Hannover. Welcher hannoversche Stadtteil hat die meisten Theaterstandorte? Welches Viertel hat die meisten Gymnasien plus Waldorf- und Montessorischule? Wo finden sich Stadtarchiv, Zentral- und Stadtteilbücherei, NDR-Konzertsaal, Sprengel- und Landesmuseum sowie – an der Engesohde – der historisch bedeutsamste Friedhof der Stadt? Keiner kennt die Antwort „Südstadt“ besser als Lothar Pollähne, und als Bezirksbürgermeister ist er natürlich stolz, diesem Hort von Kultur und Bildung von Amts wegen vorzustehen. Ach ja, und dann fallen ihm auch noch die sechs Südstädter Stadtbahnlinien und die S-Bahnstation ein. „Stadt in der Großstadt“ nennt er das Viertel zwischen Aegi und Döhrener Turm, und mit 38.000 Einwohnern stößt dieses Häusermeer ja tatsächlich in Kleinstadt-Dimensionen vor.
Der hinter der List zweitgrößte Stadtteil hat aber noch mehr Sahnestücke zu bieten, und die machen Appetit weit über die kommunalen Grenzen hinaus: den Maschsee mit seinem jährlichen großen Fest, den kleinen Ableger Drachenbootfestival und eine Wellness-Oase mit Strandbad. „Eigentlich bräuchte man das Quartier gar nicht zu verlassen“, sagt Pollähne. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die Zufriedensheitswerte der Anwohnerschaft immer wieder brillant sind.
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