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10 Jahre Region Hannover

Hannovers Westen: Wo der Wind herkommt und das Lächeln sanft ist


10 Jahre wird die Region Hannover in diesem Jahr alt – die HAZ hat alle Städte und Gemeinden besucht. Die letzten fünf Teile unserer Serie widmen sich dem Zentrum der Region, der Landeshauptstadt. Diesmal: Hannovers Westen.
„Das blaue Wunder“: Die Scilla-Blüte am Lindener Berg.

„Das blaue Wunder“: Die Scilla-Blüte am Lindener Berg.

© Hagemann

Blaue Blumen und wandernde Frösche, Arbeiter- und Multikultur, Freidenkertum und eingewanderte Traditionen, Döner, Eisbein und Falafel: Hannovers Westen bietet eine enorme Vielfalt. Wer es nicht aalglatt mag, geht ins quirlige Linden. Wer es lauschig und grün möchte, zieht in eines der ehemals angrenzenden Dörfer wie Ahlem oder Badenstedt. Die Bauerndörfer siedelten einst in einem weiten Kranz um die Kernstadt und versorgten die Bürger mit frischen Lebensmitteln. An manchen Stellen ist der dörfliche Charme bis heute bewahrt geblieben.

Stadthistorisch gesehen ist Hannovers Westen ein Sonderfall. Normalerweise findet man im Westen europäischer Städte noble Viertel mit bürgerlichen Villen, Adelspalästen, Lustschlössern. Vom Westen her werden Städte durchlüftet, deswegen siedelte sich die Industrie mit ihrem Dreck und Qualm vernünftigerweise im Osten an. Wieso ist das in Hannover anders? „Schuld ist Linden“, erklärt der Stadtforscher und Bauhistoriker Sid Auffahrt. Er kennt keine einzige andere Stadt mit einer derartigen Konstellation wie in Hannover. Linden war zunächst Preußens größtes Dorf und bis zur Eingemeindung nach Hannover 1920 eine eigenständige Stadt. Einflussreiche Bürger, Fabrikanten und Bankiers bauten den Ort im 19. Jahrhundert zu einem Klein-Manchester aus: mit Baumwollspinnerei, mechanischer Weberei und anderen Industrien. Der Himmel war zugequalmt, die Flüsse waren verdreckt. „Der König jammerte in den 1850er Jahren darüber, dass er die Fenster schließen müsse.

Es stank ihm. Aber selbst der König konnte offenbar nichts gegen die Lindener ausrichten“, sagt Auffahrt. Den wohlhabenden Hannoveranern sei nichts anderes übrig geblieben, als in den Osten und Norden der Stadt auszuweichen, denn weiter westlich hatte der Adel mit seinen Schlössern das Terrain bereits „blockiert“.

Den kompletten Text lesen Sie in der Mittwochausgabe der HAZ oder alternativ im E-Paper.

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