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Bemerode Kunst von Kindern hilft Kindern in Togo
Hannover Aus den Stadtteilen Bemerode Kunst von Kindern hilft Kindern in Togo
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00:15 22.11.2017
Die Schülerinnen Stefanie Jihal Liu und Elisabeth Bespalov helfen mit Kunstpädagogin Irina Kulenko (Mitte) gerne anderen Kindern.  Quelle: Buck
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Bemerode

„Ich bin glücklich, dass mein Bild anderen hilft“, sagt Elisabeth Bespalov. Die 13-Jährige hat zusammen mit rund 40 anderen Kindern der Kunstschule KREO Bilder für einen guten Zweck gemalt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Elfen, Landschaften, Blumenwelten und viele andere bunte Motive verzauberten am vergangenen Sonntag die Besucher der Benefizvernissage. Zum Thema „Licht und Hoffnung“ ließen die jungen Künstler ihrer Kreativität freien Lauf. Elisabeth selbst hat eine Elfe im Wald gemalt. „Das soll die Schönheit des Lebens zeigen“, sagt sie.

„Das Thema haben wir uns zusammen ausgedacht“, erzählt Kunstpädagogin und Leiterin der Kunstschule Irina Kulenko. Dabei sei es ihnen anfangs vor allem wichtig gewesen, dass in jedem Bild Licht eine Rolle spielt, später sollte zusätzlich die eigene Hoffnung dargestellt werden. „Wir haben uns dann überlegt, dass, was uns glücklich macht, auch andere glücklich machen könnte“, so Kulenko.

Also holten die Künstler den gemeinnützigen Verein Cador-Hilfe ins Boot. Der Verein kümmert sich um ein Waisenhaus in Togo. Durch die Einnahmen der Vernissage soll die Einrichtung erweitert und die Bildung der Kinder in Westafrika gesichert werden. „Die Kinder freuen sich über die Bildung. Sie wollen zur Schule gehen“, weiß die erste Vorsitzende des Vereins, Babette Engel. „Es geht hier um kleine Beiträge, die den Kindern schon helfen“, erklärt Engels.

Kontakt mit Senioren

Die Vernissage lockte viele Besucher in das Bemeroder Rathaus. Das Seniorenbüro stellte seine Räume zu Verfügung. „Dadurch kommt auch wieder ein Kontakt zwischen Senioren und Kindern zustande“, erklärt Heide Mühlmeister vom Seniorenbüro. Bis Mitte Dezember werden die Bilder der angehenden Künstler dort ausgestellt und können auch erworben werden. „Sofern die Eltern nicht schon zugeschlagen haben“, lacht Heide Mühlmeier. Wie viel man für ein Bild zahlen möchte, kann man dabei selbst entscheiden. „Diese Bilder sind so wertvoll und unbezahlbar, da schien es uns nicht fair, ein Preisschild dranzuhängen“, so Irina Kulenko. Die Kinder seien unglaublich stolz auf ihr Werk. Kulenko: „Da hängt ganz viel Herz und Seele drin.“

Und auch Zeit. Stefanie Jihal Liu hat zwei Monate an ihrem Bild gearbeitet. „Es stellt die griechische Göttin der Natur da“, erklärt die Elfjährige. Die junge Künstlerin hat um die Göttin herum Naturgewalten wie einen Wasserfall, Gewitter oder das Meer gemalt. Und obwohl sie an dem Bild hängt, hofft sie, dass es schnell verkauft wird. „Es ist gut, dass es für den guten Zweck ist. Das kann anderen helfen“, sagt Stefanie.

Von Madeleine Buck

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