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Hund stirbt in Bemerode an Giftköder

Leberwurst mit Rattengift Hund stirbt in Bemerode an Giftköder

Unbekannte haben in Bemerode auf einer Grünfläche offenbar Giftköder ausgelegt. Die Polizei Hannover gab am Donnerstag eine Warnmeldung heraus, weil ein Hund verstarb, nachdem er Leberwurst auf der Fläche gefressen hatte. Ein weiterer schwebt in Lebensgefahr.

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Die Polizei warnt vor Giftködern in Bemerode.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Bemerode. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Am Donnerstag war die Halterin der Tiere bei der Polizei erschienen und hatte Anzeige erstattet. Demnach war die Frau bereits am vergangenen Freitag gegen 20.30 Uhr mit ihrem Schnauzer-Mischling und einem zweiten Mischling am Viktoria-Saffe-Weg spazieren. Dort bemerkte sie zu spät, dass sich ihr Schnauzer-Mischling an einem Stück Leberwurst zu schaffen machte, das auf einer Grünfläche neben dem Fußweg lag. Noch bevor sie es verhindern konnte, fraß der Hund den Köder. Der zweite Hund leckte lediglich an einem weiteren Stück Wurst.

Da die beiden Hunde offenbar zunächst keine Beschwerden hatten, ging die 71-Jährige mit ihnen nach Hause. Im Laufe der Nacht jedoch verschlechterte sich der Zustand der beiden Haustiere derart, dass der Schnauzer-Mischling noch vor dem Morgen starb. Mit dem zweiten Hund ging die Seniorin am Sonnabend zu einem Tierarzt. Dort stellte sich heraus, dass die Leberwurst offenbar mit Rattengift behandelt und der Mischling dadurch vergiftet worden war. Er schwebte zu diesem Zeitpunkt in Lebensgefahr.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Leberwurst absichtlich ausgelegt wurde. Wann die Tierquäler die tödlichen Köder am Viktoria-Saffe-Weg verteilten, können die Ermittler bisher aber noch nicht genau sagen.

Es ist der erste Fall einer derartigen Tierquälerei seit gut einem halben Jahr in Hannover. Anfang Juli 2015 hatten Unbekannte in der Calenberger Neustadt mit Angelhaken gespickte Leckerlis und mit Glasscherben präparierte Wurst ausgelegt. Verletzt wurde damals glücklicherweise kein Tier.

Weniger Glück hatte vor fast genau einem Jahr ein Schäferhund. Er hatte in der Südstadt ein Stück Wurst gefressen, in das Hundehasser Schrauben gesteckt hatten. Nachdem seine Besitzerin zur Polizei gegangen war, fanden Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch rund 50 weitere präparierte Köder, die am Bertha-von-Suttner-Platz verteilt worden waren. Obwohl insgesamt 1500 Euro Belohnung für Hinweise zu den Tätern ausgelobt wurden, konnte die Polizei noch immer keinen Tatverdächtigen ermitteln. 

Zeugen, die Hinweise zu der aktuellen Tat in Bemerode geben können, oder in der vergangenen Woche etwas Verdächtiges am Viktoria-Saffe-Weg beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 36 20 zu melden.

jki/sag

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Bemerode in Zahlen
  • Stadtbezirk : Kirchrode-Bemerode-Wülferode, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Bezirksbürgermeister : Bernd Rödel (SPD)
  • Stadtbezirksrat :  CDU: 8, SPD: 6, Grüne: 3, WFH: 1, FDP: 1
  • Markantes aus der Geschichte: Der Ort wurde 1204 erstmals unter dem Namen Bemungerode erwähnt. Durch die Erschließung der Siedlung Am Kronsberg zur EXPO 2000 ist Bemerode stark gewachsen.
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