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Bult Zukunft von Altenheim scheint gesichert
Hannover Aus den Stadtteilen Bult Zukunft von Altenheim scheint gesichert
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00:15 23.01.2016
In der Kapelle im Stift zum Heiligen Geist herrscht wieder Zuversicht. Quelle: Uwe Dillenberg
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Bult

„Es ist das Ziel aller Beteiligten, die Schließung zu verhindern“, sagt Menge, der auch SPD-Ratsherr ist. Noch im Herbst hatte sein verstorbener Vorgänger auf dem Posten, Martin Hanske, mit der Ankündigung einer möglichen Schließung eine hitzige Diskussion angeregt. Hintergrund der Krise sind finanzielle Probleme. Dabei geht es insbesondere um die Vergütung von Mitarbeitern, die seit 2011 dafür streiten, nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt zu werden.

Zu den Details der laufenden Gespräche will sich Menge noch nicht äußern. Gleichwohl ließ er am Wochenende durchblicken, dass eine Lösung noch in dieser Woche zu erwarten sei. „Wir arbeiten konstruktiv zusammen“, so Menge. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion wurde im Dezember vom Rat einstimmig zum neuen Stiftsvorstand gewählt. Mit der Entscheidung scheint das zwischenzeitliche Durcheinander im Vorstand überwunden, das nach dem Tod Hanskes entstanden war. CDU-Vertreter Dieter Küßner hatte Ende des vergangenen Jahres gedroht, aus dem Gremium zurückzutreten, nachdem die SPD sich mit der Nominierung eines Nachfolgers Zeit ließ.

Inzwischen geht auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Küßner davon aus, dass die Zukunft des Heims gesichert werden kann. „Die Bewohner müssen nicht länger verunsichert sein. Ich bin guter Dinge, dass alles so erhalten bleibt, wie es ist“, sagt Küßner. Er hält das Altenheim für eine wichtige Institution des Stadtteils. So unterstützte er im vergangenen Jahr etwa eine Unterschriftenaktion von Bürgern, die sich für den Erhalt des Stifts einsetzten.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi, die mehrere Mitarbeiter am Verhandlungstisch vertritt, ist eine Einigung in greifbarer Nähe. „Der Vorstand wird sich mit den Mitarbeitern wahrscheinlich auf neue Arbeitsverträge einigen, in denen der Anspruch auf Bezahlung nach TVöD aufgegeben wird“, sagt Gewerkschaftsvertreter Thilo Jahn. Gleichwohl hat er Zweifel, ob die neuen Arbeitsverträge alle Probleme des Stifts lösen. „Es muss weitere Gespräche über die Ausgestaltung der Heimführung geben“, so Jahn.

Während der fünfköpfige Vorstand aus Ratsmitgliedern und Vertretern der Heimverwaltung mit Verdi verhandelt, bleiben einige der Bewohner und Angehörigen verunsichert. So berichteten die Angehörigen einer 93-jährigen Seniorin von den Sorgen ihrer Mutter, nachdem diese in der Zeitung von der drohenden Schließung erfahren hatte. Die Geschäftsführung des Altenheims räumt ein, dass infolge der Medienberichte eine gewisse Verunsicherung herrsche. Nach Abschluss der Gespräche sollen alle Bewohner und Angehörigen über das Ergebnis informiert werden.

Von Mario Moers

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