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Ahlem Keine Grundschüler aus Seelze nach Ahlem?
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem Keine Grundschüler aus Seelze nach Ahlem?
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00:15 12.06.2016
Der Bezirksrat will den Einzugsbereich der Grundschule Ahlem begrenzen. Quelle: Mario Moers
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Ahlem

Der Vorstoß ist gleichzeitig eine Reaktion auf einen ähnlichen Beschluss des Rates der Stadt Seelze. Der hatte bereits im Frühjahr eine Neuordnung der Einzugsgrenze für das Georg-Büchner-Gymnasium in Letter beschlossen. Ab dem Schuljahr 2016/17 ist das Gymnasium nicht mehr verpflichtet, Schülerinnen und Schüler aus Ahlem aufzunehmen. Im Gegenzug soll die Stadt Seelze aus dem bisherigen Einzugsbereich der hannoverschen weiterführenden Schulen herausgenommen werden. Der Bezirksrat fordert jetzt die Ausweitung dieses Abkommens auf den Primarbereich.

„Es ist absehbar, dass die Grundschule Ahlem überfordert wird“, begründet der Vorsitzende der Grünen-Fraktion Rene Rosenzweig den Ergänzungsantrag zur von der Stadt vorgeschlagenen Schulgrenzänderung. Nur in „klar definierten Einzelfällen“ könnten demnach noch Kinder aus den benachbarten Orten wie Velber, Harenberg, Döteberg oder Letter an der Grundschule Ahlem angemeldet werden. „Wir denken bei den Einzelfällen besonders an den Bereich Letter-Süd“, so Rosenzweig. Derzeit besuchen rund 201 Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich der Stadt Seelze Schulen im Stadtbezirk. Entspricht die Stadtverwaltung dem vom Bezirksrat verabschiedeten Antrag, könnte diese Zahl in den kommenden Jahren stark sinken.

„Wir stellen Container auf, damit wir genug Platz auch für die Schüler aus Seelze haben, da herrscht ein Ungleichgewicht“, kritisierte CDU-Bezirksratsherrin Sabine Dudda die akute Überlastung der hiesigen Grundschulen. Tatsächlich nutzen derzeit drei von vier Grundschulen im Stadtbezirk Unterrichts-Container als Ausgleich für fehlende Klassenzimmer. Gleichzeitig stimmte ihre Fraktion gegen die Neuordnung der Schulbezirke. Aus historischer Verbundenheit mit den angrenzenden Orten wolle man niemanden aussperren, so Bezirksratsherr Volker-Udo Höhne. „Schüler aus Ahlem sollten auch weiterhin die Möglichkeit haben, in Seelze zur Schule zu gehen“, begründete Höhne die Gegenstimmen seiner Partei. Bereits bei der ersten Beratung des Themas im vergangenen Monat bemängelte die CDU, dass in dem gesamten Planverfahren zur Schulbezirksänderung keine Elternvertreter beteiligt wurden.

Im Hinblick auf die Situation am Georg-Büchner-Gymnasium entschärfte ein Vertreter der Schulverwaltung die bereits getroffene Regelung. „Es besteht für das Gymnasium keine Verpflichtung, Schülerinnen und Schüler aus Ahlem aufzunehmen. Aber wenn Kapazitäten vorhanden sind, ist es weiter möglich“, so Michael Ziegler. Allerdings müssten die Bewerber damit rechnen, „nicht im ersten Lostopf“ zu landen.

Von Mario Moers

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