Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Satirepartei zieht ein - Rot-Grün hat die Mehrheit

Bezirksrat Nord Satirepartei zieht ein - Rot-Grün hat die Mehrheit

Eine Überraschung dürfte Edeltraut Geschke (SPD) am Montagabend kaum erleben: Die bisherige Bezirksbürgermeisterin Nord hat in der Kommunalwahl überragend viele Stimmen bekommen. Und da Rot-Grün im neuen Bezirksrat Nord mit 10 von 19 Sitzen wieder die Mehrheit stellt, wird die SPD-Politikerin wohl wiedergewählt werden.

Voriger Artikel
Autofahrer bei Unfall leicht verletzt

Hannover. Die CDU zumindest will keinen Gegenkandidaten aufbieten. „Wir akzeptieren den Bürgerwillen. Frau Geschke ist mit mehr als 2080 Stimmen unschlagbar“, betont CDU-Fraktionschefin Angelika Jagemann.

Daran wird auch die Satirepartei „Die Partei“ nicht rütteln können. Spitzenkandidat Julian Klippert wurde nicht nur in Rat und Regionsversammlung gewählt, sondern auch in den Bezirksrat Nord. Gerüchte besagen, dass die Satirepartei einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bezirksbürgermeisters ins Rennen schicken will. Ob Klippert selbst im einzigen Bezirksrat bleibt, den seine Partei erobern konnte, ist allerdings fraglich. Gut möglich, dass der bisherige Comicbuchhändler zugunsten von Marc Oliver Schrank verzichtet. Schrank, besser bekannt als Betreiber des Kultkiosks „Onkel Olli’s“, ist in der Nordstadt und darüber hinaus für seine skurrilen Gastro-Ideen bekannt.
Die erfahrenen Politiker im Bezirksrat sehen diesem Neuzugang mit Spannung entgegen. „Ich bin für Spaß zu haben. Aber wenn er nur auf eine alberne Show aus ist, nehme ich ihn mir mal an die Seite“, kündigt Bezirksbürgermeisterin Geschke an. Grünen-Fraktionschef Stefan Winter sieht das ähnlich. „Ich hoffe, dass die Leute sich für die eigentliche politische Arbeit interessieren.“

Aktuelle Themen im Bezirksrat

Die Grünen wollen wissen, was aus den Plänen zu Verkauf und Wohnungsbau auf dem Gelände der ehemaligen Landesfrauenklinik wird. Die CDU-Fraktion stellt Anfragen zu schulpflichtigen Kindern in der Obdachlosenunterkunft Burgweg, die der Schule fernbleiben sollen. Außerdem fragt sie nach möglichen Drogenproblemen am Spielplatz Horst-Fietjer-Weg und der Zukunft der bisher weiterhin brach liegenden Fläche am Hainhölzer Markt Süd.
Der Bezirksrat tagt am Montag, 21. November, um 19 Uhr in der Mensa der Stadtentwässerung, Sorststraße 16.

Wenn der Bezirksrat Nord neu zusammenkommt, steht allerdings auch die Wahl des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters an. Bisher hat Grünen-Politikerin Christine Deja das Amt ausgeübt. Die 57-Jährige tritt wieder an. Rot-Grün will sich diese Woche über gemeinsame Themen und die Postenverteilung einigen. Allerdings erhebt auch die CDU Anspruch auf den Stellvertreterposten. Zwar liegen die Grünen mit 21 Prozent knapp vor der CDU. Aber CDU-Fraktionschefin Jagemann macht eine andere Rechnung auf. „Nach Frau Geschke habe ich die meisten persönlichen Stimmen erzielt. Als stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ist ja auch die Person gefragt.“

Personelle Verschiebungen gibt es in der CDU-Fraktion. Thomas Klapproth hat auf sein Mandat verzichtet, bleibt aber als Ratsherr beratendes Mitglied im Bezirksrat. Der 26-jährige Henrik Jagemann rückt nach. Der Steuerfachangestellte ist der Sohn der Fraktionschefin.

Voriger Artikel
Mehr aus Brink-Hafen
Brink-Hafen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Brink-Hafen (140 Einwohner), Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Der Hafen am Mittellandkanal gibt dem Stadtteil seinen Namen. Der Ort Brink gehörte in den 30er Jahren zu Langenhagen.
Jetzt wird's nass: Wasserstadt Hannover

Hannover ist nicht nur grün, Seen, Flüsse und Brunnen machen die niedersächsische Landeshauptstadt auch zu einer Metropole am Wasser. Wilhelm Hauschild hat sich immer wieder an den Ufern getummelt und die Menschen fotografiert.

Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.