Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Bult Seniorenheim wird aufwändig ausgebaut
Hannover Aus den Stadtteilen Bult Seniorenheim wird aufwändig ausgebaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 29.02.2016
Von Mathias Klein
Das Gebäude, in dem bisher das Seniorenheim untergebracht ist, soll zu einen Studentenwohnheim umgestaltet werden. Quelle: Kutter
Anzeige
Hannover

Das Gelände des Seniorenheims Gustav Brandt’sche Stiftung im Stadtteil Bult wird noch in diesem Jahr komplett umgestaltet. Investor Dirk Felsmann, der mit seinem Partner Gert Meinhof das Grundstück an der Kreuzung Bischofsholer Damm/Freundallee gekauft hat, baut dort für die Stiftung ein neues Altenheim. Das Gebäude, in dem bisher das Seniorenheim untergebracht ist, soll zu einen Studentenwohnheim umgestaltet werden. Außerdem entstehen auf dem Gelände 22 Wohnungen. Das neue Gebäude des Altenpflegeheims erhält eine Dachterrasse, die auch mit Betten zu erreichen ist.

Felsmann stellte seine Pläne am vergangenen Donnerstag im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult vor - und erntete durchweg zustimmendes Kopfnicken der Mitglieder des Gremiums. Noch im Frühsommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Schon in den nächsten Tagen soll eine Firma anfangen, die insgesamt 16 Bäume zu fällen, die den Neubauten im Weg sind. Das Pflegeheim sei in die Jahre gekommen, berichtet Felsmann. Das vor 80 Jahren errichtete Gebäude werde den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht. „Für stationäre Pflege ist das Gebäude nicht mehr richtig nutzbar“, erläutert er. Zudem hätten sich die Standards geändert. Im Jahr 1936 hatte jedes Zimmer ein eigenes Waschbecken, jetzt sei ein eigenes WC für jedes Zimmer üblich. Die pflegebedürftigen Senioren sollen künftig in einem Neubau untergebracht werden, der auf dem Gelände weiter nördlich errichtet wird. Dieser schließt dort direkt an ein Gebäude für betreutes Wohnen an, berichtet Felsmann. Bewohner der beiden Häuser könnten sich in einem gemeinsamen Foyer treffen oder Veranstaltungen besuchen.

In dem neuen Gebäude ist Platz für 75 Bewohner, fast alle von ihnen sollen in Einzelzimmern untergebracht werden. Die Studenten, die dann nach der Sanierung im ehemaligen Seniorenheim leben, könnten nach den Vorstellungen der Pflegedienstleitung auch im Pflegeheim helfen. Die Wohnungen, die auf bisher unbebauten Flächen des Geländes an der Haeckelstraße und am Bischofsholer Damm entstehen, sind Mietwohnungen, die luxuriös ausgestattet werden. Zu den beiden Gebäuden gehört jeweils eine Tiefgarage. Ein Teil der Wohnungen erhält Dachterrassen mit Außensaunen. Die Wohnungen werden eine Größe von 65 bis 130 Quadratmeter haben, der Mietpreis soll bei 10 Euro oder mehr pro Quadratmeter liegen.

Felsmann berichtete im Bezirksrat auch über Versuche einer Kooperation mit dem ganz in der Nähe gelegenen Stift zum Heiligen Geist, das bis vor Kurzem von der Schließung bedroht war. Die Versuche, eine Zusammenarbeit anzuregen, seien bisher nicht erfolgreich gewesen, erläutert er. „Vielleicht liegt das daran, dass die sich erst einmal neu sortieren müssen“, meint der Investor.

Die beiden Investoren Felsmann und Meinhof sind im Stadtbezirk keine Unbekannten. Im vergangenen Jahr kauften sie das Gebäude der Athanasiuskirche in der Böhmerstraße 8 (Südstadt). Die bisherigen Mieter vom Kulturbüro Südstadt, dem Haus der Religionen, dem Uhu-Theater und vielen anderen Gruppen und Initiativen können dort weiter arbeiten. Die Investoren wollen in dem Gebäude zwischen fünf und zehn Wohnungen errichten, sobald die Genehmigungen der Stadt vorliegen. Felsmann schätzt, dass Ende 2017 oder Anfang 2018 mit den entsprechenden Arbeiten begonnen werden kann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Diskussion um die drohende Schließung des Altenheims Stift zum Heiligen Geist zeichnet sich eine Wende ab. Der neue Vorstandsvorsitzende Jens Menge ist optimistisch, dass die laufenden Verhandlungen zwischen Vorstand und Betriebsrat Hannovers älteste Stiftung retten werden.

23.01.2016
Bult Grimms Märchen im Merz-Theater - Der stumm tanzende Giftzwerg

Das berühmte Märchen der Brüder Grimm vom Rumpelstilzchen, das der Müllerstochter hilft, Stroh zu Gold zu spinnen, und dann von ihr ihr erstes Kind verlangt, wird vom Merz-Theater als Bewegungstheater aufgeführt.

15.12.2015

Der Lärm, der von den Bahngleisen ausgeht, die über Hauptbahnhof und Bismarckbahnhof von Norden nach Süden verlaufen, ist für viele Anlieger unerträglich. Doch die zuständige Deutsche Bahn Netz AG lässt kaum auf eine Verbesserung der Lage hoffen.

29.11.2015
Anzeige