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Bemerode Bezirksrat lehnt Kindergärten in zwei Wohngebieten ab
Hannover Aus den Stadtteilen Bemerode Bezirksrat lehnt Kindergärten in zwei Wohngebieten ab
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18:15 10.08.2017
Die Verwaltung wollte für das Wohngebiet Borstelmannstraße die Voraussetzung schaffen, dass soziale Einrichtungen angesiedelt werden können. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

In den beiden Wohngebieten Borstelmannstraße und nördlich des Steinkampwegs dürfen auch in Zukunft keine sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel ein Kindergarten gebaut werden. Die Stadtverwaltung wollte dafür die Voraussetzungen schaffen. Doch die Mitglieder des Bezirksrats haben mehrheitlich gegen den Antrag der Verwaltung gestimmt, die beiden Wohngebiete auf die sogenannte Baunutzungsverordnung von 2017 umzustellen.

Nach der derzeit geltenden Verordnung von 1977 sind die beiden Baugebiete als reine Wohngebiete festgesetzt, lediglich die Grundstücke entlang der Brabeckstraße gelten als allgemeines Wohngebiet. In den reinen Wohngebieten dürfen demnach weder allgemein noch ausnahmsweise Anlagen des Gemeinbedarfs, also soziale Einrichtungen, angesiedelt werden.

Verwaltung stellt Antrag

Konkret betrifft der Antrag das Wohngebiet zwischen den Straßen In den Siekwiesen, Hartestraße, Pappelteich, Namedorfstraße und Brabeckstraße sowie das südlich angrenzende Wohngebiet zwischen Namedorfstraße, Ernst-Ebeling-Straße, Steinkampweg und Ostermeierstraße. Die Stadt will die beiden Bebauungspläne ändern und auf ein reines Wohngebiet im Sinne der aktuellen Baunutzungsverordnung von 2017 umstellen. Damit sind kirchliche, kulturelle oder sportliche Institutionen im Wohngebiet ausnahmsweise zulässig. „So soll ermöglicht werden, dass an diesem integrierten Standort Einrichtungen sozialer Art zukünftig untergebracht werden können“, heißt es in dem Antrag der Verwaltung. Damit solle dem demografischen Wandel und dem steigenden Bedarf Rechnung getragen werden.

Maximilian Wahl, Einzelvertreter der Linken im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode, sieht das ähnlich. „Wir haben viele Kinder im Stadtbezirk – und wenige Betreuungsplätze“, sagte er in der jüngsten Sitzung. Jedoch stimmte er als einziger für den Antrag. Die anderen Fraktionsmitglieder waren sich einig, dass aktuell kein Bedarf an sozialen Einrichtungen in diesen Wohngebieten bestehe. „Es ist ­vorauseilend hier nicht notwendig, da jetzt etwas zu machen“, sagte Michael Quast (SPD).

Mit 17 Gegenstimmen wurden damit beide Anträge der Verwaltung abgelehnt.

Von Johanna Stein

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