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Badenstedt Anwohner besichtigen Flüchtlingswohnprojekt
Hannover Aus den Stadtteilen Badenstedt Anwohner besichtigen Flüchtlingswohnprojekt
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02:15 05.12.2015
Neugierig betrachten die Anwohner die Einrichtung.
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Hannover

Wie sieht es eigentlich in einem Flüchtlingswohnheim aus? Diese Frage beschäftigte Dutzende von Besuchern, die sich bei einem „Tag der offenen Tür“ im gerade fertiggestellten Wohnheim an der Hermann-Ehlers-Allee in Badenstedt in den Fluren drängten.

„Es ist doch sehr spartanisch eingerichtet“, fasste Besucherin Jutta Höpken zusammen, was viele Besucher empfanden. Während der bauliche Zustand des zweistöckigen Baus als solide wahrgenommen wurde, führten die karg möblierten Zimmer zu gemischten Urteilen. Die Räume, von denen immer drei bis vier zu einer „Wohneinheit“ zusammengefasst sind, bieten nur das Notwendigste. In den meisten stehen zwei Betten, Typ „Fjellse“ (39 Euro). Darauf ein Federholzlattenrost Modell „Luröy“ (12 Euro). Dazu zwei graue Metallspinde, ein Tisch und ein Stuhl. Nordische Gemütlichkeit sieht anders aus. Das empfanden auch viele Besucher so. Die Funktionalität der ordentlich wirkenden Konstruktion stellte dagegen niemand in Frage. Das sogenannte „Wohnprojekt“ soll zukünftig 105 Flüchtlingen eine neue Heimat sein. Die separaten Wohneinheiten sind über fünf getrennte Wohnungseingänge erreichbar. Der Bau ist so konzipiert, dass er langfristig auch als reguläres Mietobjekt genutzt werden kann.

Nach wie vor kritisieren viele Bewohner aus dem unmittelbar benachbarten Empelde die Stadt Hannover für die Wahl des Standorts. Im Frühstadium der Planungen hatte die Stadt Ronnenberg Widerspruch gegen die Baupläne eingelegt. Das ehemalige Ackerland an der Auffahrt zur B 65 befindet sich unmittelbar an der Stadtgrenze. „Wir halten das für unglücklich, wir hätten das Gelände gerne selber genutzt“, bemerkte Dieter Schur, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt Ronnenberg im Rahmen der Besichtigung. Für Jutta Höpken spielt es dagegen weniger eine Rolle, zu welcher Kommune das Grundstück nun gehört. „Die Nähe zur Bahn und dem Wohngebiet ist sicher gut für die Integration“, findet sie. „Hier stand ja sowieso nichts“, ergänzt ihr kleiner Sohn Jannes, der interessiert das neue Gebäude in der Nachbarschaft inspizierte.

In den kommenden Tagen übernimmt die zukünftige Betreiberfirma Fair Facility das Gebäude, in das nach derzeitigen Planungen besonders Familien mit Kindern und solche Flüchtlinge einziehen, die zuvor in Wohnheimen gelebt haben. Um die weitere Betreuung kümmern sich Sozialarbeiter, für die nach der städtischen Regelung 1,5 Stellen vorgesehen sind. Für die Sicherheit der Bewohner und Anwohner sorgt ein Wachschutz.

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