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Stadt will Weide für Galloway-Rinder einrichten

Badenstedt Stadt will Weide für Galloway-Rinder einrichten

Ursprünglich stammt das robuste Galloway-Rind aus Schottland. Doch auch rund um den Benther Berg fühlt sich der wollige Fleischlieferant seit Jahren wohl. Nun möchte die Stadt eine weitere Fläche - östlich des Badenstedter Jugendtreffs Eldorado - als temporäre Galloway-Weide ausweisen. Doch es gibt Widerstand.

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Sollen bald in Badenstedt weiden: Die Galloway-Rinder.

Quelle: Mario Moers

Hannover. Die Finanzierung aus Bundesfördermitteln sichert 75 Prozent der Gesamtkosten von 11.000 Euro für die Erschließung und Zäune. Scheinbar eine Win-win-Situation für die Natur, den Landwirt und die Kommune. Doch im Ahlemer Bürgergemeinschaftshaus ist nicht jeder Mandatsträger von dem Vorhaben begeistert. Die Reaktionen des Bezirksrats auf das Rind überraschen den Vertreter der Stadt sichtlich.

Förderung vom Bund

„Die heimischen schwarz-bunten Kühe würden es doch auch tun“, kritisiert Siegfried Egyptien. Der Einzelvertreter der Piratenpartei möchte ganz genau wissen, welche Rinderrassen die Stadt in seinem Bezirk ansiedelt - Subventionen hin oder her. „Die Tiere sind einfach schon da“, erklärt ihm Heino Kamieth, Bereichsleiter Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz.

Seit Mitte der Neunzigerjahre hält die Familie des Landwirts Wilfried Otto aus Lenthe die Tiere im Umland. Im Rahmen des Umweltförderprojekts „Mehr Natur in der Stadt“ helfen die Tiere jedes Jahr einige Wochen bei der Pflege einer städtischen Weide an der Lenther Chaussee, gegenüber dem Waldstück Auf dem Butterbrinke. Uni-Forscher begleiten das Projekt. Sie vermuten: Wo Galloway-Rinder weiden, sprießt die Flora und Fauna auf besondere Weise. In dem Projekt wird die Entwicklung einer Art Hutewald mit einer vielfältigen ausgeprägten Krautschicht angestrebt.

Mehr biologische Vielfalt

Volker-Udo Höhne, CDU-Bezirksratsherr, hält die Höhe der Subventionen für das Projekt für problematisch: „Aus Sicht der öffentlichen Hand finde ich das überhöht.“ Wenn der Landwirt seine Rinder auf der städtischen Weide „parke“, müsse er auch dafür zahlen. „Es geht ganz einfach darum, die biologische Vielfalt zu erhöhen“, stellt Kamieth klar. Über die Erschließung hinaus (2.750 Euro) entstünden der Stadt keine Kosten.

Frühestens im März können die Rinder auf die Wiese. Solange bleiben sie in Lenthe im Stall.

Von Mario Moers

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Badenstedt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, 11. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 31.600
  • Einwohner je Stadtteil: Badenstedt (11.434 Ew.), Ahlem (9.586 Ew.) und Davenstedt (10.606)
  • Bevölkerungsdichte : 3.211 Einwohner/km²
  • Postleitzahl : 30453, 30455
  • Geschichte: Als Ortsteil von Linden wurde Badenstedt im Jahr 1920 nach Hannover eingemeindet.
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