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Ahlem Tempo 30 reicht Anwohnern nicht aus
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem Tempo 30 reicht Anwohnern nicht aus
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00:15 28.08.2016
Die Anlieger wollen Zusagen. Quelle: Moers
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Hannover

„Wir haben kleine Kinder und sind in Sorge, weil Tempo 30 nicht eingehalten wird“, forderte Inga Derenthal als Sprecherin einiger Anwohner jetzt den Bezirksrat zum Handeln auf. Besonders die Eltern in dem fast fertigen Neubaugebiet halten Tempo 30 für nicht ausreichend. Aktuell ist in der Baustellenstraße bis zur Fertigstellung Schrittgeschwindigkeit vorgesehen.

Der Bezirksrat votierte einstimmig für einen Antrag der SPD-Fraktion, weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen umzusetzen. Vorgeschlagen wird eine bauliche Verengung der Straße oder die Aufpflasterung. Auf Anraten der Grünen-Fraktion wird ein Vertreter der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) in der in der kommenden Sitzung des Bezirksrats am Donnerstag, 15. September, zu der Frage Stellung nehmen.

Anwohner beschweren sich über Verkehrsplanung

Schon in einer früheren Entwicklungsphase hatten sich Anlieger des Neubaugebiets über die - aus ihrer Sicht fehlgeplante - Verkehrsführung beschwert. Damals war der Anfahrt- und Abholverkehr des Dialyse-Zentrums parallel zur Heisterbergallee das Problem. Krankenwagen und Taxen sollten im Einbahnstraßenverkehr durch den anliegenden Anger geführt werden. Nach einem kleinen Aufstand der Anwohner wurde der Plan überarbeitet. Nun sind es manche Anwohner selbst, die durch zu schnelles Fahren die Kinder ihrer Nachbarn gefährden. Bezirksratsherr Thomas Alfermann zeigte Verständnis für den Wunsch nach Tempobremsen. Gleichzeitig mahnte er die anwesenden Anwohnervertreter zu mehr Sachlichkeit. „Das dort Tempo 50 oder 60 gefahren wird, halte ich für übertrieben“, sagte der Politiker. Mit der Äußerung zog er sich den Zorn eines Anliegers zu: „Ich befürchte, dass wir abserviert werden.“ CDU-Bezirksrat Hans-Jürgen Breitkreuz regte an, bis zu der nächsten Sitzung eine elektronische Tempoüberwachung durchzuführen. „Wir werden alles tun, um schnellstmöglich eine Lösung zu finden“, bemühte sich Bezirksbürgermeisterin Brigitte Schlienkamp um ein konsensfähiges Schlusswort.

Die Anwohner verließen das Bürgergemeinschaftshaus mit gemischten Gefühlen. Das Resümee lieferte erneut Alfermann: „Es ist ein Verwaltungsakt, und der muss eingehalten werden.“

Von Mario Moers

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