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Hunderte kommen zum Kirschblütenfest

Bult Hunderte kommen zum Kirschblütenfest

Obwohl die Blüten noch auf sich warten ließen, war das 16. Kirschblütenfest im Hiroschima-Hain ein großer Erfolg: Zahlreiche Gäste genossen den Frühlingsanfang und japanische Spezialitäten.

Bult. „Den richtigen Blühzeitpunkt verpassen sie immer“, sagt Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne bei seiner Begrüßungrede. Auch wenn die Blüten der 110 Kirschbäume im Hiroschima-Hain auf der Alten Bult wohl noch etwas länger brauchen, hat das 16. Kirschblütenfest mit vielen typisch japanischen Bräuchen wieder Hunderte Besucher angelockt. In Japan ist das Kirschblütenfest unter der Bezeichnung „Hanami“(übersetzt: „Blüten betrachten“), eine wichtige Tradition. Familien, Freunde oder Kollegen treffen sich in Parks und an anderen öffentlichen Orten zum gemeinsamen Picknick unter der Blütenpracht. Die als „Sakura“ bezeichneten Blüten werden als Symbole vergänglicher Schönheit gesehen, die den Anfang des Frühlings markieren.

Auch im Gedenk-Hain haben es sich viele der Besucher auf Decken gemütlich gemacht, trotz des etwas wolkenverhangenen Himmels. Manche haben selbst Speisen mitgebracht. Zudem gibt es an den Ständen japanische Spezialitäten zu probieren. Etwa die Wagashi genannten Süßigkeiten, Bällchen aus gestampften Reis oder Bohnenpaste. Diese gehören auch zur traditionellen Teezeremonie, die Nakamoto Hiroyo zelebriert, die Kulturbotschafterin der Stadt Hiroschima.

Weit weniger leise geht die Gruppe Nanami Daiko zu Werke. Ihre lautstarke Musik auf japanischen Taiko-Trommeln begeistert die Zuhörer. Auch drei verschiedene Kampfkunstgruppen zeigen ihr Können. Den Anfang macht Taido, das aus dem Karate entwickelt wurde. Dann folgt Taijiquan, das mit langsam fließenden Bewegungen, aber auch mit Schwert- oder Speerübungen eine große Bandbreite abdeckt. „Es kann Selbstverteidigung sein, es kann Meditation sein, es kann Krafttraining sein - es beinhaltet unheimlich viel“, sagt Helmut Fuchs vom Judo-Club Sakura. Seit gut 20 Jahren betreibt er bereits den Kampfsport. „Im Grunde kann das jeder machen“, sagt der 75-Jährige. Olaf Lotze-Leoni und seine Mitsportler präsentieren schließlich die Kampfkunst Iaido, die aus der Samurai-Ausbildung hervorgegangen ist. „Es ist die Kunst des Schwertziehens“, erklärt der 48-Jährige.

Zwischen den Bäumen stolzieren zwei elegante Geishas auf Stelzen umher. Doch nicht nur sie sind ein besonderer Blickfang: Auch einige Cosplayer haben sich in Schale geworfen. Bei dem japanischen Verkleidungstrend stellen Fans Figuren aus Comics, Filmen oder Videospielen möglichst genau nach. Der Anfang der Leidenschaft geht meist bis ins Kinderalter zurück. „Und irgendwann kommt das Interesse, die Charaktere auch darzustellen“, sagt Julia Raupach. Die 21-Jährige und ihre Freunde haben bereits verschiedene Messen rund um Mangas und japanische Kultur besucht. „Ich habe hier ganz viele Leute getroffen, die ich Jahre nicht gesehen habe“, freut sich Freddy Busche. Der 25-Jährige hat sich gar nicht so viele Attraktionen angesehen, sondern lieber mit Freunden gepicknickt.

Von Benjamin Behrens

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Bult in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil: Bult (2.975), Südstadt (38.600)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Der Name des Stadtteils Bult leitet sich vom niederdeutschen Wort „Bulte“ ab, was so viel wie Hügel bedeutet.
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