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Bothfeld Welches Mahnmal passt zu Bothfeld?
Hannover Aus den Stadtteilen Bothfeld Welches Mahnmal passt zu Bothfeld?
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11:23 09.03.2017
In der St.-Nicolai-Gemeinde in Bothfeld wurden die Projektentwürfe für das geplante Friedensmahnmal vorgestellt. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Als wichtigstes Kriterium für das neune Friedensmahnmal an der St.-Nicolai-Kirche sah Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg: „Das Objekt muss mit den bereits bestehenden Kriegsdenkmälern harmonieren.“ Sollte allerdings keines der Kunstwerke der sechsköpfigen Jury zusagen, würden dementsprechend auch alle Ideen verworfen werden.

Die St.-Nicolai-Kirche will eine Skulptur für den Frieden errichten. Die vier in Frage kommenden Entwürfe stellen wir hier vor.

20 Minuten hatten die Kandidaten Zeit, ihre Skulptur vorzustellen und ihre Überlegungen dazu zu vermitteln. Alle Künstler machten dabei deutlich, dass es sich tatsächlich um keine einfach Aufgabe gehandelt habe. Mussten doch die Denkmäler aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg - ein steinerner Krieger und eine ebenfalls steinerne Namenstafel - zusätzlich in ihr Konzept einbezogen werden.

Pastor Dirk Rademacher war zufrieden mit der Auswahl: „Die Entwürfe sind alle so unterschiedlich. Ich bin dankbar, dass die Werke für sich so radikal sind.“

Radikal war vor allem eines der Kunstobjekte: Der Bremer Tim Reinecke entwarf im Gegensatz zu seinen Kollegen keine Skulptur im klassischen Sinne. Ganz im Gegenteil - er will die bestehenden Denkmäler in ihre Bestandteile zurücksetzen. „Ich würde die Einzelteile dann auf hölzernen Plattformen auf dem öffentlichen Bothfelder Platz positionieren“, erklärt er. Das würde den Beobachter dazu zwingen, das Bild wieder zusammenzusetzen, und gleichzeitig dazu auffordern, darüber nachzudenken. Der Bothfelder Platz wurde erst 2014 aufwendig saniert. Das Publikum und auch die Jury zeigte sich misstrauisch, ob die Stadt den Plan des Bremers überhaupt genehmigen würde. „Das wird noch für Diskussionsstoff sorgen“, prognostizierte der Pastor.

Mit dem neuen Friedensmahnmal will die Kirche nicht wie die bereits bestehenden Kriegsdenkmäler an die Vergangenheit, sondern vielmehr an die jetzigen Friedensbewegungen und Gewaltopfer erinnern.

Ob der von der Jury vorgeschlagene Entwurf auch in die Tat umgesetzt wird, entscheidet am Donnerstag der Kirchenvorstand der St.-Nicolai-Kirche.

Von Madeleine Buck

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