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Bothfeld Ein Haus voller neuer Ideen
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Ein Haus voller neuer Ideen
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02:15 08.01.2016
Mit Schlüssel: Pfarrer Martin von Essen, Projektmanagerin Johanna Sandersfeld, Vize-Geschäftsführerin Michaela Mendel-Kindermann und Wilfried Wesemann (von links).
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Bothfeld

Brot und Salz brachte Monika Stadtmüller, die Vorsitzende des hannoverschen Seniorenbeirats, mit. Es war ein Geschenk zum Einzug in das neu gebaute Stadtteilhaus, das jetzt mit einem Festgottesdienst eröffnet wurde. Da das Evangelische Johannesstift Bauherr und Träger des neuen Seniorenwohnheims ist, passte der alte Segensspruch „Brot und Salz - Gott erhalt’s“ besonders gut.

52 Senioren werden in der Einrichtung in der Gebrüder-Hartmann-Straße wohnen, jeweils zehn gemeinsam in einer Wohnung. „Wie eine große WG“, schwärmte Wilfried Wesemann, Geschäftsführer der Altenhilfeangebote des Johannesstifts. Er sieht in diesen sogenannten Wohn-Pflege-Gemeinschaften einen entscheidenden Vorteil gegenüber stationärer Seniorenbetreuung: „Sie bieten ein Höchstmaß an Individualität für jeden Bewohner.“ Senioren aus dem Zentrum St. Martinshof werden die Ersten sein, die die neuen Räume beziehen, denn dort soll anschließend ein Teil des Baus renoviert werden.

Anderthalb Jahre dauerte die Bauphase für das Stadtteilhaus, das nicht nur ein Zuhause für ältere Stadtteilbewohner sein soll, sondern auch ein Treffpunkt für die Nachbarn. Zusätzlich zu den Wohngemeinschaften wird das Gebäude eine Tagespflege, den ambulanten Pflegedienst und das Stadtteilbüro beherbergen. Darüber hinaus will sich das Haus mit kulturellen Angeboten auch an Quartiersbewohner ohne Pflegebedürfnis wenden.

„Diese Art Haus gab es in Hannover bisher noch nicht“, sagte Wolfgang Strotmann, Fachbereichsleiter Senioren bei der Stadt Hannover. Er werde sehr interessiert verfolgen, wie aus den Plänen Realität werde. Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg überzeugte indes schon der erste Eindruck bei der Eröffnungsfeier. „Dieses schöne Haus ist ein Gewinn für den Stadtbezirk“, betonte er. Er freue sich, dass die ehemalige Brachfläche nun endlich sinnvoll genutzt werde.

Rund 5 Millionen Euro kostete der Bau des innovativen Stadtteilhauses, die gesamte Summe trägt das Evangelische Johannesstift. Bei den Bauarbeiten scheint es einige Turbulenzenen gegeben zu haben, wie man aus einem von Wesemanns Kommentaren herauslesen kann. Die Erfahrungen der Bauphase könne man am besten in einem Buch mit dem Titel „Umplanen leicht gemacht - auch wenn die Bodenplatte schon gegossen ist“ zusammenfassen, heißt es darin.

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