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"Eine Eliteschule sind wir nicht"

Internationale Schule Hannover "Eine Eliteschule sind wir nicht"

Firmen wie Prakla-Seimos und BEB, aber auch der Kommunalverband Großraum Hannover und die Industrie- und Handelskammer waren Mitte der Neunzigerjahre überzeugt, dass es für die britische Armeeschule einen Nachfolger geben musste. So entstand die Internationale Schule Region Hannover, die nun ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

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Moderner Unterricht mit Tablet: Jon (vorne links) und Murilo lernen mit Franziska und Leonard (rechts).

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Am Anfang gab es nur eine englischsprachige Klasse an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Grundschule in Kleefeld, ab 1996 dann eine ganze Schule – zunächst in der ehemaligen Engländer-Siedlung in der Wallmodenstraße in Kleefeld – mit 72 Schülern aus 20 Ländern, die von neun Lehrern in sieben Klassen unterrichtet wurden. „Seitdem geht es stetig bergauf“, sagt der technische Leiter Arek Warchala. Er hat die Aufstiegsgeschichte der Schule miterlebt.

„Wir sind anders“

2001 zog das Kollegium von Kleefeld in die Bruchmeisterallee an den Maschsee in das ehemalige Ratsgymnasium, das mit dem Kaiser-Wilhelm-Gymnasium zusammengelegt wurde. Heute besuchen mehr als 600 Schüler aus 60 Nationen vom Kindergarten bis zur Oberstufe die Internationale Schule. Die Zahl der Lehrer hat sich fast verzehnfacht und liegt bei 86.

Die Unterrichtssprache ist Englisch. „Wir sind anders“, betont Warchala. Ganztagsschule sei man schon von Anfang an gewesen: „Bei uns fällt keine Stunde aus, dass Kinder schon um 11.20 Uhr wieder zu Hause sind, gibt es nicht.“ Ziel sei es, die Schüler auf ein Leben in der globalisierten Welt vorzubereiten. „Wir unterrichten Weltbürger, interkulturelle Konflikte entladen sich hier gar nicht.“ Etwa zwei von drei Schülern kommen aus dem Ausland, aus den USA, England, Japan und Saudi-Arabien. Oft arbeiten ihre Eltern bei internationalen Konzernen und sind nur ein paar Jahre in Hannover, bevor sie weiterziehen. „Wir wollen den Kindern, die in ein neues Land kommen, nahtlose Übergänge garantieren. Wenn jemand den Job wechselt, wird es immer wichtiger, dass sich auch die Familie in der neuen Heimat wohlfühlt“, sagt Geschäftsführer Stephan Handwerker.

Keine Eliteschule

Die Internationale Schule ist Mitglied des Netzwerkes der International-Baccalaureate-Schulen (IB-Schulen), die nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichten. „Eine Eliteschule sind wir nicht“, stellt Handwerker ausdrücklich fest. Dieses Bild habe die Schule in der Öffentlichkeit zu Unrecht, betont er. Das Schulgeld beträgt im Schnitt 1250 Euro pro Monat plus 3500 Euro einmalige Grundgebühr – der Beitrag variiert jedoch nach dem Einkommen der Eltern. Die Schule hat auch 20 Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien aufgenommen, die keine Schulgebühren zahlen. „Gerade für Ältere, die schon Englisch sprechen können und Deutsch erst mühsam lernen müssen, ist es einfacher, ihren Abschluss bei uns zu machen“, meint Handwerker.

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