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Großer Aufwand für einen kleinen Pfeil

Südstadt Großer Aufwand für einen kleinen Pfeil

Der Bezirksrat will den Grünen Pfeil – und damit einen Schleichweg – abschaffen. Doch die Stadt schaut genau hin.

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Der Grünpfeil an der Lindemannallee soll demontiert werden. 

Quelle: Rainer Surrey

Südstadt. Ein kleines Verkehrsschild führt zu einem langwierigen Hin und Her zwischen dem Bezirksrat Südstadt-Bult und der Stadtverwaltung. Es geht um einen Grünpfeil, der an der Ampel in der Lindemannallee am Abzweig zur Janusz-Korczak-Allee montiert ist. Der Bezirksrat verlangt eine Demontage des Pfeils, damit Autofahrer die Janusz-Korczak-Allee an der Förderschule und am Kinderkrankenhaus entlang nicht mehr als Schleichweg benutzen. Die Stadtverwaltung ist bisher nicht auf die Forderung des Bezirksrats eingegangen. Jetzt will das Rathaus erst einmal aufwendig testen, ob die Strecke tatsächlich von Autofahrern als Abkürzung genutzt wird.

Die Stadt will dort jetzt zunächst insgesamt zwei Wochen lang einen mobilen Geschwindigkeitsanzeiger aufstellen, berichtete Stadtbezirksmanager Sven Berger. Eine Woche will das Bauamt Daten sammeln, wie viele Autos die Straße entlangfahren und wie schnell diese sind. In der zweiten Woche soll dann der Grüne Pfeil abgedeckt werden - dann sammelt das Bauamt wieder Daten über die Anzahl der Autos und deren Tempo. Erst dann will die Stadtverwaltung entscheiden, ob der Pfeil wirklich weg kann.

Dabei ist die Lage ziemlich eindeutig, wie der Sprecher des Kinderkrankenhauses auf der Bult, Björn-Oliver Bönsch, berichtet. Er beobachtet vor allem zu den Verkehrsspitzenzeiten morgens und zum Feierabend, dass etliche Autofahrer die Janusz-Korczak-Allee als Abkürzung nutzen. „Von der Strecke her ist das kein Vorteil“, meint er. Aber die Autofahrer erhoffen sich offenbar einen erheblichen Zeitgewinn. Bönsch berichtet, dass zu den Spitzenzeiten sowohl in der Lindemannallee als auch auf dem Bischofsholer Damm die Autoschlangen lang sind. Das führe dann offenbar zum Ausweichen auf die Janusz-Korczak-Allee. „Einige von diesen Autofahrern fahren dort auch leider deutlich schneller“, berichtet Bönsch außerdem. Wegen der vielen Kinder in der Janusz-Korczak-Allee durch die Förderschule und im Kinderkrankenhaus auf der Bult gilt dort Tempo 30. „Da könnte es mal zu ganz gefährlichen Situationen kommen“, sagt der Sprecher.

Bisher hatte die Verwaltung die Demontage des Grünen Pfeils abgelehnt, die Begründung: Durch die Fahrt über die Janusz-Korczak-Allee auf den Bischofsholer Damm und umgekehrt ergäben sich keine zeitlichen Vorteile. Weiter hatte es von der Verwaltung geheißen, dass auch ohne Grünpfeil einige Autofahrer die Strecke als Abkürzung nutzen würden. Der Grünpfeil sei von der Verwaltung gewollt, um den Kreuzungsbereich für den Anliegerverkehr in der Janusz-Korczak-Allee jederzeit befahrbar zu halten.

Die Grünen hatten in der vorigen Sitzung des Bezirksrats noch einmal auf das Thema aufmerksam gemacht. In einer Anfrage wollte ihr Bezirksratsmitglied Michael Matthies unter anderem wissen, ob die Verwaltung auch jetzt die Kreuzungsbereiche aller anderen Straßen in der Landeshauptstadt jederzeit für den Anliegerverkehr frei halten wolle.

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Bult in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil: Bult (2.975), Südstadt (38.600)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Der Name des Stadtteils Bult leitet sich vom niederdeutschen Wort „Bulte“ ab, was so viel wie Hügel bedeutet.
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