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Studenten in Hannover räumen Audimax freiwillig

Besetzer Studenten in Hannover räumen Audimax freiwillig

Die studentische Besetzung des Audimax der Leibniz Universität ist beendet, der Protest der Studierenden gegen die Lernbedingungen aber hält an. Am Montagvormittag kamen die rund 130 Besetzer einer möglichen Räumung des Audimax zuvor und zogen in den 14. Stock des Conti-Gebäudes am Königsworther Platz um.

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Neuer Freiraum im 14. Stock: Der studentische Protest hat sich verlagert.

Quelle: Rainer Surrey

Am vergangenen Freitag hatte das Uni-Präsidium die Studenten „nachdrücklich und letztmalig“ aufgefordert, das Audimax „umgehend zu räumen“. Anderenfalls werde man von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Den Umzug der Besetzer kommentierte Präsident Erich Barke gestern nicht. Trotz des Umzugs versäumten es die Besetzer nicht, dem Präsidium ihr „Unverständnis“ über die Aufforderung kundzutun. So hatte die Uni-Leitung in ihrem Schreiben klargemacht, die mit der Besetzung einhergehenden Behinderungen nicht länger tolerieren zu wollen. Diese Behinderungen seien „aus unserer Sicht minimal“, heißt es in einem Antwortschreiben, das die Studenten gestern an das Präsidium sandten. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten gegenseitig die Blockade von Gesprächen vor.

In dem neuen „studentischen Freiraum“ im 14. Stock wollen die Besetzer ihre Arbeit fortsetzen. Hier sollen Forderungen erarbeitet, Netzwerkarbeit geleistet und Aktionen geplant werden. Dazu haben die Studenten eigens ein Streikcafé eingerichtet. Normalerweise befinden sich in dem Stockwerk studentische Arbeitsräume. Auch weiterhin sollen Kommilitonen die Gelegenheit haben, in dem Stockwerk zu arbeiten, heißt es vonseiten der Studenten.

Mitspracherecht eingefordert: Noch am Morgen hatten sich rund 120 Studierende aus Hannover, Braunschweig, Lüneburg und Hildesheim am Steintor getroffen, um ihre Teilnahme an den laufenden Gesprächen des niedersächsischen Wissenschaftsministerium zur Neujustierung des Bologna-Prozesses zu fordern. „Wir wollen mit ins Boot“, riefen die Demonstranten. Die Arbeitsgruppe des Ministeriums, an der unter anderem auch die Hochschulen beteiligt sind, hatte sich gestern zu ihrer ersten Sitzung in der Tierärztlichen Hochschule (TiHO) getroffen. Noch während die Studentenkundgebung lief, wurde bekannt, dass Wissenschaftsminister Lutz Stratmann einige Studierende spontan in den Gesprächen zu Wort kommen ließ. Daraufhin machten sich auch Vertreter der verschiedenen Hochschulstandorte auf den Weg zur TiHO. Kurt Neubert, Sprecher des Ministeriums, erklärte am Nachmittag, dass man nun künftig auch AStA-Vertreter der verschiedenen Hochschuleinrichtungen in die Gespräche einbinden wolle.

von Felix Harbart 
und Stephan Fuhrer

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