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Burg WGH investiert 6,5 Millionen Euro
Hannover Aus den Stadtteilen Burg WGH investiert 6,5 Millionen Euro
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02:15 15.01.2016
Nach dem Abriss der mehr als hundert Jahre alten Häuser kann das Eckgrundstück am Vinnhorster Weg mit drei modernen Stadthäusern (Grafik links) bebaut werden.Foto: Schaarschmidt/Grafik: WGH
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Burg

Burg. Abriss und Neubau stehen bei der Wohnungsgenossenschaft Herrenhaus (WGH) nicht gerade auf der Tagesordnung. Jedes Jahr investiert die Genossenschaft rund 10 Millionen Euro in die Bestandspflege. Beim Eckgrundstück am Vinnhorster Weg/Gretelriede schräg gegenüber dem Schulbotanischen Garten Burg hat die WGH dann aber doch die Abrissbagger auffahren lassen. Vier Wochen benötigte die Firma A&S, um die drei Bestandsbauten aus dem Jahr 1913 dem Erdboden gleichzumachen. „Die Gebäude waren einfach veraltet“, sagt WGH-Projektbetreuerin Yasmin Sakora.

Ab April sollen hier unter dem Projektnamen „Wohnen am Burggarten“ drei neue Mehrfamilienhäuser entstehen. „Die Baukosten betragen circa 6,5 Millionen Euro“, sagt WGH-Sprecherin Lena Korpack. Die Neubauten werden drei bis vier Geschosse haben und über insgesamt 38 Wohnungen verfügen. Damit wird sich die Anzahl der Wohnungen im Vergleich zur früheren Bebauung mehr als verdoppeln. „Nach derzeitigen Planungen werden die Wohnungen zum Sommer/Herbst 2017 bezugsfertig“, sagt Korpack.

Gemäß der Visualisierung der Architekten kommen die Neubauten eher schmucklos daher. Die kantigen Häuser machen zwar mit ihren bodentiefen Fenstern und Flachdächern einen zeitgemäßen, aber sehr funktionellen Eindruck. Die zukünftigen Mieter können sich dafür über viele Annehmlichkeiten und verhältnismäßig günstige Mietpreise freuen. Die Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter soll nach den aktuellen Planungen höchstens 8,50 Euro betragen.

Alle Zwei- bis Vierzimmerwohnungen erhalten eine Terrasse oder einen Balkon, die Mieter im Erdgeschoss bekommen sogar einen Garten. Die Wohnräume werden barrierearm, teilweise sogar behindertengerecht. Zum allgemeinen Wohnkomfort gehören bodenebene Duschen und Fenster mit Dreifachverglasung. Die Häuser Vinnhorster Weg 75-79 und Gretelriede 22 erhalten einen Fahrstuhl, die Bewohner der Gretelriede 24 werden Treppen steigen müssen.

Die Baugenossenschaft wird aber nicht nur im neuen Wohnquartier aktiv, sondern auch drumherum. „Die WGH Herrenhausen wird parallel zum Neubau ihren umliegenden Bestand energetisch sanieren und optisch aufwerten“, kündigt Korpack an. Damit setzt die Genossenschaft eine umfassende Quartiersentwicklung fort, die schon im vergangenen Jahr begonnen wurde. Nachdem die Häuser in der Siebertalstraße bereits modernisiert wurden, kommen demnächst die WGH-Wohnanlagen in Vinnhorster Weg, Gretelriede und Bodetalweg an die Reihe. Zur Quartiersentwicklung gehört auch eine Überarbeitung und teilweise Neugestaltung der Außenflächen. Von Christian Link

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