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Pfarrer für Hannover dringend gesucht

Südliche Stadtteile Pfarrer für Hannover dringend gesucht

Die katholischen Christen in Hannovers Süden werden künftig von Laatzen aus betreut. Nachdem das Bistum Hildesheim bereits im Sommer die Neustrukturierung seines Seelsorgepersonals bekanntgegeben hatte, steht nun fest: Der Laatzener Thomas Berkefeld wird den neuen Pastoralbereich Süd leiten.

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Pfarrer Thomas Berkefeld wird Leiter des neuen Pastoralbereichs Hannover-Süd, zu dem die Stadtbezirke Döhren-Wülfel, Ricklingen und Kirchrode-Bemerode-Wülferode sowie Laatzen, Hemmingen und Pattensen gehören.

Quelle: Daniel Junker (Archiv)

Hannover/Laatzen. Der südlichste von acht Pastoralbereichen in der Region Hannover umfasst die vier Pfarreien St. Bernward in Döhren, Heilige Engel in Kirchrode, St. Augustinus in Ricklingen und St. Oliver in Laatzen. „Insgesamt sind es vier Pfarreien mit elf Kirchorten, 23 000 Katholiken, 23 Altenheimen und drei Krankenhäusern“, sagt Berkefeld, vor dem jetzt große Herausforderungen liegen. „Das Aufgabenfeld ist riesig, es ist noch gar nicht abschätzbar“, meint der 49-Jährige, der die St.-Oliver-Kirchengemeinde seit 2006 betreut.

Als Berkefeld die Entscheidung kürzlich im Gottesdienst seiner Gemeinde bekannt gab, folgte lang anhaltender Applaus. Denn die Gemeinde wird ihren Pfarrer behalten, und er bleibt weiter in Laatzen wohnen. Zuvor war auch ein Wechsel Berkefelds in eine andere Gemeinde nicht ausgeschlossen worden.

In anderen Kirchengemeinden gibt es dagegen weniger Grund zur Freude. Die Döhrener St.-Bernward-Gemeinde verliert nicht nur zum Jahreswechsel ihren Diakon Gerhard Jonissek, sondern im Sommer 2017 auch ihren Pfarrer Mieczyslaw Pyrek. Beide gehen in den Ruhestand. Damit erfolgt der zweite große Umbruch innerhalb von nur sieben Jahren: Erst 2010 war St. Bernward mit St. Michael in Wülfel und St. Eugenius in Mittelfeld fusioniert.

Ein weiterer Pfarrer

Gemeindereferentin Monika Feld (St. Augustinus) und Pfarrer Werner Kroh (Zu den Heiligen Engeln) werden ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet. In das Pfarrhaus Heilige Engel wird im Sommer Christoph Harmening einziehen, der bislang die Braunschweiger St.-Bernward-Gemeinde leitet. Andere Stellen werden nicht wiederbesetzt.

Neben den beiden Pfarrern sollen dem Pastoralteam auch die Gemeindereferentinnen Martina Teipel (St. Oliver) und Dagmar Fromm-Brauner (Heilige Engel) sowie ein Verwaltungsbeamter angehören. Was aus den Salesianer-Patres Jochen Aretz und Harald Neuberger (beide St. Augustinus) wird, ist noch unklar. Laut Berkefeld hat die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos, der die Patres angehören, noch nicht über den Verbleib der beiden entschieden.

Noch klären müssen die Gemeinden auch, wer künftig welche Aufgabe übernimmt. „Das Team muss erst einmal überlegen, wie es sich über das Gebiet verteilt und wie wir pfarrübergreifend Aufgaben wahrnehmen“, sagt Berkefeld. Die Gespräche dazu sollen im Frühjahr beginnen. Das Bistum habe zudem zugesichert, dass den Pastoralbereichen bis 2019 hauptberufliche Verwaltungsleiter zur Verfügung gestellt werden. Aus Sicht Berkefelds muss dies bei der Umstellung geschehen.

Wichtig ist es aus Sicht des Laatzener Pfarrers, dass jede Pfarrei ihre Eigenständigkeit behält - mit eigenem Kirchenvorstand, anderen Gremien und eigenem Haushalt. Ziel sei es, dass jede Gemeinde ihren Ansprechpartner habe. Greifen soll die Reform nach den Sommerferien 2017. „Ob im August oder September, ist noch nicht geklärt“, ergänzt Berkefeld.

Von Johannes Dorndorf und Christian Link

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  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Markantes aus der Geschichte: Der Ort wurde 1204 erstmals unter dem Namen Bemungerode erwähnt. Durch die Erschließung der Siedlung Am Kronsberg zur EXPO 2000 ist Bemerode stark gewachsen.
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