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Bothfeld Prominente Gäste beim Neujahrsempfang
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Prominente Gäste beim Neujahrsempfang
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00:15 16.01.2016
Von rechts: Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg, Ortsvereinschefin Afra Gamoori, ihr Bothfelder Kollege Klaus Brauer, Stephan Weil, Stefan Schostok und die Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt. Quelle: Schwarzenberger
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Bothfeld

Und mit Ministerpräsident Stephan Weil, OB Stefan Schostok, der Landtagsabgeordneten Thela Wernstedt und dem EU-Parlamentarier Bernd Lange machten die Sozialdemokraten deutlich, wie viel Wert sie den Stadtbezirken im Osten beimessen. Traditionell kämen prominente Gäste zum Empfang, sagte Afra Gamoori, Vorsitzende der SPD in Vahrenheide-Sahlkamp. Er stehe durchaus schon im Fokus der Kommunalwahl.

Für Stephan Weil war es auch ein Heimspiel, gehört der Stadtteil doch zu seinem Wahlkreis. Ganz oben auf der Themenliste: die Flüchtlingspolitik. Weil holte ganz weit aus, sprach von den Exzessen am Silvesterabend in Köln als „echten Tiefschlag“ für Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Das Land Niedersachsen, aber auch die Stadt Hannover müssten dennoch so gut wie möglich helfen. Und angesichts der Bürgerkriegszustände in Syrien rechnet Weil nicht damit, dass der Strom an Flüchtlingen in diesem Jahr nachlässt. Saisonbedingt gebe es zwar einen leichten Rückgang an Asylbewerbern. „Aber das wird wieder zunehmen. Wir müssen bald Weichen stellen.“ OB Schostok nickte und sprach davon, dass Hannover an seiner Belastungsgrenze angekommen sei. „Die Asylverfahren dauern zu lange.“

„Europa kann von Bothfeld lernen“

Im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide gibt es mit den Unterkünften am Eichenweg, am Alten Flughafen und am Reiterstadion einige Flüchtlingsheime, weitere sind geplant, darunter an der Laher-Feld-Straße. Stadtweit wird es neue Einrichtungen geben; und die meisten funktionieren auch deshalb, weil es ehrenamtliche Helfer gibt, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Ob die Kölner Übergriffe dieses Engagement ausbremsen? Schostok fürchtet jedenfalls nicht, dass sich die Bürger nun von der Integrationsarbeit abwenden. „Wir haben viele Unterstützerkreise und wir sehen auch an größeren Einrichtungen wie dem Oststadtkrankenhaus, dass das bei uns funktioniert.“ Auch der hannoversche EU-Parlamentarier Bernd Lange lobte den Zusammenhalt im Stadtbezirk. So etwas bräuchte auch die Europäische Union verstärkt, sagte Lange mit Blick auf Uneinigkeit unter anderem in der Frage der Zuwanderung. „Europa kann von Bothfeld lernen.“

Und dann wirft das hannoversche SPD-Führungspersonal noch einen Blick auf das zu erwartende Wahlprogramm für dieses Jahr: „Wir müssen den sozialen Frieden im Blick haben“, sagte Weil. Tausende Flüchtlinge, allein in Hannover sind es rund 4000, bräuchten auch Wohnraum. „Beim sozialen Wohnungsbau darf es keine Konkurrenzsituation zwischen ärmeren Bürgern und Flüchtlingen geben.“ Schostok berichtete, dass Hannover nicht nur Flüchtlinge aufnehme, sondern auch Zuwanderer aus europäischen Ländern. Auch wegen steigender Geburtenzahlen wachse die Stadt. „Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren um rund 9000 Einwohner“, sagte der OB. Pro Jahr solle es stadtweit mindestens 1000 neue Wohnungen geben, sagte der Oberbürgermeister. Das kommt ins Wahlprogramm. Bislang plant die Stadt mit 600 Wohneinheiten jährlich.

Florian Spiegelhauer, Fraktionschef der SPD im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide, zeigte sich dagegen noch nicht in Wahlkampfstimmung. „Wir setzen unsere Sacharbeit im Gremium fort“, betonte er. In der kommenden Sitzung am 20. Januar will die SPD über eine Anhörung abstimmen lassen, bei der die Stadt ihre Sanierungspläne für die Schulen im Stadtbezirk vorlegt. Und auch um neue Hochbahnsteige soll es gehen.

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