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Calenberger Neustadt Am Ihme-Ufer soll Vorzeigeviertel entstehen
Hannover Aus den Stadtteilen Calenberger Neustadt Am Ihme-Ufer soll Vorzeigeviertel entstehen
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02:15 28.01.2016
Von Conrad von Meding
Blick von der „Benno-Brücke“: Hinter den Bäumen soll das Baugebiet wachsen. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

„Ohe-Höfe“ ist der Titel des Projekts. Es liegt am Ihme-Ufer schräg gegenüber der alten Hautklinik, die auch schon von Bauherren gemeinschaftlich zu Wohnhäusern umgebaut wurde.

Baugemeinschaften, die Stadt spricht auch von Wohnbaugruppen, sind Initiativen privater Bauherren, die sich zusammenfinden, um sich ihren Traum vom Wohneigentum in einem Mehrfamilienhaus zu verwirklichen, und dieses von vornherein selbst planen. Oft suchen sie sich anfangs einen Architekten, der die Planung managt, oder ein Bauunternehmen, das Erfahrungen mit der Begleitung von Baugruppen hat. Weil sie aber meist längere Entscheidungszeiträume benötigen als klassische Baufirmen, haben sie im Rennen um gute Grundstücke häufig das Nachsehen. Die rot-grüne Ratsmehrheit hat daher vor einigen Jahren von der Verwaltung verlangt, gezielt Angebote für Baugemeinschaften im Stadtgebiet zu entwickeln. Das Konzept, nach dem jetzt an der Ohestraße gearbeitet wird, hat Stadtbaurat Uwe Bodemann aus einem Vorbild in Tübingen übernommen.

Standort ist das zuletzt als Parkplatz genutzte Grundstück an der Ecke Gustav-Bratke-Allee/Ohestraße. Ab sofort können sich Interessenten für die ersten beiden Parzellen bewerben. Für den nördlichen Abschnitt an der Seite zur Gustav-Bratke-Allee ist eine bis zu siebengeschossige Bebauung vorgesehen, das Areal kostet gut 386.000 Euro. Das südliche Baufeld soll maximal fünfgeschossig bebaut werden, es ist mit etwa 186 000 Euro veranschlagt. Im Erdgeschoss sind Gewerbenutzungen vorgeschrieben, etwa Büros oder Dienstleister, darüber Wohnungen. Später können seitlich an diese ersten Häuser weitere Gebäude angebaut werden – ihre Größe richtet sich danach, wie viele Bauinteressierte zusammenfinden.

Der Pferdefuß: Wer die ersten beiden Parzellen erwirbt, muss auf dem jeweiligen Baufeld auch die Grundinfrastruktur errichten – zum Beispiel die Tiefgarage bauen, die später Kellerzugänge zu allen anderen Häusern auf dem Grundstück hat. Dieses Modell hat sich in Tübingen offenbar bewährt. Weil dafür aber viel Kapital nötig ist, gilt es bei der Stadt als denkbar, dass für die ersten beiden Parzellen Bauunternehmen die Zuschläge erhalten, die dann mit Bauherrengemeinschaften zusammenarbeiten. Die weiteren Parzellen sind später einfacher zu bebauen. Unterlagen können bei der städtischen Liegenschaftsabteilung angefordert werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 23. April.

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