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Calenberger Neustadt Die Hanomacke bleibt eine Bastion
Hannover Aus den Stadtteilen Calenberger Neustadt Die Hanomacke bleibt eine Bastion
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02:15 06.06.2016
Entspannte Stimmung auf der Wiese: Die Fans der Hanomacke genießen die Party zum 30-jährigen Bestehen. Fotos: Moers (2)
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Calenberger Neustadt

900 Liter Freibier, Bullenreiten und eine Hüpfburg: Mit einer Campus-Party nach amerikanischer Art haben Studenten in der vergangenen Woche das 30-jährige Bestehen der Hanomacke gefeiert. Das Refugium am Conti-Campus, das eine lange Vergangenheit auf dem Hanomag-Gelände in Linden-Süd hinter sich und von ihm auch seinen Namen hat, ist eine der letzten Bastionen selbstverwalteter alternativer Studentenkultur.

Kinoabend und Table-Quiz, Schwarzlichtparty und „Beer-Pong“ - eine ganze Woche dauerte die Geburtstagsfeier, die am vergangenen Freitagnachmittag mit einer gut besuchten Freibierparty ihren Abschluss fand. Unter den Feiernden waren auch viele Alumni, die bei strahlendem Sonnenschein und Elektromusik mit kühlem Bier auf ihre Rückkehr zur Alma Mater anstießen. Adrett herausgeputzt im schwarzen Anzug gab Wirtschaftswissenschaften-Absolvent Pu Liu am Nachmittag den Startschuss. Als ehemaliges Mitglied im selbstverwalteten Hanomacke-Vorstand ließ es sich der Wirtschaftsprüfer nicht nehmen, beim Verteilen der 1920 Flaschen und 250 Liter vom Fass mitzuhelfen. Zum offiziellen Geburtstagsempfang im Februar hatten bereits prominente Hanomacke-Fans wie Regionspräsident Hauke Jagau gratuliert.

„In der Hanomacke gibt es das Bier auch schon mal vor vier“, ulkte Student Lukas Hartje umgeben von befreundeten Kommilitonen über die Vorzüge des Kneipencafés. Allein die leicht schäbige, „alternative“ Optik des großen Raums markiert sichtlich einen Kontrast zu den aufgeräumt-biederen Hörsälen. Der günstige Kaffee aus den nicht immer ganz sauberen Bechern mutet im Vergleich zum Milchcafé aus der benachbarten, modern designten „Contine“ an wie eine Absage an die moderne Lernfabrik. In der Hanomacke, so scheint es, ist ein wenig die Zeit stehen geblieben. Auf wenigen Quadratmetern schafft die Lokalität einen kleinen Freiraum, in dem sich zwischen den Vorlesungen gut abschalten lässt. Im Jahr 1977 auf dem ehemaligen Campus am Hanomag-Gelände gegründet, wird die Hanomacke seit 1986 von einem Trägerverein geführt. 1995 erfolgte der Umzug an den Campus am Königsworther Platz. Seitdem hat der Raum seinen festen Platz in der Studentenkultur, auch nach den Vorlesungen. Es gibt Konzerte, Partys, das Nachtcafé und Public Viewing bei Fußballspielen.

In manchen Jahren ist viel los, dann schläft der Betrieb mal wieder ein wenig ein, je nachdem wie das jeweilige Team aufgestellt ist. „In den letzten Jahren haben wir ein junges Team aufgebaut, dass einiges auf die Beine bringt“, sagt Jonathan Jäger, Student der Wirtschaftswissenschaften und Vorstandsmitglied. 40 Helfer gehören zur Stammbelegschaft. Seit einiger Zeit sind darunter auch Nicht-Studenten, Auszubildende und Ehemalige. „Wir schaffen es hier, günstiges Bier und Kaffee anzubieten, das gibt es sonst nirgendwo“, resümiert Jäger. Von Mario Moers

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