Wenn morgens die Sonne in Hannovers Osten aufgeht, dann wärmt sie zuerst im Misburger Wald die Nutzer des europaweit größten FKK-Badesees, bescheint dann sanft die noch vom Morgentau benetzte Eilenriede und heizt schließlich der Länge nach die Lister Meile auf, wo sich an Cafétischen morgens junge Mütter mit den wohl teuersten Kinderwagen der Stadt zum Frühstücksplausch treffen. Aber nicht nur die Sonne beschenkt den Nordosten Hannovers reichlich. Nirgendwo in der Großstadt gibt es so dichtes Grün (Stadtwald), eine so große Vielfalt der Wohnformen (von vielen Millionärsvillen bis zu Sozialwohnblöcken), so glückliche Bewohner (laut Umfrage der Stadt) – und so viel Unterschiede zwischen Arm und Reich. Der Stadtkämmerer registriert hier mit Freude die höchsten Einkommen (Isernhagen-Süd, Zooviertel), zugleich zählt der Sahlkamp, immerhin kinderreichster Stadtteil, zu den problematischsten Vierteln Hannovers.
Quirlig ist es fast überall. Wer etwa am Donnerstagmittag, wenn die Markthändler ihre Verkaufsstände in Position bringen, über „die Meile“ schlendert, der trifft vielleicht auf die Ergotherapeutin Ina Kostros, die einen großen Bund Sonnenblumen kauft. Und nicht nur Sonnenblumen. „Hier bekomme ich alles, was wir brauchen“, sagt die 32-Jährige und strahlt mit den Blumen um die Wette. Sie arbeitet im Dana-Seniorenheim und kauft auf dem Wochenmarkt die Utensilien, die sie zum Dekorieren und Basteln mit den Bewohnern benötigt. Oft nimmt sie auch Bewohner mit zum gemeinsamen Schlendern in der Meile. Bewegung tut schließlich gut, und eine Fußgängerzone vor der Tür hat nicht jedes Wohnquartier Hannovers zu bieten.
Den kompletten Text lesen Sie in der Mittwochausgabe der HAZ oder alternativ im E-Paper.
HAZ.de Anmeldung