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Stadt entschuldigt sich für Planungsfehler

Bemerode Stadt entschuldigt sich für Planungsfehler

Die Verwaltung macht Zugeständnisse: Die von Anliegern kritisierte Unterkunft am Bemeroder Anger soll kleiner werden - und in der Debatte um die sogenannte Flüchtlingsvilla gibt der zuständige Fachbereichsleiter einen Irrtum zu.

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„Leerstände im Stadtbezirk sind geprüft worden“: Michael Heesch.

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Bemerode. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode bleibt ein Publikumsmagnet. Zum dritten Mal in Folge haben mehr als hundert Bürger die öffentliche Sitzung des Gremiums besucht. Diesmal erhofften sich die Anwohner endlich umfassende Antworten zur Flüchtlingsunterbringung am Bemeroder Anger. Michael Heesch, Fachbereichsleiter für Planen und Stadtentwicklung, konnte den Wissensdurst der Bemeroder zwar stillen, sorgte bei einigen aber trotzdem für Enttäuschung.

Viele Bürger zeigten sich angesichts der Baupläne für das geplante Flüchtlingsheim am Bemeroder Anger verärgert. Sie kritisierten die Anlage als zu groß für das Wohngebiet. Laut ersten Plänen sollte der Gebäudekomplex von bis zu 120 Menschen bewohnt werden.

Heesch konnte den Standortgegnern jedoch Zugeständnisse machen und stellte eine „Umplanung“ in Aussicht. „Die Zahl der dort unterzubringenden Menschen und die Größe der Anlage werden reduziert“, sagte Heesch. Gleichzeitig bekräftigte er jedoch die Position der Stadt: „Dieser Standort bleibt für uns unverzichtbar.“

Heesch kündigte an, dass der Bemeroder Anger nach drei Jahren Nutzungsdauer als Notunterkunft für Flüchtlinge wieder zur Grünfläche werden soll. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dann einen anderen Standort finden, wo wir die Modulanlage aufbauen können“, sagte er. Nach der Nutzung würden die Fundamente entfernt und wieder neue Bäume gepflanzt.

Mehrere andere Kritikpunkte am Standort Bemeroder Anger ließ Heesch aber nicht gelten. „Das ist nicht die erste Einrichtung, die im Schatten einer Lärmschutzwand steht“, entgegnete der Stadtplaner einem Bürger. Auch andere Nachteile seien nicht gravierend. „Man muss gewisse Standortschwächen bewältigen können. Für die Unterbringung von Menschen nehmen wir als Stadt Hannover auch große Lasten auf.“

Der Chefstadtplaner entschuldigte sich zudem für den Ärger um die sogenannte Flüchtlingsvilla an der Heymes-straße. Eigentlich darf die soziale Einrichtung zur Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen laut Baurecht dort gar nicht betrieben werden. „Ich räume ein, dass Sie mir Fehlplanung vorwerfen können“, sagte Heesch. Sein Fachbereich habe die Rechtslage einfach anders eingeschätzt. „Wir prüfen sehr sorgfältig, aber es kann auch mal was daneben gehen“, bat Heesch um Verständnis.

Anders als in der vorherigen Sitzung, bei der die Verwaltung viele Antworten schuldig geblieben war, musste Heesch nur bei einer einzigen Frage passen. Warum die geplante Flüchtlingsunterkunft am Bemeroder Anger noch nicht auf der Internetseite der Stadt Hannover zu finden ist, konnte auch er bei der Veranstaltung nicht beantworten. Mittlerweile ist der Standort aber online einsehbar.

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Bemerode in Zahlen
  • Stadtbezirk : Kirchrode-Bemerode-Wülferode, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Markantes aus der Geschichte: Der Ort wurde 1204 erstmals unter dem Namen Bemungerode erwähnt. Durch die Erschließung der Siedlung Am Kronsberg zur EXPO 2000 ist Bemerode stark gewachsen.
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