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Bult Unbekannter fällt alte Eiche auf der Bult mit Axt
Hannover Aus den Stadtteilen Bult Unbekannter fällt alte Eiche auf der Bult mit Axt
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02:15 13.05.2016
Sinnlose Zerstörung auf der Alten Bult. Quelle: Gurol
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Hannover

Die Hundefreundegruppe "Bultgeschnupper" hatte bereits am Sonntagnachmittag mehrere Fotos von der gefällten Eiche auf Facebook veröffentlicht. „Mein Freund der Baum ist tot. Ich bin fassungslos über diese sinnlose Aktion“, schreibt ein Hundehalter in dem sozialen Netzwerk. Er vermutet, dass die Tat zwischen 20.15 Uhr am Sonnabend und 8 Uhr am Sonntag verübt wurde.

Der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün bewertet die Tat ähnlich. „Das ist ein großer Verlust und sehr ärgerlich“, sagt Rathaussprecher Dennis Dix und stellt eine Ersatzpflanzung für die zerstörten Pflanzen in Aussicht: „Zu gegebener Zeit wird ein neuer Baum gepflanzt, der natürlich erst mal kein gleichwertiger Ersatz sein kann.“

Bei dem größeren der beiden Bäume handelt es sich nach Auskunft von Dix um eine Eiche. „Sie hat einen Stammumfang von 1,44 Metern – gemessen in einem Meter Höhe – und ist etwa 70 bis 100 Jahre alt“, sagt er.
Laut einer weiteren Facebook-Nutzerin wurden auch in der Eilenriede ähnliche Taten verübt. Zwischen Döhrener Turm und Bult seien ebenfalls zwei Bäume gefällt worden. Zum Beweis veröffentlichte die Frau zwei Fotos, die die augenscheinlich mit Axthieben zerstörten Bäume zeigen. Wie schon bei den Pflanzen auf der Bult, wurden auch hier die Stämme auf etwa ein- bis anderthalb Metern Bodenhöhe zertrennt.

Eine derartige Tat habe es auf der Bult noch nicht gegeben, sagt Dix. Über ähnliche Baumfällungen an anderen Orten im Stadtgebiet machte die Stadt keine Angaben. Die Behörde wolle keine Nachahmungstaten provozieren, heißt es aus dem Rathaus. Schließlich handele es sich um einen sehr ernsten Vorgang.

Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den unbekannten Täter aufgenommen. Wenn er gefasst wird, muss er sich unter anderem wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Naturschutzgesetz verantworten. Dem Täter drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldbuße von bis zu 10 000 Euro.

Von Christian Link

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