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Bothfeld Auf Kasernengelände sollen künftig 1.500 Menschen leben
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Auf Kasernengelände sollen künftig 1.500 Menschen leben
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00:15 08.09.2017
Von Susanna Bauch
2001 hat die Bundeswehr die Kaserne verlassen, seitdem verfällt das 270 000 Quadratmeter große Areal. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Hinter dem verrosteten Tor tut sich ein langer Weg auf – ins Nichts. Marode Gebäude rechts und links, ansonsten nur Einsamkeit und Verfall. Die Zäune um das Brachgelände geben hin und wieder den Blick frei und den Wildwuchs, hier und da hängen Stacheldrahtreste. Für Fotografen und Menschen mit Hang zu morbiden Orten ist die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne am Nordrand von Bothfeld genau die richtige Adresse. Immer wieder wurden Pläne für die Nutzung des 270 000 Quadratmeter großen Areals geschmiedet, doch seit mehr als 15 Jahren tut sich nichts.

Die Niedersächsische Landesgesellschaft (NLG) will jetzt allerdings Nägel mit Köpfen machen: Sie hat das Gelände an der General-Wever-Straße Ende 2016 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft und plant unter dem Projektnamen Gartenstadt Hannover-Nord ein Wohngebiet – 1500 Menschen sollen dort künftig in Stadtvillen, Mehrfamiliengebäuden und Einfamilienhäusern leben.

Kasernengebäude verfallen zusehends

In den vergangenen Jahren ist das riesige Gelände langsam zugewuchert. Die ehemalige Kaserne der Bundeswehr ist von der Straße aus zunächst ziemlich unscheinbar – nur die heruntergekommenen Zäune und der Blick durch die Toreinfahrt lassen erahnen, dass es sich hierbei um einen interessanten verlassenen Ort handelt. Die rund 45 ab dem Jahr 1937 errichteten Kasernengebäude verfallen zusehends, die Spuren von Vandalismus sind unübersehbar. Ehemalige Wege sind kaum noch zu erkennen, allerorten liegt Bauschutt – eine Herausforderung für die neuen Eigentümer, die für das Herrichten des Geländes allein 40 Millionen Euro zahlen müssen.

Wer sich zwischen Ruinen und Wildwuchs wohlfühlt, wird an der General-Wever-Straße daher nicht mehr lange Einblick in eine verlassene Welt haben. 2001 hatte die Bundeswehr die Kaserne aufgegeben, seitdem suchte der Bund einen Käufer, zwischenzeitlich durften sich Bauwagen-Bewohner auf dem Gelände breitmachen.

Projektleiterin ist optimistisch

2010 hatte ein Berliner Projektentwickler mit dem Geld israelischer Investoren Großes vor. Auch damals war der Arbeitstitel schon Gartenstadt – doch am Ende wurde nichts daraus. Jetzt indes läuft alles nach Plan, die alten Gebäude könnten noch in diesem Jahr verschwinden. „Erst muss der Bauleitplan beschlossen werden, dann kann es losgehen“, sagt die zuständig NLG-Projektleiterin Andrea Gremmer. Sie ist zuversichtlich, dass sowohl hinsichtlich des Zeitplans als auch bei der Vermarktung alles rundläuft. Ein verriegeltes und verrostetes Tor wird es dann künftig an der General-Wever-Straße nicht mehr geben.

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