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Jäger nehmen Füchse ins Visier

Erhalt der Landschaftsräume Jäger nehmen Füchse ins Visier

Auf seiner Abschussliste stehen Füchse, Marderhunde und Wildschweine ganz oben: Jägermeister Thomas Sporn ist für den Bezirk Hannover-Stadt zuständig und sorgt sich um den Erhalt der Landschaftsräume.

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Halten den Tierbestand im Gleichgewicht: Thomas Sporn (Mitte) und die beiden Jagdpächter vom Kronsberg.

Quelle: Link

Hannover. „Wenn wir die Natur einfach machen ließen, würden wir von Neozyten überschwemmt werden“, mahnt Jägermeister Thomas Sporn. „Der Marderhund kommt aus Nordosten, die Waschbären aus Hessen, die Nilgans aus der Luft.“ Damit die nicht einheimischen Arten (Neozyten) nicht Feldlerche, Rebhuhn, Wachtel und Fasan vertreiben, greifen Sporn und seine Jäger regelmäßig zur Schrotflinte. „Wir sind so etwas wie die Rundumverteidigung für die Stadt Hannover“, sagt der promovierte Jurist und oberste Jäger im Stadtgebiet.

Der Jägermeister hatte sich aus aktuellem Anlass beim Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode gemeldet. Nachdem die Lokalpolitiker in der April-Sitzung über die Sicherheit bei Jagden am Kronsberg debattiert hatten, wollte Sporn einige Punkte klarstellen. Er sah sich und die anderen Jäger in ein schlechtes Licht gerückt, denn von den Jagden am Kronsberg gehe keine Gefahr für Spaziergänger aus. „Die Sicherheit wird ganz ernst genommen, und die Jäger, die da mitmachen, sind ganz erfahrene Leute.“

„Füchse kriegt man nur, wenn man mit ein paar Leuten rumgeht“

Die Jägerschaft Hannover habe aktuell 550 Jäger in ihrem Mitgliederverzeichnis. „Nur die wenigsten machen sich aber die Mühe, auf dem Kronsberg zu jagen“, sagt Sporn. Im Landschaftsschutzgebiet werde nur ein- bis zweimal pro Jahr zur Jagd geblasen - in der Regel mit sechs bis acht Teilnehmern. „Füchse kriegt man nur, wenn man mit ein paar Leuten rumgeht“, erläutert der Jägermeister. Die Raubtiere seien nicht nur eine Bedrohung für die vielen Bodenbrüter, sondern auch für Haustiere, weil sie Räude oder Fuchsbandwurm übertragen. „Die Jagd sorgt dafür, dass keine Massenansteckungen stattfinden“, sagt Sporn.

Wie viele Wildtiere es tendenziell in Hannover gibt, weiß der Jägermeister anhand der Todeszahlen, die ihm regelmäßig gemeldet werden. Von März 2015 bis März 2016 zählte er im Stadtgebiet 107 tote Füchse, 17 tote Waschbären und drei tote Marderhunde. Sporn: „Da gibt es natürlich noch eine Dunkelziffer.“

Von Christian Link

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Bemerode in Zahlen
  • Stadtbezirk : Kirchrode-Bemerode-Wülferode, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Markantes aus der Geschichte: Der Ort wurde 1204 erstmals unter dem Namen Bemungerode erwähnt. Durch die Erschließung der Siedlung Am Kronsberg zur EXPO 2000 ist Bemerode stark gewachsen.
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