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Kommen Bothfelder Hochbahnsteige bereits 2018?

Bothfeld Kommen Bothfelder Hochbahnsteige bereits 2018?

Der Rat der Stadt und der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide haben die Region dazu aufgefordert, die geplanten Hochbahnsteige in Bothfeld schneller fertigzustellen. Beide Gremien dringen darauf, dass die geplanten Hochbahnsteige an den Haltestellen Kurze-Kamp-Straße und Bothfeld bereits 2018 und nicht erst ab 2019 stehen.

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Enttäuschung für die Bothfelder: Sie Stadtbahnhaltestelle Kurze-Kamp-Straße wird deutlich später als usprünglich geplant zum Hochbahnsteig.

Quelle: Christian Link (Archiv)

Hannover. Erst einmal klang es ganz gut: Der Stadtteil Bothfeld bekomme ab 2019 endlich zwei Hochbahnsteige, verkündete die Region Hannover im März nicht ohne Stolz. Vertreter des Verkehrsdezernats besuchten den Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide und stellten die verschiedenen Ausbauvarianten für die Haltestelle Bothfeld und die Kurze-Kamp-Straße vor.

Im Bezirksrat und auch im Rat der Stadt Hannover herrscht mittlerweile Einigkeit darüber, wie die Hochbahnsteige aussehen sollen. An der Haltestelle Bothfeld wird an der bestehenden Haltestelle ein Hochbahnsteig gebaut; an der Kurze-Kamp-Straße sind noch zwei sich ähnelnde Varianten im Gespräch, für beide muss der Bahnsteig etwa 100 Meter weiter nördlich verlegt werden. Die Haltestelle hätte damit direkten Anschluss an das Neubaugebiet Hilligenwöhren und der dortige Edeka genug Platz, um seine Räume zu vergrößern.

Bothfeld fühlt sich abgehängt

So richtig einverstanden ist die Politik mit der Planung der Region allerdings trotzdem nicht – nicht bauliche Details sind das Problem, sondern die geplante zeitliche Umsetzung des Bauplans. Weder dem Bezirksrat noch dem Rat der Stadt geht die geplante Fertigstellung der neuen Haltestellen im Jahr 2019 bis 2021 schnell genug. Mitte Mai setzten sich die SPD, die Grünen, die Linke und die FDP aus dem Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide in einem gemeinsamen Beschluss für eine zeitgleiche Umsetzung der beiden Haltestellen in 2018 ein. Der Stadtbezirksrat stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Ein paar Stunden zuvor hatte der Bauausschuss der Stadt bereits einen ähnlichen Beschluss verabschiedet. Beide Gremien setzten damit zwei klare Zeichen gegen die aktuelle Zeitplanung des Verkehrsdezernats – und begründen dies mit der derzeitigen Situation in Bothfeld: „Der jetzige Zeitplan der Region geht an den Bedürfnissen des Stadtbezirks vorbei“, erklärte SPD-Ratsherr Florian Spiegelhauer. Bisher gibt es in Bothfeld auf der Linie 9 ab der Noltemeyerbrücke keinen Hochbahnsteig. Nur auf der Stadtbahnlinie 9 in die andere Richtung und auf der Linie 1 ist die Situation ähnlich schlecht. Man habe zwar Verständnis dafür, dass die Verkehrsplaner mit vielen Projekten beschäftigt seien, doch müsse die Region das gesamte Stadtgebiet in den Blick nehmen, sagte Spiegelhauer. Man fühlt sich abgehängt in Bothfeld.

Kein Angriff auf Verkehrsplaner

Als Angriff auf die Verkehrsplaner sieht der Ratsherr die Beschlüsse des Stadtbezirksrats und des Rates nicht. Auch im Stadtbezirksrat bemühte man sich im Mai um einen versöhnlichen Ton mit der Region. Bezirksratsherr Christopher Steiner würdigte den Versuch des Fachbereichs Verkehr mit einem Besuch im Stadtbezirksrat und versprach, die Meinungen vor Ort in die Planung einzubeziehen.

Unter Druck stehen die Verkehrsplaner durch die Forderungen der Politik trotzdem. Eigentlich sollten die Bothfelder Hochbahnsteige schon im Bau sein. In ihrem Nahverkehrsplan von 2015 hatte die Region angegeben, bereits 2017 mit dem Bau der Haltestellen in Bothfeld beginnen zu wollen. Im März dieses Jahres hatte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz diese Zielsetzung als unrealistisch abgetan und dies mit der komplexen Planung und den ausgelasteten Kapazitäten der Region begründet. Einen Baubeginn vor 2019 hält der Verkehrsdezernent angesichts noch ausstehender Beschlüsse und ungeklärter Finanzierungsfragen auch weiterhin für unrealistisch. „Wir bleiben bei unserem Zeitplan, die Haltestelle Bothfeld in 2019/2020 und die Haltestelle Kurze-Kamp-Straße voraussichtlich 2020/2021 fertigzustellen“, sagte Franz auf Anfrage. Ob die Forderungen der Politik daran noch etwas ändern können, bleibt abzuwarten.

Von Nadine Wolter

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Bothfeld in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.500
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.300 Ew.), Vahrenheide (9.200 Ew.) Sahlkamp (13.600), Isernhagen-Süd (2.800), Lahe (1.800)
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km²
  • Postleitzahl : 30657, 30659
  • Geschichte: Das älteste Gebäude in Bothfeld ist die Nicolaikirche (1288).
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