Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ahlem Babyboom sorgt in Ahlem für Betreuungsnotstand
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem Babyboom sorgt in Ahlem für Betreuungsnotstand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 03.06.2017
Insbesondere in Ahlem fehlen Kita-Plätze. Quelle: Sebastian Kahnert (Symbolbild)
Anzeige
Hannover

Aktuell fehlen im Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt 210 Kita-Plätze für Drei- bis Fünfjährige. 753 Ein- bis Zweijährigen stehen 481 Plätze in Krippen zur Verfügung, wovon 70 Plätze auf die Tagesbetreuung entfallen. Diese Zahlen legte die Verwaltung nach einem Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion vor. Sie wollte zudem auch wissen, wie die weitergehende Planung der Stadt zur Schaffung von Kindergartenplätzen aussieht.

Babyboom in Ahlem

Allein im Stadtteil Ahlem seien in den vergangenen fünf Jahren mit Im Großen Büchenfeld und Am Ahlemer Holz zwei neue Einrichtungen mit insgesamt 60 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen geschaffen worden, erklärte die Stadt dazu. In den Stadtteilen Davenstedt und Badenstedt haben in den vergangenen Jahren ebenfalls drei neue Einrichtungen (Carlo-Schmid-Allee, Salinenstraße und Salzhemmendorfer Straße) mit insgesamt 80 Krippen- und 65 Kindergartenplätzen ihren Betrieb aufgenommen.

Tatsächlich, so wurde es in der Antwort der Stadt deutlich, kommt sie mit der Schaffung neuer Krippen- und Betreuungsplätze kaum hinter dem Babyboom besonders in Ahlem her. In den vergangenen drei Jahren seien dort die Kinderzahlen der Ein- bis Zweijährigen um etwa 30 Prozent und die der Drei- bis Fünfjährigen um 20 Prozent gestiegen. „Ein solcher Anstieg kann weder allein durch die Neubaugebiete erklärt, noch zuverlässig prognostiziert werden. Vor allem im Bereich der Krippenbetreuung haben die Mitarbeiter der Verwaltung weniger als ein Jahr von der Geburt eines Kindes bis zum Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz Vorlauf, um richtig auf neue Bevölkerungssituationen reagieren zu können“, heißt es in der schriftlichen Antwort der Verwaltung.

Verwaltung sieht dringenden Handlungsbedarf

Für den Bau einer neuen Kita von der ersten Planung bis zur Fertigstellung würden etwa drei Jahre benötigt, deshalb sei ein Reagieren auf sich kurzfristig verändernde Kinderzahlen nicht immer sofort möglich, heißt es weiter. „Der Verwaltung ist bewusst, dass vor allem im Stadtteil Ahlem ein dringender Handlungsbedarf zur Verbesserung der Versorgungssituation herrscht. Um diesem Bedarf nachzukommen, werden zurzeit mehrere Standorte für eine kurzfristige Aufstellung von mobilen Raumeinheiten geprüft.“

Für Davenstedt gibt es mit dem Projekt Kita Sickenberghof schon konkrete Aussichten auf mehr Betreuungsplätze. Hier hat ein Investor das Gebäude in der Droehnenstraße 3 angekauft. Das Gebäude wird abgerissen und auf dem Gelände eine Einrichtung mit fünf Gruppen neu errichtet. In drei Gruppen werden dann je 15 Krippenkinder betreut, in zwei weiteren Gruppen 25 Kindergartenkinder. „Die Einrichtung wird voraussichtlich zum Jahresende in Betrieb gehen“, stellte die Stadt in Aussicht.

Von Sonja Steiner

In Ahlemer Kitas und Schulen herrscht große Raumnot. Die Stadt möchte darauf kurz- und mittelfristig mit sogenannten Mobilbauten - also Containern - reagieren. Dagegen regt sich in der Elternschaft jedoch massiver Protest.

25.04.2017

Auf dem Gelände des seit Jahren leer stehenden ehemaligen Zentralinstituts für Versuchstierzucht, landläufig „Mäuseburg“ genannt, soll ein neues Wohngebiet entstehen. Auf rund 4000 Quadratmetern Fläche sind Wohnhäuser und Gewerbeansiedlungen sowie eine Kindertagesstätte geplant.

22.04.2017

130 neue Wohnungen lässt die KSG Hannover in den kommenden Jahren in Ahlem errichten. Rund 15 Millionen Euro will das Wohnungsunternehmen in das Bauprojekt investieren. Allerdings müssen dafür 92 Mietparteien aus ihren Häusern aus den Fünfzigerjahren ausziehen – diese werden komplett abgerissen.

07.04.2017
Anzeige