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Bemerode KroKus zeigt Graffiti-Kunst von afrikanischen Tieren
Hannover Aus den Stadtteilen Bemerode KroKus zeigt Graffiti-Kunst von afrikanischen Tieren
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00:15 12.05.2017
Dicht dran am Löwen: Patrik Wolters beeindruckt mit großformatigen und ausdrucksstarken Bildern. Quelle: privat
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Hannover

Er guckt ernst und wachsam, seine bernsteinfarbenen Augen leuchten intensiv. Der Löwe in der Ausstellung „Madikwe - Portrait of African Wildlife“ ist eins der Bilder im fotorealistischen Stil, die der Graffiti-Künstler Patrik Wolters im Stadtteilzentrum KroKus ausstellt. Als Vorlage für die großformatigen und ausdrucksstarken Bilder dienen dem 32-jährigen Hannoveraner Fotos, die er auf einer Safari in Madikwe gemacht hat. „Ich habe als Kind ein Jahr in Johannesburg gelebt und bin seitdem immer wieder auch für längere Zeit in Südafrika gewesen“, erzählt er. Die Tour durch das private Wildreservat im nördlichen Teil Südafrikas an der Grenze zu Botswana sei etwas Besonderes gewesen. „Das Reservat ist nämlich nicht jedem zugänglich, da haben wir Glück gehabt.“ Dort gebe es keine Zäune oder andere Abgrenzungen. „Man weiß nie, welchen Tieren man begegnet“, erzählt Patrik Wolters den Gästen bei der Vernissage.

Seine Fotos, die er als Vergleich neben die Bilder gehängt hat, zeigen, dass er ganz dicht an Löwe, Leopard und Elefant dran war. Um die feinen Härchen der Tiere und eine besondere Tiefenschärfe zu erreichen, setzt der Künstler Kappen mit unterschiedlich großen Öffnungen auf den Sprühkopf, sogenannte Stencil-Schablonen. Für ein Bild benötige er etwa acht bis zehn Stunden. „Dabei benutze ich ganz viele verschiedene Farbtöne, auch transparente. Das ist hilfreich, weil ich die Farben ja nicht wie bei Acryl oder Öl mischen kann.“ Im Vergleich zum Foto würde er vor allem an den Augen meist noch eine Kleinigkeit verändern. Eigentlich sei seine Kunst keine Graffiti-Kunst, denn zur Graffiti gehören Buchstaben, erklärt Wolters, der in seinem Atelier in der List auch Workshops in der Sprühtechnik gibt.

„Aber ich komme von der klassischen Graffiti und habe zu Anfang auch wilde Schmierereien auf Bahnen gesprüht. Bis ich erwischt wurde, dann habe ich es gelassen“, sagt er lächelnd. Was bei ihm als leidenschaftliches Hobby begann, entwickelte sich über die Jahre zum Broterwerb. Seit vier Jahren kann der gelernte Informatiker von seiner Kunst leben - zahlreiche Wände in verschiedenen Städten hat er bereits gestaltet. Die Ausstellung „Madikwe“ ist seine erste. „Ich wollte damit auch auf die gefährdeten Tierarten aufmerksam machen. In dem Reservat, in dem ich war, gibt es ausgebildete Anti-Wilderer-Trainer, die ich unterstützen will“, erzählt Wolters weiter. Daher gehen 5 Prozent seiner Einnahmen aus dem Verkauf der Bilder in das Reservat. Und wer ein Originalbild des Künstlers sehen will, besucht die Rolandstraße. Gegenüber von Wolters Atelier hat er eine große Giraffe auf eine Hauswand gesprüht - die ist nicht zu übersehen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni montags bis freitags von 8 bis 21 Uhr im Stadtteilzentrum KroKus, Thie 6, zu sehen.

Vor seinem Atelier in Bemerode hat der Künstler Wolfgang Mehl Besuchern gezeigt, wie ein Bronzeguss funktioniert. Zweimal im Jahr öffnet der 69-Jährige seine Räumlichkeiten für Ausstellungen mit anderen Künstlern.

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