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Ahlem Eltern fordern Container für mehr Kitaplätze
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem Eltern fordern Container für mehr Kitaplätze
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00:15 04.12.2017
Neu aber zu klein: Die Kita Ahlemer Holz kann die vielen Kinder nicht alle aufnehmen. Quelle: Samantha Franson
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Ahlem

 Zweimal waren Eltern aus Ahlem schon in der Sprechstunde von Oberbürgermeister Stefan Schostok. Im Westen der Stadt droht ihrer Ansicht nach ein Kita-Notstand. Weil viele Kinder bis zum nächsten August drei Jahre alt werden und damit von der Krippe in den Kindergarten wechseln, aber gleichzeitig von dort deutlich weniger Sechsjährige in die Schule abwandern, fehlen Kita-Plätze. 

„Uns ist schon im Februar aufgefallen, dass allein aus unserer Einrichtung, der Kita Ahlemer Holz, im nächsten Sommer 24 Kinder von der Krippe in den Kindergarten kommen“, sagt Vater Marco Fuhrmann, „aber dort werden nur fünf Plätze frei." Weil die Lage in anderen Kitas genauso sei, habe man sich im März an den Bezirksrat gewandt.

Ende August habe die Stadt mögliche Lösungsmodelle präsentiert: Langfristig könnte man auf dem Gelände des Schulzentrums Ahlem eine Kita errichten, da aber das Grundstück früher zum Asphaltabbau diente, müsse man mit Bergbauschäden rechnen. Es müsse erst der Teilabriss des Grundstücks abgewartet werden. Die Kita Ahlemer Holz könne nur um eine Kita-Gruppe erweitert werden, das würde aus Sicht der Stadt nicht wirklich viel bringen. Aus Sicht der Eltern stellt sich das anders dar: „Uns 19 Familien würde das sehr wohl helfen“, sagt Fuhrmann.

Planungen müssen schleunigst beginnen

Möglich sei eine provisorische Kita mit Containern für 100 Kinder auf dem Gelände der Landwirtschaftskammer an der Tegtmeyerallee. Damit dies bis zum nächsten August noch Realität wird, müssten die Planungen aber schleunigst beginnen, mahnen die Elternvertreter an. Bis ein geplanter Kindergarten in der Steinbreite bezugsfertig wäre, sei es 2021, und dann kämen die Kinder, die nächsten Sommer in den Kindergarten wechselten, schon in die Schule.

Die Stadt habe das Problem erkannt, sagt Fuhrmann, handle aber zu langsam. Ende August sei man beim OB in der Sprechstunde gewesen, und der habe versprochen, sich der Sache persönlich anzunehmen: „Dann haben wir erst mal monatelang nichts mehr gehört“, berichtet Fuhrmann. Ende Oktober sei man wieder in der Sprechstunde gewesen. Drei Wochen später kam ein Brief, in dem darauf verwiesen wurde, dass bis Herbst 2018 eine temporäre Kita an der Tegtmeyerallee entstehen könnte.

„Das nützt den Eltern nichts, die ab August auf einen Platz angewiesen sind“, sagt Fuhrmann. „Ich kann doch meinem Chef nicht sagen, dass ich in Teilzeit arbeiten oder ein Sabbatjahr nehmen muss, und zwei Monate später erklären, dass ich doch wieder in Vollzeit gehen könnte.“ Auch der Verweis auf eine neue Kita mit 50 Plätzen, die in Davenstedt ab Februar an den Start geht, sei nicht hilfreich, findet der Vater, denn auch dort mangele es an Plätzen. Die betroffenen Familien würden sich jetzt überall anmelden in der Hoffnung, irgendwo unterzukommen. „Die Eltern werden von Pontius zu Pilatus geschickt, man läuft im Kreis, und es passiert nichts.“

Schostok sichert Plätze zu

Jetzt soll doch etwas geschehen. Vergangenen Mittwoch waren die Eltern wieder in der Bürgersprechstunde. Nach einem Bericht in dieser Zeitung wurden sie diesmal nicht nur von OB Schostok, sondern auch von Petra Klinschpahn-Beil und Anke Broßat-Warschun vom Fachbereich Jugend- und Familie angehört. Oberbürgermeister Schostok sicherte den Eltern zu, dass ihre Kinder – soweit sie einen Rechtsanspruch haben – zum 1. August 2018 in Ahlem, Badenstedt oder Davenstedt einen Kita-Platz bekommen werden. Wie das umgesetzt werden soll, ließ er offen.

Von Jutta Rinas und Saskia Döhner

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