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Aus den Stadtteilen Wie sicher ist die Hildesheimer Straße?
Hannover Aus den Stadtteilen Wie sicher ist die Hildesheimer Straße?
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02:15 14.01.2018
Ein schwerer Unfall hatte sich im vergangenen November auf der Hildesheimer Straße ereignet.  Quelle: Foto: Dillenberg (Archiv)
Südstadt/Bult

Rasende Autofahrer, bei Rotlicht überfahrene Ampeln, rücksichtsloses Rechtsabbiegen – der Bezirksrat Südstadt-Bult lässt bei der sich oftmals gefährlich gestaltenden Verkehrssituation auf der Hildesheimer Straße nicht locker. Allerdings ziehen die Politiker bei den Lösungsvorschlägen für die Probleme nicht immer an einem Strang. 

In der jüngsten Sitzung antwortete die Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen. Die Fraktion wollte wissen, warum die Ampelanlage für Fußgänger und Radfahrer über die Hildesheimer Straße in Höhe der Stadtbibliothek nicht für alle sechs Fahrspuren die gleiche Ampelphase anzeigt. In der Mitte befindet sich eine Verkehrsinsel, die die drei Fahrspuren stadteinwärts und -auswärts voneinander trennt. Installiert sind zwei sogenannte Bedarfsampeln, die nur aktiv werden, wenn ein Fußgänger oder Radler den Schalter betätigt. Sie funktionieren getrennt voneinander.

Am 21. November war an der betreffenden Stelle eine Radfahrerin bei einem Unfall schwer verletzt worden: Beim Überqueren der Hildesheimer Straße aus Richtung Höltystraße hatte sie von der Bedarfsampel Grün angezeigt bekommen. Doch von der Verkehrsinsel in der Straßenmitte aus, auf der sich die zweite Bedarfsampel befindet, fuhr sie bei rotem Licht weiter. Deshalb wurde sie von einem Autofahrer erfasst. 

An der Hildesheimer Straße hat es einen schweren Unfall geben. In Höhe der Stadtbibliothek ist eine Radfahrerin von einem Auto angefahren worden.

Die Ursache für die unterschiedlichen Schaltungen – heißt es seitens der Verwaltung – liege darin, dass Fußgänger, die erst später nach Beginn der Grünphase die erste Hälfte der Fahrbahn überquerten, auf der Verkehrsinsel in der Straßenmitte stehen bleiben müssten, weil für den Überweg auf der anderen Straßenhälfte schon wieder Rot gelte. Dann müssten die in der Straßenmitte wartenden Fußgänger per Knopfdruck grünes Licht für die zweite Straßenhälfte anfordern, damit die Ampel wieder umspringen kann – sie schaltet allerdings immer nur für die betreffende Straßenhälfte auf Grün. Jeder Verkehrsteilnehmer müsse also stets selbst darauf achten, welches Signal für ihn jeweils gelte.

Die Verwaltung hat an dem Überweg die dort früher montierte eigene Ampel für Radfahrer mittlerweile entfernen lassen. Dadurch sollte die Verkehrssicherheit verbessert werden: Verwechslungen, für welchen Verkehrsteilnehmer welches Licht gelte, seien jetzt nicht mehr so leicht möglich, heißt es. 

Auch die CDU wollte den Rad- und Fußgängerüberweg an der Hildesheimer Straße auf die Tagesordnung bringen. Der Fraktion ging es um eine vor Kurzem an der Ecke Höltystraße/Wilhelmstraße aufgestellte Litfaßsäule, die deutlich dichter am Fahrbahnrand steht als ihre Vorgängerin. Laut CDU behindert die Säule die Sicht der Radfahrer erheblich, die an dieser Stelle die Hildesheimer Straße überqueren wollen. 

Allerdings wollten die anderen Fraktionen den Antrag in dieser Sitzung nicht zulassen. Das sei keinesfalls eine dringliche Angelegenheit, hieß es bei der SPD. „Es handelt sich um einen Unfallschwerpunkt, deshalb sollte auch in der dunklen Jahreszeit darüber diskutiert werden“, sagte CDU-Mann Jesse Jeng vergeblich dagegen. In der nächsten Sitzung wird es also wieder um die Hildesheimer Straße gehen.

Von Mathias Klein

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