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Bezirksrat will in Schule und Verkehr investieren

Bothfeld-Vahrenheide Bezirksrat will in Schule und Verkehr investieren

„Mutig in die Zukunft Hannovers investieren!“ lautet die Parole aus dem Rathaus für den Doppelhaushalt 2017/2018. Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide will da nicht zurückstehen und meldet 23 Extrawünsche an. Zusätzlichen Investitionsbedarf sehen die Lokalpolitiker vor allem bei den Schulen und in der Verkehrsinfrastruktur.

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Sieht schick aus, ist aber äußerst unpraktisch: Die Sporthalle der Grundschule Hoffmann von Fallersleben.

Quelle: Christian Link

Die wichtigsten Anträge im Überblick:

Hannover. Grundschule Hägewiesen: Die Stadt hat die Grundschule im Sahlkamp 2016 renoviert - ein WC wurde dabei aber ausgespart. „Die Toilettenanlage im Südtrakt der Schule ist nach wie vor sehr sanierungsbedürftig und die Benutzung für die Kinder nicht zumutbar“, sagt Elisabeth Generotzky (SPD). Neben der Toilettensanierung fordert der Bezirksrat auch eine zweite Sporthalle für die vierzügige Grundschule. Gemäß dem Standardraumprogramm hat sie einen Anspruch darauf.

Politiker wollen Saison im Lister Bad verlängern

Aufgrund des warmen Spätsommers verlängerten die hannoverschen Freibäder 2016 die Saison bis in den September. Für die Zukunft wünscht sich der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide, dass dieser Sonderfall zur Regel wird. Auf SPD-Antrag votierte das Gremium fast einstimmig für eine Verlängerung der Freibadsaison im Lister Bad bis Anfang Oktober. Insbesondere wegen des 50-Meter-Beckens sei das städtische Freibad dafür gut geeignet. „Das Lister Bad bietet optimale Voraussetzungen für den Badebetrieb auch bei etwas kühleren Lufttemperaturen“, sagte SPD-Fraktionschefin Claudia Heinrich. Ob die Saisonverlängerung gut ankommt, soll über zwei Jahre erprobt werden. Zur Kostenreduzierung könne der Badebetrieb auf das 50-Meter-Becken und das Sprungbecken begrenzt werden, schlug Heinrich vor. „Technisch ist das möglich“, sagte Bezirksratsbetreuer Dietmar Krebs. Allerdings sei eine Saisonverlängerung vor allem aus personellen Gründen nicht einfach umsetzbar. Für den Betrieb im Lister Bad sind neben Saisonkräften auch städtische Mitarbeiter aus den Hallenbädern zuständig, die im Sommer geschlossen sind. Laut Krebs liegen die Personalausgaben im Lister Bad pro Woche bei 21?800 Euro. Hinzu kommen Energiekosten, für die Krebs keine aussagekräftigen Zahlen vorlegen konnte. Genauere Angaben gab es zu den Einnahmen: Pro Woche würden zwischen 2139 und 25?468 Besucher gezählt, bei Einnahmen von durchschnittlich rund 11.500 Euro.

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Ungeeignete Halle: Auch bei der Grundschule Hoffmann von Fallersleben in Bothfeld sieht der Bezirksrat den Bedarf für eine neue Sporthalle. Die bestehende Halle ist laut Imke Knoll (Grüne) mit 150 Quadratmetern zu klein und für Ballspiele völlig ungeeignet. „Durch die bodentiefe Fensterfront, die Art der Holzverkleidung an den Wänden und die offen montierten Heizkörper besteht ein hohes Unfallrisiko“, erläutert Knoll.

Schulsanierung allgemein: Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp, die IGS Bothfeld und das Gymnasium Herschelschule müssen nach Ansicht des Bezirksrats dringend erweitert und saniert werden. Die CDU will den „erheblichen Sanierungsstau“ aber erst bei den Grundschulen angehen. „In den nächsten zwei Jahren werden wir nicht alle Schulen sanieren können“, sagt Rats- und Bezirksratsherr Felix Blaschzyk.

Stadtteiltreff Sahlkamp: „Der Stadtteiltreff platzt aus allen Nähten. Es gibt sehr wenige Räume und eine sehr gute Auslastung“, sagt Generotzky. Das Gebäude ist jedoch nur von der Deutsche Wohnen AG gemietet, eine Erweiterung nicht geplant. Daher soll die Stadt über einen Mietereinbau verhandeln. Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 600 000 Euro sollen als Mietvorauszahlung verrechnet werden.

Kurze-Kamp-Straße: Die Stadt hat die Grunderneuerung der Kurze-Kamp-Straße 2019 geplant, also erst für den nächsten Haushalt. Der Bezirksrat besteht jedoch darauf, dass die Straßensanierung so früh wie möglich durchgeführt wird. Gleich zwei Anträge - einer von Rot-Grün, einer von der CDU - fordern die Bereitstellung der erforderlichen Summe von 884 000 Euro. „Doppelt hält besser“, findet CDU-Bezirksratsherr Blaschzyk.

Neue Wege für Radler: Auf CDU-Antrag fordert der Bezirksrat allgemein den Aus- und Weiterbau des Radwegenetzes. Konkreten Sanierungsbedarf sieht die SPD an der Prüßentrift und der Kugelfangtrift sowie an der Straße Sahlkamp. Zudem schlägt sie den Bau eines Radwegs entlang der Sutelstraße zwischen Döbbeckehof und Podbielskistraße vor. Auf Grünen-Initiative sollen zudem die allgemeinen Haushaltsmittel für den Radverkehr in 2018 auf eine Million Euro erhöht und somit verdoppelt werden.

Weitere Anträge: Der Bezirksrat beantragt 550 000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes beim OSV Hannover, eine Verlängerung der Weidenallee im Landschaftsschutzgebiet Laher Wiesen sowie die Aufstellung neuer Sitzbänke und die Erneuerung von Verkehrsschildern im Stadtbezirk.

Umstrittene Projekte: Mehrheitlich votierte der Bezirksrat für die Einrichtung eines Park-and-Ride-Parkplatzes an der Stadtbahnhaltestelle Fasanenkrug. „Das halten wir für nicht umsetzbar“, sagte Blaschzyk und stimmte wie die gesamte CDU-Fraktion dagegen. Im Gegenzug enthielten sich SPD und Grüne bei einem CDU-Antrag, der ein Verkehrsleitsystem fordert, das den Umgehungsverkehr für Bothfeld besser steuern soll. FDP-Bezirksratsherr Wolfgang Butz enthielt sich bei allen Anträgen. „Es wäre vielleicht klüger gewesen, wenn sich der Bezirksrat auf ein, zwei Anträge beschränkt hätte, damit diese in den jeweiligen Ratsfraktionen auch durchzusetzen sind“, kritisierte Butz.

Von Christian Link

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Bothfeld in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.500
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.300 Ew.), Vahrenheide (9.200 Ew.) Sahlkamp (13.600), Isernhagen-Süd (2.800), Lahe (1.800)
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km²
  • Postleitzahl : 30657, 30659
  • Geschichte: Das älteste Gebäude in Bothfeld ist die Nicolaikirche (1288).
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