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Bezirksrat will neue Ampel auf Lavesallee

Calenberger Neustadt. Bezirksrat will neue Ampel auf Lavesallee

Auf der sechsspurigen Lavesallee wünscht sich der Bezirksrat Mitte eine Fußgängerampel in Höhe der Archivstraße. Dadurch soll die Anbindung der Calenberger Neustadt an den Waterlooplatz verbessert werden.

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An dieser Stelle (Lavesallee Höhe Archivstrasse) soll eine Fußgängerampel gebaut werden.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Auf dem weitläufigen Waterlooplatz will die Stadt im kommenden Jahr eine provisorische Kita bauen. „Durch die Kita wird es einen erheblichen, zusätzlichen Bedarf an barrierefreier Querung der Lavesallee geben“, begründete Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl die Forderung nach einer Ampel. Der Bezirksrat stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Antrag der Grünen mehrheitlich zu.

Der Bau einer Fußgängerampel auf der viel befahrenen Straße ist ein alter Wunsch der Grünen im Bezirksrat. Die Stadtverwaltung hatte der Forderung bisher eine Absage erteilt, mit Verweis auf die unterirdische Verbindung für Fußgänger nahe der Waterloostraße und auf die Ampeln am nahe gelegenen Friederikenplatz. Zudem befürchtete man in der Verwaltung, dass der Verkehr auf dem Cityring durch eine Druckampel allzu sehr ins Stocken gerate. Dieser Einschätzung schließt sich auch die CDU im Bezirksrat Mitte an. „Der Verkehrsfluss wird mit einer weiteren Ampel behindert. Das ständige Anfahren und Abbremsen von Fahrzeugen ist zudem schädlich für die Umwelt“, sagt CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch.

„Man kann Ampeln auch intelligent steuern“, entgegnet Grünen-Vertreter Nebendahl. Zudem könnten Fußgänger auf dem Mittelstreifen der sechsspurigen Straße kurze Zeit warten. Die Fahrbahnen müssten nicht während einer einzigen Grünphase überquert werden. Den Verweis auf den unterirdischen Tunnel lässt Nebendahl als Argument nicht gelten. „Die Rampen, die zum Tunnel führen, sind sehr steil“, sagt der Grünen-Fraktionschef. Für mobilitätseingeschränkte Personen sei die Unterführung daher kaum geeignet. Wollen Eltern aus der Calenberger Neustadt ihre Kinder künftig zur Kita auf dem Waterlooplatz bringen, sei eine Ampel sehr sinnvoll.

Die Stadt will Anfang August 2016 mehrere Container auf dem Waterlooplatz installieren. In dem Provisorium sollen 70 Kinder betreut werden. Dabei handelt es sich um jene Module, die derzeit noch auf dem Gelände des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) stehen und bereits als vorübergehende Kita dienen. Wie lange die Behelfskita auf dem Platz bleibt, ist unklar. Im Bezirksrat Mitte, der dem Vorhaben kürzlich zugestimmt hat, rechnet man mit zwei bis drei Jahren.

Damit ist für den weitläufigen Waterlooplatz bereits das zweite Containerdorf in Planung. An anderer Stelle, nahe den Ministerien, will die Stadt im nächsten Jahr Wohnmodule für Flüchtlinge aufstellen.

Im Bezirksrat Mitte befürchtet FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, dass damit einer Bebauung des Platzes Tür und Tor geöffnet wird. „Der historische Platz sollte frei bleiben“, sagt er. Im Rat stehen die Linken einer Bebauung weniger skeptisch gegenüber. „Warum sollten auf diesem großen, ehemaligen Exerzierplatz keine Häuser entstehen?“, fragt Linken-Ratsfrau Helga Nowak. Sie meint, dass auch der geplante Bau des sogenannten zweiten Rathauses am Schützenplatz „Impulse“ für Bauvorhaben auf dem Waterlooplatz setzen könnte. Im zweiten Rathaus will die Stadt mehrere Behörden bündeln, unter anderem das Ordnungsamt Mitte und die Zulassungstelle.

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So schön ist die Calenberger Neustadt
Calenberger Neustadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 34.040
  • Einwohner je Stadtteil: Calenberger Neustadt (6.556 Ew.), MItte (9.418 Ew.), Oststadt (13.695 Ew.) und Zoo (4.371 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner/km²
  • Postleitzahlen : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Markantes aus der Geschichte : Die Calenberger Neustadt entstand als westliche Stadterweiterung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Sie liegt zwischen Altstadt und Linden. Namensgeber war das Calenberger Land.
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