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Bothfeld So räumt die Stadt im Wald auf
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld So räumt die Stadt im Wald auf
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02:15 05.03.2016
Das Bothfelder Wäldchen ist zu einer Sperrmüllhalde verkommen. Quelle: Uwe Dillenberg
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Bothfeld

Die Tage der Sperrmüllhalde im Bothfelder Wäldchen sind offenbar gezählt. „Die Verwaltung bereitet die Räumung aller Teilgrundstücke vor“, kündigte Stadtbezirksmanagerin Martina Raab jüngst im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide an. „Die Maßnahme soll voraussichtlich im März erfolgen.“ Obwohl es sich um eine private Fläche handelt, muss die Stadtverwaltung zunächst für die Aufräumarbeiten zahlen. „Auf dem Grundstück der Erbengemeinschaft wird die Stadt in Vorleistung gehen“, sagte Raab. Ob die Stadt das Geld von den Privateigentümern zurückfordern wird, sei noch offen.

Die illegalen Hütten samt Spermüllhalden im kleinen Waldstück nördlich der Bezirkssportanlage sind schon seit zehn Jahren ein fortwährendes Ärgernis. Schon 2006 hatte eine Anwohnerin den Fachbereich Recht und Ordnung auf das vermüllte Areal aufmerksam gemacht. Nachdem nichts passierte, setzte sich ab 2007 auch der Bezirksrat für eine Entrümpelung des Waldstücks ein. Nachdem sich die Stadt lange mit dem Land Niedersachsen und einer privaten Erbengemeinschaft gestritten hatte, wurde immerhin das östliche Teilgrundstück geräumt. Eine Gesamtlösung war lange Zeit aber nicht in Sicht.

Zu trauriger Berühmtheit kam das Bothfelder Wäldchen und die illegale Hüttensiedlung, als hier im September 2015 ein toter Obdachloser gefunden wurde. Der 36-jährige Lette war, wie sich später herausstellte, von einem anderen Wohnungslosen erschlagen worden. Beide hatten die Baracken als Unterschlupf genutzt.

Die Stadt verhandelte zu dieser Zeit schon längst über den Ankauf des Geländes. Mittlerweile wurden die Gespräche abgebrochen. „Man ist schon etwas enttäuscht, dass die Kaufverhandlungen gescheitert sind“, kommentierte Raab das Ergebnis aus Sicht der Verwaltung. Immerhin zeigte sich die Erbengemeinschaft ein bisschen kooperativ. Laut Raab liegt eine Erlaubnis zum Betreten des Grundstücks vor - ebenso wie eine Aufforderung der unteren Abfallbehörde der Region Hannover zur Entsorgung der Abfälle.

Im Publikum sorgte die Tatsache, dass die Eigentümer sich nicht um ihr Grundstück kümmern, für Verärgerung. Ein Bürger regte eine deutliche forschere Handlungsweise der Stadt an. Diese solle die Räumung in Rechnung stellen und eine Zwangshypothek ins Grundbuch eintragen, sofern die Eigentümer nicht bezahlen wollen. Anschließend könne das private Waldstück zwangsversteigert werden. Ob es dazu kommen wird, ist offen.

Nach der Räumung soll der Wald die ehemals vermüllte Fläche wieder zurückerobern. Anpflanzungen seien nicht geplant. „Die Renaturierung erfolgt über die natürliche Waldverjüngung“, sagte Raab. Die Stadt geht davon aus, dass sich das Grundstück innerhalb weniger Jahre an die Umgebung angepasst haben wird.

Neben der Hüttensiedlung will die Stadt auch das ehemalige Vereinsgelände des Hundesportvereins nördlich der Bezirkssportanlage räumen lassen. Die Fundamente und Wegbefestigungen sollen entfernt werden. „Die Hundefläche soll sich ebenfalls ungestört entwickeln“, sagte Raab. Die Aufwertung der Fläche zum Wald ist Teil einer Ausgleichsmaßnahme für das geplante Baugebiet Hilligenwöhren. Auf der Ackerfläche neben dem Edeka-Markt an der Burgwedeler Straße soll ein neues Viertel mit bis zu 250 Wohneinheiten entstehen.

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