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Bothfeld Gewinnerentwurf für Friedensmahnmal steht fest
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Gewinnerentwurf für Friedensmahnmal steht fest
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00:15 20.03.2017
Winni Schaaks Entwurf: Zwei dreieckförmige Stelen, die aus dem Boden emporkommen.Foto: von Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

„Wir waren von den verschiedenen Ideen und Interpretationen sehr überrascht“, sagt Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg. Alle Entwürfe der vier Künstler seien höchst kunstvoll und könnten überall eine gute Figur machen.

Anfang März hatten die renommierten Künstler ihre Entwürfe der Jury und interessierten Bothfeldern präsentiert. Jedes Modell war dabei so verschieden wie die Gedankengänge dahinter.

Die St.-Nicolai-Kirche will eine Skulptur für den Frieden errichten. Die vier in Frage kommenden Entwürfe stellen wir hier vor.

Doch Flexibilität in Bezug auf den Standort war den Juroren nicht wichtig. Ganz im Gegenteil: Das Komitee rund um den Bezirksbürgermeister achtete vor allem darauf, dass das zukünftige Mahnmal auch mit den bereits bestehenden Denkmälern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg vor der Kirche harmoniert. Winni Schaak aus Lübeck war dies gelungen.

Mit den zwei dreieckförmigen Stelen, die mit einem Spruchband umlaufen sind, konnte er die Jury überzeugen. Obwohl jeder Entwurf zu einem Zeitpunkt mindestens von einem der Komiteemitglieder favorisiert wurde, konnte der Lübecker letztlich überzeugen. „Wir fanden seine Skulptur am aussagekräftigsten“, so Grunenberg. Allerdings müsse am Spruchband eventuell noch etwas verändert werden.

Das wohl meistdiskutierte Exemplar kam von Tim Reinecke. Er hatte vorgeschlagen, die bestehenden Denkmäler auseinanderzunehmen und auf dem Bothfelder Platz zu verteilen. Aber allein wegen des Denkmalschutzes ist dieses Konzept geplatzt. „Dabei fanden wir die Idee dahinter sehr tiefsinnig“, sagte der Bezirksbürgermeister. Doch auch die Stadt, die gerade erst den Platz saniert hatte, hätte das Modell wahrscheinlich abgelehnt.

Die Konstruktion von Gerd Winner - eine kreisförmige, leicht erhabene Platte - befanden die Juroren ebenfalls als sehr durchdacht. Allerdings fehlten ihnen die Beziehungen zu den Denkmälern des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Uwe Spiekermanns Modell versuchte die Jury sogar noch umzustellen. Harry Grunenberg: „Wir mussten dann leider feststellen, dass die raumartige Skulptur einfach in zu großer Konkurrenz zur Kirche steht.“ Da half auch kein Umpositionieren mehr.

Vergangenen Mittwoch sprach die Jury dann ihre Empfehlung gegenüber dem Kirchenvorstand der St.-Nicolai-Kirche aus. Diese befürwortete den Vorschlag. Läuft alles wie geplant, soll das neue Friedensmahnmal zum Volkstrauertag 2018 eingeweiht werden.

Von Madeleine Buck

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