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Bult Bezirksrat beantragt einspurige Lindemannallee
Hannover Aus den Stadtteilen Bult Bezirksrat beantragt einspurige Lindemannallee
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00:15 28.03.2017
Von Bärbel Hilbig
SPD und Grüne im Bezirksrat wollen einen Grünstreifen in der Mitte der Lindemannallee. Quelle: Nico Herzog (Archiv)
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Hannover

Die großzügig angelegte Lindemannallee besitzt aus Sicht der Verwaltung bereits jetzt nur eine Fahrbahn. Das ist den meisten Autofahrern allerdings angesichts der Fahrbahnbreite nicht klar. Zudem wird der Verkehr an Kreuzungen und Abzweigen auf zwei Spuren geführt.

Das zweispurige Befahren und vor allem Überholversuche führten regelmäßig zu gefährlichen Situationen, argumentieren die Antragsteller. Eine eindeutige Kennzeichnung als einspurige Fahrbahn sei deshalb dringend notwendig.

SPD und Grüne befürworten nun eine Begrünung in der Mitte der Straße, damit die Fahrbahn auf diese Weise schmaler wird. Außerdem soll diese Bepflanzung den Stadtteil Bult attraktiver machen. Vor allem die CDU-Fraktion zeigte sich skeptisch und stimmte schließlich auch gegen den Antrag. „Ein Grünstreifen bringt Pflegeaufwand mit sich“, argumentiert CDU-Fraktionschef Jan Alexander Scholz.

Bedenklicher findet er allerdings einen anderen Aspekt: In der Nähe liegen mehrere Krankenhäuser. „Können andere Autos den Rettungswagen noch ausweichen, wenn in der Mitte der Straße ein Grünstreifen liegt?“ Scholz regte an, statt einer Insel in der Straßenmitte die Längsparkplätze am Straßenrand in Querparkplätze umzuwandeln. So ließe sich mehr Parkraum gewinnen und gleichzeitig die Fahrbahn verkleinern.

SPD und Grüne fanden den Vorschlag nicht überzeugend. „Es fahren bereits jetzt häufig Fahrzeuge bei Überholmanövern in den Gegenverkehr.“ Das würde ohne einen trennenden Grünstreifen womöglich noch schlimmer.

Die Forderung des Bezirksrates Südstadt-Bult wird nun vom Fachbereich Tiefbau geprüft. Wie realistisch es ist, dass an der Lindemannallee tatsächlich ein Grünstreifen eingerichtet wird, konnte Stadtsprecher Alexis Demos gegenwärtig nicht sagen. Innerhalb von vier Monaten wird die Verwaltung über den Antrag entscheiden und das Ergebnis dem Bezirksrat mitteilen.

Auswirkungen nicht bedacht

Noch ist unklar, wie die Stadt auf die Forderung der Bezirksratsmehrheit Südstadt-Bult reagieren wird: Die Lindemannallee zwischen dem ­Bischofsholer Damm und dem Aldi soll nur noch einspurig befahren werden dürfen. Die Bezirksratpolitiker haben offenbar noch nicht über die Folgen ihres Beschlusses nachgedacht. Wenn die Lindemannallee einspurig werden sollte, wird das noch mehr Autofahrer dazu animieren, die vermeintlich schnellere Strecke durch die Janusz-Korczak-Allee vorbei am Kinderkrankenhaus auf der Bult und an der Förderschule zu nutzen. Aber auch das wollen SPD und Grüne eigentlich verhindern.

Und eine einspurige Lindemannallee hätte noch eine weitere Folge: Die Debatte um eine einspurige Verkehrsführung auf dem Rudolf-von-Bennigsen-Ufer vom Nordufer des Maschsees bis zum Altenbekener Damm würde wieder aufflammen. Wenn der Verkehr am Maschsee nur noch einspurig läuft, werden sich einige Autofahrer Ausweichrouten suchen, wie zum Beispiel die Hildesheimer Straße. Dort aber wollte der Bezirksrat eigentlich eine geringere Belastung mit Autos haben.

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