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Davenstedt So könnte es am Davenstedter Markt weitergehen
Hannover Aus den Stadtteilen Davenstedt So könnte es am Davenstedter Markt weitergehen
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00:22 02.04.2018
Tristesse am Davenstedter Markt Quelle: FOTO: Jans-Lottman (Archiv)
Davenstedt

Aus  dem einst lebendigen Stadtteilzentrum am Davenstedter Markt ist ein recht trostloser Fleck geworden, inklusive Leerstand, Müllproblemen und Trinkertreff. Als Teil des Entwicklungskonzepts Mein Quartier 2030 hat das Stadtplanungsbüro Plan Zwei den Bereich beurteilt. Das Ergebnis wurde jetzt im Stadtbezirksrat vorgestellt. 

„Wir sind ein Stadtplanungsbüro, das in dem Bereich soziale Stadt seit vielen Jahren aktiv ist“, sagt Klaus Habermann-Nieße vom Planungsbüro Plan Zwei. „Wir haben schon viele Projekte in Hannover mit auf den Weg gebracht und auch dieses Gebiet hier untersucht.“ Das Viertel um den Davenstedter Markt sei ein Wohngebiet der Fünfziger- und Sechzigerjahre mit „all seinen Charakteristika“, führt Habermann-Nieße aus. Der Stadtteil habe auch seine sehr schönen Seiten, etwa die Grünflächen entlang der Fösseaue oder das Terrassenhochhaus. 

Dr.-Ing. Klaus Habermann-Nieße stellt das Konzept des Planungsbüros Plan Zwei für den Davenstedter Markt vor. Quelle: Benjamin Behrens

So vielfältig wie die Wohnformen seien auch die Bewohner. Ungefähr 3000 Einwohner leben in dem untersuchten Gebiet, verteilt auf 1500 Wohneinheiten. 600 davon sind öffentlich geförderter Wohnraum. Auch die soziale Struktur hat das Büro untersucht. „Der Migrationsanteil ist sehr hoch“, sagt Habermann-Nieße. „Es ist eine sehr breite Mischung an Bevölkerungsanteilen, die in diesem Stadtteil zusammenleben. Hier versteht man sich.“ Am Davenstedter Markt gebe es viele Leerstände. „Der NP-Markt hat gerade investiert. Wir nehmen das als Signal, dass es sich schon lohnt, in diesen Markt zu investieren.“ 

Im Bereich der Zeitgestaltung sei Nachholbedarf da. „In den Freiräumen ist viel zu tun.“ Als „Goldmedaille“ bezeichnete Habermann-Neiße die Schaffung eines Treffpunkts für alle Generationen. Sollte der Bereich zum Sanierungsgebiet erklärt werden, müsste insbesondere an den Kreuzungen Davenstedter Straße, Wöhrmannstraße und Geveker Kamp die Verkehrslage verbessert werden. „Diese Kreuzungen sind nicht immer gut zu überqueren.“ 

Es fehlen Spielplätze und Beleuchtung

 Die Grünflächen hätten Potenzial zur Mehrfachnutzung, es müsse allerdings auch da investiert werden, zum Beispiel in Kinderspielplätze. „Es sind Zukunftsvisionen.“ Für den Bereich Sicherheit und Kriminalitätsprävention spricht der Ingenieur die Beleuchtung in den Durchgängen unter den Häusern an. „Es gibt zu wenig Bildungseinrichtungen, alle die sich bilden wollen, müssen woanders hin“, lautet eine weitere Empfehlung. 

„Mir fehlte der Bezug zu den Spaziergängen in den Stadtbezirken. Da sind sehr gute Informationen und Vorschläge von den Bürgern gekommen“, hakt Bezirksbürgermeister Rainer Göbel nach und fordert, bald aktiv zu werden. „Die Gefahr besteht, dass die Bürgerinnen und Bürger sagen, dass sich da gar nichts tut.“ 

„Diese Voruntersuchung ist ein erster wichtiger Schritt“, sagt Michael Heesch, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung. Nächste Schritte seien ein entsprechender Ratsbeschluss und die Aufnahme in das Förderprogramm. 

Von Benjamin Behrens

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