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Wietze und Laher Graben sind kritisch belastet

Wasser-Report Wietze und Laher Graben sind kritisch belastet

Die Lage der Fließgewässer in Hannovers Nordosten ist ernst: Der gesamte Laher Graben und der gesamte Wietzelauf innerhalb des Stadtgebiets sind als kritisch belastet einzustufen. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft Limnologie und Gewässerschutz Hannover in ihrem jüngsten Wasser-Report.

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Die Wietze in Isernhagen-Süd.

Quelle: Michael Wallmueller

Hannover. Die Arbeitsgemeinschaft Limnologie und Gewässerschutz (ALG) Hannover untersucht regelmäßig die Gewässerqualität von Bächen und Flüssen. Neben biologischen Gütekartierungen führen die Limnologen (Süßwasserkundler) auch chemische und physikalische Messungen durch.

In kritisch belasteten Gewässern ist nicht nur ein Fischsterben infolge Sauerstoffdefizits möglich. Auch die Anzahl der verschiedenen Tierarten geht zurück, während gewisse Arten zu Massenentwicklung neigen.

Wietze

Immerhin die Neuseeländische Deckelschnecke lässt sich in Isernhagen-Süd noch recht häufig finden. Andere wirbellose Tiere wie etwa Flohkrebse, Rollegel oder Eiförmige Schlammschnecken konnte die ALG bei ihrer Untersuchung auf Höhe der Straße Im Eichholz nur ganz selten entdecken. Für die Gewässerqualität ist die geringe Artenvielfalt ein schlechtes Zeichen. Auch oberhalb der Einmündung des Laher Grabens waren die Ergebnisse nicht viel besser. „Die Limnofauna zeigte sich bei den vorgefundenen Arten relativ individuenarm“, heißt es im Wasser-Report. Die Sauerstoffsättigung fällt mit 65 bis 82 Prozent ebenfalls nicht gut aus. Die Eisenbelastung liegt bei 0,4 Milligramm pro Liter. „Die leichte Eisenbelastung war auch geruchlich wahrzunehmen“, schreibt die ALG. Die Wietze erhält nur die Güteklasse II-III. Fazit: „Der gesamte Wietzelauf innerhalb des Stadtgebiets von Hannover kann als kritisch belastet eingestuft werden.“

Laher Graben

Schon 2014 stellte die ALG fest, dass der Oberlauf des Laher Grabens nur eine Sauerstoffsättigung von 50 Prozent aufweist und kritisch belastet ist. Mittlerweile untersuchten die Gewässerkundler auch den Unterlauf (nördlich der Autobahn 1) und entdeckten auch hier nur einen Sauerstoffsättigungswert von 57 Prozent. „Dieser und auch der Ammoniumstickstoffwert von 9,31 Milligramm pro Liter entsprachen den Kriterien der Güteklasse II-III“, heißt es im Wasser-Report. Im Wasser würden sich vor allem Flohkrebse tummeln, auch ein paar Wasserasseln waren zu finden. Außerdem gibt es im Laher Graben auch Rollegel, Große Schneckenegel, Schlammfliegen- und Köcherfliegenlarven. „Neben dem Wasserskorpion wurde auch ein beeindruckendes Exemplar der Gelbrandkäferlarve gefunden“, freuen sich die Limnologen. Der Gesamteisengehalt ist mit 1,5 Milligramm pro Liter auffällig hoch.

Von Christian Link

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