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Bult Was passiert mit dem Sportfeld?
Hannover Aus den Stadtteilen Bult Was passiert mit dem Sportfeld?
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00:15 11.08.2016
Von Bernd Haase
Seit 2010 unbespielbar: Vier Sportplätze, die der Werbeagentur Dievision gehören, liegen brach – weil der Stadt die Miete zu hoch ist. Quelle: privat
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Hannover

Die CDU will im Bezirksrat Südstadt-Bult ein seit Längerem schwelendes Thema per Anfrage wieder auf die Tagesordnung bringen: die Zukunft des ehemaligen Sportgeländes der Tierärztlichen Hochschule am Robert-Koch-Platz. „Das Gelände verkommt immer weiter, dort wächst mittlerweile meterhoch Schafgarbe und anderes Unkraut“, sagt der Christdemokrat Dieter Küßner. Er hegt den Verdacht, dass Stadt und rot-grüne Ratsmehrheit nach den Kommunalwahlen im September daran gehen, die Sportplätze zu Bauland zu deklarieren. „Dabei brauchen wir gerade im Bereich Südstadt und Bult dringend Flächen für die Sportler“, sagt Küßner. Vereine wie Post SV und Arminia hätten Bedarf; Eintracht Hannover platze ohnehin aus allen Nähten.

Hochschule gibt Sportplätze auf

Die Tierärztliche Hochschule hatte ihre Mensa am Robert-Koch-Platz und damit auch die vier Sportplätze 2010 aufgegeben. In der denkmalgeschützten, ehemaligen Studentenkantine residiert seit dem Umbau die Werbeagentur Dievision, der auch das Sportgelände gehört. Mehrfach haben Stadt und Eigentümer über eine Wiederbelebung der Plätze verhandelt. Ein Kauf scheiterte an den Preisvorstellungen, außerdem wurden sowohl in Sachen Mietforderungen als auch bei der fälligen Sanierung keine Einigung erzielt.

In der Tat ist an Sportbetrieb derzeit nicht zu denken. Um ihn zu ermöglichen, müssten Rasenflächen und Flutlichtanlage hergerichtet sowie Ballfangzäune installiert werden. 300 000 Euro, so hat es die Stadt vor zwei Jahren errechnet, würde das kosten. Auch die Mietforderungen von 32 000 Euro jährlich sind der Stadt zu hoch. „Es gibt seit gut zwei Jahren keine Verhandlungen. Dies dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern“, sagt Stadtsprecher Udo Möller.

Sportvereine klagen über Platznot

In der Südstadt klagen alle größeren Sportvereine über Platznot. So muss beispielsweise Eintracht Hannover fast drei Dutzend Fußballmannschaften auf drei Feldern unterbringen. Die angestrebte Mitnutzung des neuen Sportplatzes der Elsa-Brändström-Schule ist nach einer Anwohnerklage nur eingeschränkt möglich. Probleme gibt es auch bei Arminia Hannover, deren angestammtes Gelände am Bischofsholer Damm nicht weit entfernt vom Robert-Koch-Platz liegt. „Gebt uns diesen Sportplatz“, fordert daher Küßner mit Blick auf die Brache.

Die Einschätzung des Christdemokraten, das Gelände werde absichtlich nicht als Sportfläche genutzt, um es leichter zu Bauland machen zu können, weist die Stadt zurück: „Eine Bebauung oder auch nur die Ausweisung als Bauerwartungsland ist nicht zu erwarten; und es gibt auch keinerlei Bestrebungen in diese Richtung“, betont Möller.

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