser – 09.03.10
Wie oft muss ich eine Straftat begehen bis ich einmal ertappt werde?Boris Dr.Ex – 09.03.10
Es gibt auch Fachidioten! Wenn die Presse am Tatabend gezielt von Beamten informiert worden wäre, hätte noch am selben Tag ein Bericht in BILD-ONLINE gestanden und nicht erst drei Tage später. Der Verdacht liegt doch nahe, daß aus Käßmanns eigenem Promiumfeld etwas durchgesickert ist. Nach dem Motto, haste schon gehört die Käßmann. Ausserdem sitzen an Wochenenden immer an allen ereignisrelevanten Stellen Reporter vorort um zu sehen wer ein- und ausgeht und was passiert.@ UM HS – 09.03.10
.....auch hier wieder nur ein besonders einfältiger Kommentar - etwas anderes ist auch nicht zu erwarten!@Boris Risob whoknows – 09.03.10
Danke, zumindest sind sie hier nicht ganz allein.Es ist einfach so, dass jemand der einen Fehler gemacht hat, damit nicht das Recht verwirkt auf andere Fehler hinzuweisen, auch wenn manche das gerne so hätten.
Darüberhinaus noch ein paar Anmerkungen:
- Den Fall Trunkenheitsfahrt von Frau Käßmann in Zusammenhang mit der Kinderschänderei in der katholischen Kirche zu setzen ist schäbig.
- Eine Unfehlbarkeit beansprucht in der evangelischen Kirche niemand, im Gegenteil.
- Speisenverzicht in der "Fastenzeit" ist nicht lutherich, Luther sagte: „Kein Christ ist zu den Werken, die Gott nicht geboten hat, verpflichtet. Er darf also zu jeder Zeit jegliche Speise essen.“
@ Boris Risop Olli – 09.03.10
Im Grunde stimme ich Ihnen zu. Die Vorgänge müssen getrennt voneinander beurteilt werden. Falls die Informationen tatsächlich von einer Behörde kamen, wird sich am Ende aber wahrscheinlich herausstellen, dass die Informationen vom presserechtlichen Informationsanspruch gedeckt waren.Trotz alledem mutet es komisch an, wenn die Kirche sich mit keiner Silbe zum Thema Alkohol im Straßenverkehr äußert, sondern mit dem Finger auf andere zeigt und damit eine Art Opferrolle einnimmt. Das erinnert an die Dopingfälle im Radsport, bei denen nach der Veröffentlichung erstmal das Verfahren der Untersuchung bezweifelt wurde. Der Vorgang der Informationsbeschaffung wird doch sogar ohne Anzeige untersucht. Dann muss sich die Kirche doch erst recht nicht öffentlich dazu erklären.
Offenkundig posten in HAZ-Foren leider auch zu pueblo33 – 09.03.10
....schonmal was von eigentor gehört herr risob? die angesprochenen 90% sollten dir zu denken geben! herr professor..Hans Blindfischbekämpfer – 09.03.10
1. Trunkenheitsfahrt2. Geheimnisverrat
Beides Straftaten, die jeweils ein Ermittlungsverfahren nach sich ziehen. Und zwar nicht,um vom 1. Verfahren abzulenken.
Haben Sie eine Schule besucht und Gemeinschaftskunde gehabt? Erinnern Sie sich...
Lalleluja! J. Daniels – 09.03.10
... und was, wenn Frau Käßmann oder ihr Beifahrer selber die Info unter dem Mantel der Verschwiegenheit an Bekannte oder vermeintliche Freunde weitererzählt haben und diese dann geplappert haben...Offenkundig posten in HAZ-Foren leider auch zu... Boris Risob – 09.03.10
...90% nur Leser, die eine Hochschule nie von innen gesehen haben. Anders vermag ich mir die mangelnde Befähigung zu einer differenzierten Betrachtung eines Sachverhalts nicht zu erklären. Niemand bestreitet Käßmanns Trunkenheitfahrt; sie hat persönliche Konsequenzen gezogen und wird darüber hinaus - wie jeder Fahrzeugführer, der eine Ordnungswidrigkeit oder (im ggb. Fall nach §316 StGB) Straftat begeht - entsprechend juristisch sanktioniert. Nichtsdestoweniger _kann_ die Weitergabe personenbezogener Daten, zumal in einem schwebenden Verfahren, einen Rechtsverstoß darstellen, der ebenso zu ahnden ist. Entsprechend ist diesem Sachverhalt nachzugehen und nach Möglichkeit für Aufklärung zu sorgen. Ein Unrecht wiegt ein anderes nicht auf.Vom Täter zum Opfer Hans – 09.03.10
Interessant, wie wieder einmal aus einem Täter ein Opfer gemacht wird. Wer betrunken Auto fährt, handelt verantwortungslos und gefährdet das Leib und Leben anderer. Da muss man nun nichts rumdiskutieren...die Kirche fordert...mal wieder! irgendwer – 09.03.10
Es ist schon amusant, was hier in der Zeitung so alles zu lesen ist.Lauter Spekulationen über das Falsch und das Richtig! Fakt ist, die erste Frau im "Kirchenstaat" hat die Last des Amtes so lange aufrecht hgetragen, bis sie zusammenbrach. Das ist doch absolut menschlich. Der Klerus,- egal welcher Couleur-, ist gespalten. das ist doch so deutlich erkennbar, wie nie zuvor.Die ewig Gestrigen gibt es noch! Die Reformbremser und Besserwisser. >Die Bedenkenträger, die Angst vor der Entlarvung haben. Und die Jungen, die frischen Wilden und am Puls der Zeit orientiert lebenden "Amtsbrüder" müssen heftig sztrampeln, um nicht "diszipliniert" zu werden. Jeder hört die Kakophonie des Zähneklapperns, wenn er nuir aufmerksam genug ist.
Ich sagew, es musste so kommen, wie es kam. Das ist Schicksal. Bezüglich der "Information" der Öffentlichkeit kann man nur spekulieren. Jetzt soll alles unter dem Deckmantel der "Gerechtigkeit" aufgeklärt werden? Da darf man Zweifel anmelden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Informationen gegen Geld zu haben sind. Der Zeuge, der bei der Landesbischöfin im Fahzeug saß, ist für das Verfahrenb nicht wichtig, weill alle Tatbestände unstrittig sind und weil es nicht darum gehen kann, der armen Täterin die Schuld nachzuweisen. Begünstigung oder ähnliche Tatbestände kommen hier nicht in Frage.- Also: Was wissen die Herren aus der Politik und die profitierenden Kirchenfürsten wirklich. Fragen wir uns also : Cui bono, Herr Richter!?
Die gute Hirtin sapmi – 09.03.10
@rewaNun muß ich Ihnen mal in das Stammbuch schreiben, dass es der Kirche sch....egal ist, wenn man ihr den Rücken kehrt.
Ich bin Christ und ich war in meiner Gemeinde sehr aktiv, bis der Pastor gemobbt und in niederträchtiger Weise, mit Wissen des Landeskirchenamtes, "gegangen" wurde. Durch diesen unglaublichen Vorgang fiel es mir wie Schuppen von den Augen... Ich trat aus der Kirche aus und ich informierte die Bischöfin über meinen Austritt und natürlich auch über die Gründe. Von einer "guten Hirtin" hätte ich mehr erwartet als schweigen.
Alles über einen Kamm scheren rewa – 09.03.10
Sicherlich ist die Trunkenheitsfahrt von Frau Käßmann nicht zu akzeptieren und sie hat die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Auch ist das nun folgende Strafverfahren in Ordnung. Aber dadurch die Kirche mit ihren tausenden beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu defamieren, ist absoluter Schwachsinn. Wenn Vorstandsvorsitzende eines Weltunternehmens sich sogar verbrecherisch benehmen können, ohne das auf den Konzern als solches eingedroschen wird, sollte man die Ev. Kirche und eine ihrer Führungspersonen strikt trennen.Es ist einfach, nach dem Fehlverhalten von Frau Käßmann aus der Kirche auszutreten (tolle Begründung :( ), aber wenn für Kindergärten, Krankenhäuser u. ä. kein Geld mehr da ist, was dann? Vielleicht würde es den "Ausgetretenen" auch gefallen, für jeden kirchlichen Feiertag einen Urlaubstag zu Opfern ;)
Trunkenheit antialk – 09.03.10
Jetzt sieht man mal wieder die Doppelmoral der Kirche. Besoffen Autofahren nicht so schlimm aber wer es der Presse gesteckt hat, dass ist wichtig.Wer mit soviel Promille noch Auto fahren kann der ist dies gewöhnt und macht dies nicht zum ersten mal.
Täterkreis UM – 09.03.10
Die Staatsanwaltschaft sollte als erstes Frau Käßmann selbst vernehmen.Ich könnte mir gut vorstellen das Jemand der voll ist wie eine Feldhaubitze (1,54 Promille!) zum engeren Täterkreis der "Geheimnisverräter" gehört.
@sapmi
Volle Zustimmung.
pattenser hannoveraner – 09.03.10
Genau das was Sie schreiben ist völliger Unfug. Die Bildzeitungsleser zu diffamieren macht keinen Sinn. Setzen Sie sich mit ihrer Moral mal dafür ein, daß noch mehr Prominente in öffentlichen Ämtern den Hut nehmen müssen nach ihren Fehltritten. Genau das was Sie wollen, mit Vertuschung, gleicht einer Bananenrepublik. Da kann jeder mit etwas Trinkgeld das Recht drehen wie er will.Frechheit Ein Seelzer – 09.03.10
"Landeskirche fordert Aufklärung im Fall Käßmann"Hier meldet sich die Kirche voller Empörung zu Wort und fordert Aufklärung.
Als ich das las, stieg eine Wut in mir hoch, wie ich sie lange zeit nicht empfunden habe.
Die Kirche sollte sich lieber um die Opfer kümmern die durch Kirchenmänner missbraucht wurden. Um die Aufklärung der Vielzahl von Missbrauchsfällen. Um Klarheit die zur Bestrafung der Täter führen.
Aber nein hier hält sich die Kirche zurück und deckt die Täter.
Eine Schande ist das.
Und die Justiz
Die trunkenheitsfahrt der Frau käßmann war auf keinen fall richtig. Sie wird mit allen mitteln der Justiz verfolgt. Aber was passiert mit den vielen priestern, Pastoren und ... was ist mit der strafrechtlichen Verfolgung derer. Kann man nix mehr machen, ist verjährt. Lächerlich. Die seelischen narben der betroffenen Kinder verjähren auch nicht. Damit haben sie ihr ganzes leben zu kämpfen.
Aber darin war die Kirche schon immer gut, verleugnen, herunter spielen, abstreiten, lügen, die Wahrheit verdrehen, sich die Taschen und Klingelbeutel vollstecken, andere an der Pranger stellen u.s.w.
Mein glaube ist zerrüttet.
Sie ist weg - und nun ist genug! sapmi – 09.03.10
Kässmann suchte jede Möglichkeit, sich medienwirksam zu präsentieren. Nun wurde sie sich selbst zum Verhängnis: Zu Aschermittwoch noch predigte sie ihren Schäflein für die Fastenzeit Wasser, um drei Tage später Wein zu trinken, und zwar in einem strafrechtlich relevanten Masse. Nur ist das Verhängnis nicht so groß, denn sie, die sich eine Auszeit gönnt, streicht weiterhin Bischöfinnengehalt ein. Kein Arbeitnehmer, der aus eigenem Entschluß seinen Job an den Nagel hängt, kann sich eine Auszeit gönnen. Nein, er bekommt als erste Maßregelung von der Arbeitsverwaltung eine Sperrfrist beim Bezug von AL-Geld verpasst, und danach, im Alter von 52 Jahren z.B., fällt er nicht in Gottes Hand bzw. in den Klingelbeutel der Kirche, sondern in jenes soziale Netz, welches HarzIV genannt wird. Was mich in diesem Zusammenhang ärgert ist dies, dass Frau Bischöfin a.D. zurückgehende Kirchensteueraufkommen beklagt/e, selbst jedoch aus dem Vollen schöpft. Lebte sie auch hier vor, was sie predigte, so gäbe sie sich mit einem Pastorinnengehalt zufrieden. Aber sie predigte ja auch, es könnten mit den Waffen der Soldaten Menschen umgebracht werden, um betrunken ein Kraftfahrzeug zu führen und dabei eine Straftat und eine Ordnungswidrigkeit zu begehen. Dabei verdrängte sie wohl, wie viele Menschen täglich durch Kraftfahrzeuge, gerade wenn Alkohol im Spiele ist, körperliche Schäden erleiden und zu Tode kommen.Und was da nun losgetreten wurde, nun auch von der Kirche, erfreut mich, denn der Schuß wird nach hinten los gehen. Spätestens dann, wenn sie sich vielleicht doch zur Person ihres Mitfahrers erklären muß.
Das ganze Geschwafle um den Persönlichkeitsschutz und diese Steinewerferei ist so etwas von daneben, insbesondere wenn diese Vorwürfe von der "Gemeinschaft der Heiligen" (3. Artikel) kommen, welche sich besser Gemeinschaft der Scheinheiligen bezeichnete.
Wer wie K. geradezu nach öffentlichen Auftritten schrie, muß sich nicht wundern, wenn ihr in allen Lebenslagen öffentliches Interesse zuteil wurde und wird. Frau K. weiss das ganz gewiss, und es ist sicher nicht in ihrem Sinne, dass das Wasser weiter am Sieden gehalten wird.
All jene, welche es gut mit ihrer "Ex-Hirtin" meinen, sollten einfach schweigen. Doch sie tun es nicht, weshalb gerade sie die Schufte sind, und nicht jene zwei Polizeibeamten, welche an einem Samstag zu später Stunde eine Ordnungswidrigkeit beobachteten, und korrekt, das heisst ohne Ansehen der Person, handelten.
Ich bin wirklich froh darüber, dieser Kirche, die gewiss nicht das Wohlgefallen ihres Herrn findet, nicht mehr anzugehören. So muß ich mich nicht schämen!
was sich Kirche noch erlaubt julia – 09.03.10
Unglaublich was sich die Kirche erlaubt. Diese darf überhaupt keine Forderung erheben. Immerhin ist Frau K. eine öffentliche Person. Zudem hat sie die Öffentlichkeit geradezu gesucht.Nun herumjammern, daß die Daten egal wie auch immer an die Öffentlichkeit kamen, ist bezeichnend.
Am liebsten wären es den Kirchen auch gewesen, daß die Verfehlungen von einigen Kirchenvertretern in Sachen Mißbrauch von Jugendlichen nicht in die Öffentlichkeit gelangt wären.
Bei beiden Verfehlungen handelt es sich um Straftaten.
Unpassender Vergleich! Pattenser – 08.03.10
Die Straftaten an Minderjährigen und deren späte Aufklärung haben auch nichts mit dem Vergehen von Frau Käßmann zu tun, dies ist blanker Unfug. Es kann hingegen nicht sein, das vertrauliche Informationen von Unbekannten an die Presse lanciert werden. Wer dies zu rechtfertigen meint, leistet einer Bananenrepublik Vorschub. Im übrigen, wenn jeder Fehltritt einer prominenten Person, jeweils zum beruflichen Exitus führen würde, würde sich die Reihen nicht nur der Politiker deutlich lichten. Aber ist Moral überhaupt noch ein Thema? Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Moral einer Bild-Zeitung iat die Moral der Verblödeten in unserem Land.10000 jahre Irr - Glauben +++ WOLFGANG HEISIG ASTROLOGE HANNOVER – 08.03.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenMenschen drücken Bedauern aus Rubber Duck – 08.03.10
Sicher war Käßmanns Rücktritt bedauerlich, aber eben auch unabwendbar notwendig.Nun als Ablenkungsmanöver die Schuld bei anderen zu suchen ist das typische Verhalten von Kirchen, die ja unfehlbar sind und immer recht haben. Genau diese Denkweise führt nicht nur zu Anzeigen gegen Polizeibeamte, denen Geheimnisverrat unterstellt wird. Sie führt auch zur Vertuschung von Kindesmissbrauch innerhalb kirchlicher Einrichtungen. Deshalb ist dieses Nachtreten der ev. Landeskirche weit schlimmer als der Fehltritt von Frau Käßmann.