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Döhren Auf dem Fiedelerplatz ist "immer was los"
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Auf dem Fiedelerplatz ist "immer was los"
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00:15 08.08.2016
„Hier ist immer was los“: Andreas Wisweh ist Stammkunde auf dem Markt. Quelle: Stein
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Hannover

Morgens halb zehn in Döhren: Die Stadtteilbewohner tummeln sich auf ihrem geliebten Fiedelerplatz. Es ist Freitag, der Wochenmarkt lockt die Menschen aus ihren Häusern. Viele Senioren, aber auch Jüngere und Familien mit kleinen Kindern schlendern zwischen den Ständen mit bunten Blumen, frischem Obst und Gemüse, Käse und Fisch umher.

Nicht nur zum Wochenmarkt am Dienstag und Freitag treffen sich die Döhrener auf dem Fiedelerplatz. Denn "hier ist immer was los", findet Andreas Wisweh.

Auch die Krippengruppe der Kindertagesstätte Wiehbergstraße besucht den Platz regelmäßig. „Für Kinder ist es hier toll, es gibt einen Spielplatz und auf dem Markt kann man Brötchen oder auch Pommes essen“, sagt Erzieherin Wenke Schmidt. Im Sommer darf es auch mal ein Eis sein. „Wir sind immer gern hier, und den Kleinen macht es großen Spaß“, sagt Kita-Erzieherin Schmidt.

"Der Platz ist Treffpunkt für den Stadtteil"

Andreas Wisweh schätzt besonders den Wochenmarkt auf dem Fiedelerplatz. „Ich kaufe hier jede Woche ein, es ist schön, das in der Nähe zu haben“, sagt der 34-jährige Döhrener. Er bummelt über den Platz, kauft ein paar Zwiebeln und Zitronen und genehmigt sich dann einen Cappuccino in einem Café. „Der Platz ist der Treffpunkt für den Stadtteil - hier ist immer was los, hier ist es lebendig“, sagt Wisweh.

Dafür sorgen besonders die vielen Familien. Eine junge Frau ist erst vor drei Monaten von München nach Hannover gezogen, war seitdem fast täglich mit ihren zwei Söhnen auf dem Spielplatz im Herzen Döhrens. „Hier ist es so schön ruhig und grün und mit den kleinen Geschäften ganz familiär“, sagt sie, „beim Metzger kennen sie uns sogar schon mit Namen“. Auch Gudrun Pöppe schätzt den Fiedelerplatz. Sie verkauft regelmäßig Obst auf dem Wochenmarkt. „Mit den vielen Bäumen ist der Platz besonders schön“, sagt die Laatzenerin. Außerdem seien die Leute entspannter als auf anderen Märkten. „Hier haben alle Zeit“, sagt Pöppe und lächelt.

"Das ist unser zweites Wohnzimmer"

Wer besonders viel Zeit mitgebracht hat, macht nach dem Einkauf noch einen Abstecher ins Bistro von Angela Spataro. „Der Platz ist ein sehr guter Standort, wir haben hier viele nette Stammkunden“, sagt sie. Spataro und ihre Kollegen verbringen nach der Arbeit selbst gern noch etwas Zeit auf dem Platz - dann ganz privat.

Dort ist auch Familie Hentschel regelmäßig anzutreffen. „Das ist unser zweites Wohnzimmer“, sagt Mutter Nicole und lacht. Seit knapp zehn Jahren wohnt die Familie nun schon in Döhren. „Der Fiedelerplatz ist das Zentrum des Stadtteils - hier trifft man sich, hier kennt man sich“, sagt Vater Nicolas. Der fünfjährige Kuno und seine kleine Schwester Lilo kommen am liebsten zum Eisessen - und zum Spielen an der Wasserstelle und auf der Hängebrücke. „Wie schön, dass die endlich repariert ist. Hier stand ja über ein Jahr lang ein Gerüst“, sagt Nicole Hentschel. Auch eine weitere langwierige Baustelle des Platzes - das Toilettenhäuschen - ist seit Kurzem wieder in Betrieb.

Il mio sogno feiert Geburtstag

Und dann gibt es noch Abende, da ist besonders viel los im Döhrener Zentrum. So feierte das italienische Restaurant Il mio sogno vergangene Woche seinen fünften Geburtstag, hatte Sänger Claudio Ferraro als Jubiläumsgast geladen. Und der 44-Jährige löste seine Aufgabe mit Bravour, tischte den bei milden Temperaturen draußen tafelnden Gästen schmalzige italienische Canzone zu leckerer Calzone auf - mit so viel Watt und Inbrunst, dass er den ganzen Fiedelerplatz beglückte.

Von Johanna Stein

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