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Ahlem Junge Bands rocken im Roderbruch
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem Junge Bands rocken im Roderbruch
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16:01 17.08.2016
Der Name ist Programm: Jakob (von oben links im Uhrzeigersinn), Helge, Jasper und Enno haben ihre Band Friends genannt und sind auch tatsächlich Freunde. Quelle: Moers
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Hannover

Mit strahlenden Augen stehen die Freundinnen vor der Bühne. Konzentriert und mit dem Ernst gewissenhafter Musiker baut dort gerade die nächste Band ihre Instrumente auf. Es ist Zeit für „Rock im Roderbruch“. Bei dem Mini-Festival am Lagerfeuer präsentieren junge Musiker aus dem Rock- und Pop-Workshop des Kulturtreffs Roderbruch einmal im Jahr ihre neuesten Songs. So ist das Nachwuchskonzert allmählich zu einem Gradmesser geworden, der anzeigt, was gerade angesagt ist beim musikalischen Nachwuchs.

„Wir lassen auch elektronische Elemente oder Trap in unsere Songs einfließen“, beschreibt Jakob den neuen Sound seiner Band Friends. Weil sie gerade einen neuen Sänger suchen, spielen die vier Freunde bei ihrem Auftritt lediglich ein Instrumental-Set. Trotz ihrer 17 und 18 Jahre könnte man einige ihrer Songs wohl in die schon etwas länger offen stehende Schublade „Prog-Rock“ einsortieren. Experimentierfreudig sind die Schüler aber allemal.

"Wir feilen hier an unseren Songs"

Angefangen als Band haben sie schon als noch recht junge Teenager - und zwar im Keller von Jakobs Eltern im Heideviertel. Seit vier Jahren kommen die jungen Musiker regelmäßig einmal im Monat zum Workshop in den Kulturtreff. „Wir feilen hier an unseren Songs und bekommen viele Tipps“, erklärt Jasper. Zwei von ihnen nehmen außerdem an dem Projekt „Roderbeats“ teil. Das ist ein Zusatzangebot, bei dem die Jugendlichen das Produzieren von Beats am Computer lernen. „Die Zeit, in der wir uns vor Gitarristen kaum retten konnten, ist schon lange vorbei“, berichtet Kulturtreff-Mitarbeiter und Workshop-Leiter Daniel Görbing.

Unterstützung für die Bands

Der Rock- und Pop-Workshop ist eine Kooperation des Kulturtreffs Roderbruch mit der benachbarten IGS. In der Gesamtschule wird das Projekt seit mehr als zehn Jahren im Wahlpflichtbereich angeboten. In vier gut ausgestatteten Proberäumen können Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren dort einmal im Monat proben. An den Workshops beteiligen sich derzeit etwa 20 Musiker. Da sie in vier Band-Projekte aufgeteilt sind, ist genügend Zeit für eine individuelle Betreuung und Förderung. „Wir unterstützen die Bands dabei, ein Set zusammenzustellen oder ihr Zusammenspiel zu verbessern“, erklärt Kulturpädagoge Görbing. Als Gitarrist der Alternativ-Rock-Band Tuna Pilot rockt er beim Festival dann später selbst als Headliner die kleine Open-Air-Bühne.

Neben vielen weiblichen Fans, Eltern und Angehörigen, hat auch Bezirksbürgermeister Henning Hoffmann interessiert den „Rock im Roderbruch“ verfolgt. „Wir haben von Beginn an die Arbeit des Kulturtreffs unterstützt“, erklärt er. Bei dem Konzert vorbeizuschauen ist für ihn deshalb Ehrensache. Schade ist allerdings, dass insgesamt nur wenige Besucher den Weg zum Kulturtreff fanden. Die Nachwuchstalente hätten ein größeres Publikum verdient gehabt.

Von Mario Moers

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