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10 Jahre Region Hannover

„Wir in Hemmingen werden hängen gelassen“


Die Region Hannover wird in diesem Jahr zehn Jahre alt – ein schöner Anlass, alle Kommunen zu besuchen. In der aktuellen Folge spricht Claus Schacht, Bürgermeister von Hemmingen, im HAZ-Interview über Umgehungsstraßen, Deiche, irreführende Minister und das Sparen am Dienstwagen
Claus Schacht, Bürgermeister von Hemmingen, im HAZ-Interview über Umgehungsstraßen, Deiche, irreführende Minister und das Sparen am Dienstwagen

Claus Schacht, Bürgermeister von Hemmingen, im HAZ-Interview über Umgehungsstraßen, Deiche, irreführende Minister und das Sparen am Dienstwagen

© Surrey

Herr Schacht, jetzt sind Sie Bürgermeister so einer schönen Stadt, und alle reden nur davon, wie man am besten drum herumfahren kann. Ist das nicht schade?

Na ja, die Umgehung der Bundesstraße 3 ist natürlich ein zentrales Problem für Hemmingen, aber in der Tat lenkt es ein bisschen von den übrigen Problemen ab.

Als da wären?

Der Hochwasserschutz zum Beispiel.

Hochwasser ist in Hemmingen ein großes Thema, sowohl für Einwohner wie für Pendler, die regelmäßig an der Verbindung zwischen Döhren und Hemmingen vor verschlossenen Schranken stehen.

Das Gebiet rund um Hemmingen wird immer eine Überflutungsfläche für Hochwasser bleiben, so auch an der Brückstraße, die Sie ansprechen. Das ist auch ein Grund, warum Bebauung nicht mehr großartig wachsen kann, obwohl wir eine enorme Nachfrage nach Wohnflächen haben. Unser zweites großes Projekt neben der B-3-Umgehung wird daher ein Deichbauwerk rund um Hemmingen-Westerfeld sein. Das wird an der Brückstraße nicht viel helfen, wohl aber den Anwohnern in Hemmingen-Westerfeld. Im Oktober stellen wir die Pläne vor.

Über die B-3-Umgehung debattiert Hemmingen seit drei Jahrzehnten. Wissen Sie, wann die Hemminger mit ihrem Deich rechnen können?

Nein, wirklich nicht. Zunächst gibt es umfangreiche Planungsphasen, allein die Umweltverträglichkeitsprüfung dauert ein Jahr. Daran werden auch Region, Land und Stadt Hannover beteiligt. Und außerdem muss man, wie bei der B 3, damit rechnen, dass Anwohner gegen das Bauwerk klagen, weil sie befürchten, dass das Wasser zu ihnen in den Garten laufen könnte oder sich von dem massiven Bauwerk eventuell gestört fühlen. Das alles wird Jahre dauern. Eine umfassende Bürgerbeteiligung ist bei diesem Projekt zwingend notwendig.

Das komplette Interview lesen Sie in der Dienstagausgabe der HAZ oder alternativ im E-Paper.

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