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Döhren Autofahrer entscheiden über Abbau von Schildern
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Autofahrer entscheiden über Abbau von Schildern
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00:15 05.03.2016
Von Michael Zgoll
Verbotsschild - derzeit verhüllt. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Die Autofahrer auf der Leineinsel haben es in der Hand: Verhalten sie sich in Zukunft regelkonform, wird eine Reihe von derzeit abgedeckten Schildern endgültig entfernt. Sollten sie aber häufig an falscher Stelle parken, werden die Hinweise auf absolutes und eingeschränktes Halteverbot wieder enthüllt. Hintergrund ist, dass die Straßen Leine-insel und Am Leinewehr neuerdings als Wohnbereichsstraßen, landläufig auch Spielstraßen genannt, ausgewiesen sind. In derart verkehrsberuhigten Zonen darf man nur Schrittgeschwindigkeit fahren und nur auf speziell gekennzeichneten Flächen parken - was nach Ansicht der Verwaltung nicht allen Autofahrern bekannt sein dürfte.

Im September vergangenen Jahres hatte die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel eine Anfrage gestellt, ob die Stadt nicht dem Wunsch von Anliegern folgen und auf der Leineinsel eine Wohnbereichszone einrichten könne. Es gehe darum, mehr Sicherheit für Passanten - insbesondere Kinder - zu schaffen. Die Verwaltung stimmte zu, stellte einige der blauen Schilder mit den Symbolen für Autofahrer und Fußgänger auf - und hängte die alten Halteverbotsschilder zu.

Ganz ungetrübt war die Freude der Anwohner mit der Umsetzung ihrer Forderung noch nicht. In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats kritisierten einige von ihnen, dass das blaue Schild an der Leinequerung falsch positioniert sei: Es müsse vor dem historischen Brückenhaus stehen, nicht erst dahinter. Der derzeitige Standort des Schildes schließe die Straße Am Brückenhaus vom Wirkungskreis der Wohnbereichszone aus, auch sei das blaue Blech schlecht zu sehen.

Ob die Verwaltung die Hinweistafel noch einmal umstellen wird, ist offen. Auf jeden Fall haben die Autofahrer jetzt ein paar Monate Zeit, Wohlverhalten zu zeigen. Wenn sie ihre Wagen immer ordnungsgemäß parken, wird ihnen die Stadt die Halteverbotsschilder auf der Leineinsel im Mai vom Hals schaffen.

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