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Bothfeld Architekten müssen noch nachbessern
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Architekten müssen noch nachbessern
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02:15 06.05.2016
Auf der bislang unverbauten Fläche zwischen Bothfelder Wäldchen und den Stadtbahngleisen entsteht vom nächsten Jahr an ein neues Wohnquartier.Foto: Kutter
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Bothfeld

Das Neubaugebiet Hilligenwöhren nimmt immer mehr Gestalt an. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide stellte das Bauunternehmen Gundlach die ersten Architektenentwürfe für das neue Wohnquartier zwischen Burgwedeler Straße, OSV-Gelände und Bothfelder Wäldchen vor. Demnach soll das Baugebiet aus drei verschiedenen Baufeldern für Wohnhäuser bestehen, die sich um einen zentralen Quartiersplatz anordnen. Geplant sind rund 20 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 250 Wohneinheiten zum Kaufen oder Mieten.

Architekt Karl Busch, der den Wettbewerb betreut, gab den Bürgern und Lokalpolitikern einen exklusiven Einblick in die zwölf Wettbewerbsbeiträge. „Normalerweise wird im Laufe eines Wettbewerbsverfahrens nicht die Öffentlichkeit informiert, aber wir wollen die Bürger auf dem ganzen Weg des Verfahrens mitnehmen“, sagte Busch. Für jedes der drei Baufelder präsentierte er vier Architektenentwürfe, die jeweils einen unterschiedlichen Ansatz verfolgen. Allerdings sehen alle Entwürfe einen niedrigen Energiestandard bis zur Passivhausbauweise und ein Flachdach vor. Andere Bauweisen sind nicht erlaubt.

„Ich bin etwas enttäuscht, ich hätte mir die Gestaltung etwas lebensfreundlicher und nicht so klotzig gewünscht“, kritisierte Heidi Roggemann aus Isernhagen-Süd die Entwürfe. Wettbewerbsbetreuer Busch nahm diesen Hinweis dankbar auf. Auch er hatte zuvor einige Entwürfe als „schwerfällig“ oder „streng“ bezeichnet und bereits Nachbesserungen von den Architekten gefordert. Allerdings stellte Busch auch klar: „Es gibt noch keine Favoriten - das darf es an dieser Stelle des Wettbewerbs auch nicht geben.“ In der ersten Phase gehe es nur darum, die Vorschläge der Architekten zu verbessern.

Die Verkehrsanbindung des Neubaugebiets soll über die Burgwedeler Straße erfolgen. Laut Verkehrsgutachten werden täglich etwa 1000 Autos zusätzlich über die Kreuzung Burgwedeler Straße/Kurze-Kamp-Straße fahren. Eine neue Linksabbiegerspur für das Wohngebiet in Fahrtrichtung stadtauswärts soll überlangen Wartezeiten vorbeugen. „Mit einer Linksabbiegerspur ist der Verkehr beherrschbar“, verspricht der Gutachter.

„Wenn alles gut läuft, werden wir Anfang 2017 mit dem Bau der Erschließungsstraße anfangen“, sagte Projektentwickler Andreas Kramer. Die Arbeiten im ersten Baufeld sollen im Herbst nächsten Jahres starten. Das Wohngebiet wird vom Waldrand aus in Richtung Bischof-von-Ketteler-Straße entstehen. Kramer: „In fünf Jahren soll das komplette Baufeld abgeschlossen sein.“

Vermarktung hat begonnen: „Interessenten können ab jetzt bei Gundlach anrufen“, sagte Kramer. Für Informationen und Beratung stehen Elena Lohrenz und Gonca Cevirme unter Telefon 3 10 93 00 bereit. „Wir planen das Wohngebiet für alle Bevölkerungsschichten“, versprach Kramer. Geplant seien Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen unterschiedlicher Größe. „Aber keine Riesenwohnungen.“ Von Christian Link

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